Sich nie mehr allein fühlen

Einsamkeit: Erkennen, verstehen und überwinden

In der heutigen Zeit fühlen sich immer mehr Menschen einsam. Das legt sich nicht nur negativ auf die Lebensqualität aus, sondern sogar auch auf die Gesundheit. Erfahren Sie wie Einsamkeit entsteht und wie sie überwunden werden kann. 

Eigentlich kaum zu glauben, dass sich in Zeiten von digitaler Kommunikation und sozialer Medien wie Facebook immer mehr Menschen einsam fühlen. Doch leider bleibt bei den virtuellen Kontakten oft der Real-Life-Kontakt auf der Strecke. Man beginnt sich einsam zu fühlen. Und genau da ist das Problem: Einsamkeit ist vor allem ein innerliches Empfinden, dass jeden und immer auftreten kann. Denn Einsamkeit kann genauso gut Verheiratete, wie Singles als auch Kinder treffen. Vor allem der eigene Lifestyle birgt heutzutage viele Risiken: Häufiger Wohnortwechsel,  Großstadtleben und die Distanz zu Familie und Verwandte. Das alles kann dazu führen, dass wir weniger soziale Kontakte haben und es zunehmend schwerer fällt neue Kontakte zu knüpfen.
Vor allem ältere Menschen sind betroffen: Ihre Kinder und Enkelkinder leben meist nicht in der Nähe. Dagegen steigen Single-Haushalte in Großstädten. Zusätzlich sind die Zeiten vorbei, wo sich Menschen in Vereinen, gemeinnützigen Organisationen oder politischen Verbindungen engagiert haben.

Alleinsein ist nicht gleich einsam

Dabei kann es ebenso die Mutter und Ehefrau wie die Senioren-Witwe treffen. Es ist nicht ausschlaggebend, ob wir tatsächlich allein sind, sondern vielmehr, ob wir uns von unseren Mitmenschen verstanden fühlen oder ob unsere Bedürfnisse auf der Strecke bleiben. Dann kann es passieren, dass wir uns immer mehr in ein Schneckenhaus zurück ziehen. Damit sinkt aber auch das Selbstwertgefühl, das oft dazu führt, dass wir ein extrem negatives Selbstbild von uns haben. Ein gefährlicher Kreislauf der zu Einsamkeit führen kann.

Einsamkeit überwinden

  1. Als erstes sollten Sie positiv denken und sich auf ihre guten Eigenschaften konzentrieren. Meditation kann helfen, sich selbst wieder näherzukommen und so zu akzeptieren, wie man ist. Dabei ist es auch hilfreich, sich keine Gedanken zu machen, was andere von einem denken.
  2. Warten Sie nicht darauf, dass jemand auf Sie zukommt. Machen Sie den ersten Schritt, auch wenn Sie damit das Risiko eingehen, abgewiesen zu werden. Suchen Sie sich ein Hobby, wo Sie andere Menschen treffen: ein Kurs an der Volkshochschule oder ein Chor. Auch eine ehrenamtliche Tätigkeit ist eine tolle Kontaktbörse. Für den Anfang reicht auch Smalltalk an der Supermarkt-Kasse machen oder mit einer Nachbarin machen.
  3. Schon ein Lächeln, ein offenes Ohr oder Ihre Zeit signalisieren ihren Mitmenschen, dass Sie sich für sie interessieren. Dadurch bekommt ihr Gegenüber ein gutes Gefühl und reagiert damit auch positiver auf Sie. Nehmen Sie Teil am Leben anderer, geben Sie auch von sich etwas preis, dann werden Sie schon bald neue Kontakte knüpfen können.