Karten selbst gestalten – kleine DIY Projekte mit großer Wirkung

Viele Menschen bemängeln, dass die Kommunikation in der heutigen Zeit flüchtig und unpersönlich wirkt. Zwar stehen wir dauernd über Apps und Messenger miteinander in Kontakt, doch alles wird schnell abgewickelt, weggeklickt und ist nach einer Sekunde schon weder verschwunden. Die Dankes-WhatsApp auf dem Smartphone und die elektronische Geburtstagskarte im E-Mail-Postfach transportieren nicht gerade viel Liebe. Das ist wohl einer der Gründe, warum das Herstellen und kreative Gestalten von Karten zu allen möglichen Gelegenheiten momentan so im Trend liegt!

Wer dem Gegenüber zeigen möchte, dass er sich Zeit für ihn genommen hat, wird kreativ und gestaltet eine passende Karte. Das passt perfekt zum aktuellen DIY Trend. Der Vorteil: Eine Karte ist ein überschaubares Projekt, bei dem man seinen Ideen freien Lauf lassen kann und trotzdem nicht zeitlich überfordert ist. Zu große Projekte sprengen manchmal den zeitlichen Rahmen und werden dann nicht zu Ende geführt. Das kann bei einer Karte nicht passieren!

Bei der Gestaltung individueller Karten gibt es verschiedene Möglichkeiten:

1.    Sie können aus speziellen Materialien gebastelt werden. 
2.    Es gibt Online - Anbieter bei welchen man aus kreativen Karten-Vorlagen zu allen Themen, Karten selbst gestalten und anschließend professionell drucken lassen kann. 
3.    Karten können ebenfalls per digitalem Scrapbooking erstellt und dann ebenfalls gedruckt werden – entweder am heimischen Drucker oder einen Dienstleister aus dem Netz.

Karten aus Karton Basteln 

Beim Basteln von Karten kommen die verschiedensten Artikel aus der Papeterie zum Einsatz. Die Basis jeder Karte ist in der Regel ein mittig gefalteter Karton in einem beliebigen Format. Hier fängt die Kreativität schon an! Ob in Übergröße, quadratisch, mit 3-D Effekt oder in Herzform, bei der Gestaltung der Karte sind keine Grenzen gesetzt. Der Karton kann geprägt und bedruckt werden und wird mit verschiedensten Motivpapieren und Accessoires beklebt. 

Wer nach Inspiration sucht, wird online schnell fündig. 

 

© paisleepress.com

Das Schöne ist, dass stets neue und außergewöhnliche Verzierungen auf den Markt kommen. Karten zu gestalten kann ein richtiges Hobby werden, dem voller Leidenschaft gefrönt wird. Mit Stanzen, Prägen, Farben und Papieren lassen sich regelrechte kleine Kunstwerke erschaffen, die dem Beschenkten viel Freude machen und gern gesammelt werden. Ob zum Geburtstag, zu Weihnachten oder als originelle Hülle für ein Geldgeschenk, selbst gemachte Karten kommen immer gut an.

Karten online gestalten 

Wer sich etwas weniger Mühe machen und dennoch ein perfektes Ergebnis erzielen will, der kann online bereits vorgeschlagene Designs nach seinen eigenen Vorstellungen anpassen. Das bietet sich besonders dann an, wenn es um die Gestaltung und Produktion einer Vielzahl von Karten geht, etwa bei den Einladungen für eine Hochzeit oder den Danke-Karten nach einer Kommunion oder Jugendweihe. Es gibt zahlreiche Vorlagen zu allen Themen, die mit eigenen Bildern, Fotos und entsprechenden Anpassungen individualisiert werden können. Es ist doch eine besonders schöne Erinnerung, wenn die Danke-Karte mit einem Bild des Kindes geschmückt ist, an dessen großem Tag man teilgenommen hat.

Digitales Scrapbooking 

Das Scrapbooking kommt - wie viele andere Basteltrends - aus den USA und soll dort von den Frauen der Mormonen entwickelt worden sein. Im Grunde geht es darum, mithilfe von Fotos, Briefen und „Erinnerungsschnipseln“ ein Album zu gestalten, das man immer wieder gern zur Hand nimmt und durchblättert. Mittlerweile ist Scrapbooking jedoch viel mehr als das Festhalten schöner Erinnerungen, sondern hat sich zu einem beliebten Basteltrend entwickelt. In den USA scrappen schon Millionen von Bastelbegeisterten und es werden immer mehr. Es gibt unzählige Hintergrundpapiere, Stempel, Papiere, Verzierungen und auch Werkzeuge, um schöne Journale und natürlich auch Karten erstellen zu können.  

Eine Weiterentwicklung dieses Trends stellt das digitale Scrapbooking dar. In digitaler Form ist alles erhältlich, was es für das Scrapbooking auch in physischer Form gibt: Hintergründe, Verzierungen, digitale Stempel und vieles mehr. Zu einem kompletten Layout werden die digitalen Einzelteile durch die Bearbeitung mit einem Fotoprogramm. Dieses sollte mit verschiedenen Ebenen arbeiten können, wie es etwa bei Photoshop der Fall ist. Es entstehen ebenso bunte Blätter wie beim normalen Scrappen, die man selbst ausdrucken oder drucken lassen und dann in ein Journal einheften oder als Deckblatt für eine Karte verwenden kann. Was braucht man für das digitale Scrapbooking?

-    einen Computer 
-    ein Bildbearbeitungsprogramm, das .png Dateien bearbeiten kann (meist photoshop elements)
-    digitale Scrapbooking-Elemente - diese können in entsprechenden Onlineshops bestellt und dann heruntergeladen werden
-    eventuell einen Farbdrucker; man kann die Blätter aber auch bei einem Online-Dienstleister oder in einem Copyshop drucken lassen

Hybrides Scrappen


 

Das klassische und digitale Scrapbooking lassen sich auch miteinander kombinieren. Dabei wird zuerst ein Papier mit den digitalen Elementen 

erstellt und ausgedruckt, das dann zusätzlich mit physischen Details ergänzt wird. Dadurch kommt ein haptisches Moment dazu, das viele Kreative an ihren Journalen und Karten besonders schätzen.
Auch wenn die Supplies nur in digitaler Form vorliegen, kostet die digitale Gestaltung von Karten und Journalen etwa gleich viel wie die physische Variante.

Und, sind Sie auf den Geschmack gekommen, was das Basteln und Gestalten von Karten betrifft? Dann lassen Sie sich inspirieren und starten Sie gleich mit einem Projekt.