5 Einrichtungsfehler, die Sie im Wohnzimmer nie machen sollten

Haben Sie auch eine Freundin, deren Zuhause strahlt? Wo Wandfarbe, Mobiliar und Dekoration auf‘s Feinste aufeinander abgestimmt sind? Bei der sich jeder Gast gern aufhält, weil es kein steriles Heim aus dem Katalog ist, sondern harmonisch und gemütlich wirkt? Keine Sorge, die Chancen stehen gut, dass Sie in Kürze ein ebenso schönes Zuhause bewohnen. Und dazu müssen Sie nicht einmal als Innenarchitektin geboren sein. Oft sind es Kleinigkeiten, die einen Raum gemütlich oder eben ungemütlich wirken lassen. Lernen Sie hier fünf typische Einrichtungsdebakel kennen, die Sie unbedingt vermeiden sollten:

Fehler Nr. 1 - Fenster ohne Vorhänge oder Schals

Glaubt man der tausenden Jahre alten chinesischen Lehre Feng Shui, die sich mit der Harmonie zwischen Menschen und ihrer Umgebung beschäftigt, sind die Fenster die Augen Ihres Hauses. Sie sind Ein- und Austrittspforte aller Lebensenergie, auch „Chi“ genannt. Damit das Chi mit Leichtigkeit fließen kann und Räume groß und offen wirken, sollten Fenster niemals komplett verhüllt werden. Aber auch das andere Extrem, die Fenster ganz pur zu halten und komplett auf Stores, Gardinen oder Rollos zu verzichten, ist keine gute Idee. Schnell wirken solche Zimmer kühl und unbewohnt und kommt die Dämmerung, blicken Sie durch große, dunkle Fensterhöhlen in die Dunkelheit. Gemütlich ist anders. 

Wer mehr Atmosphäre möchte, braucht auf jeden Fall Stoff am Fenster. Sind Sie eher Minimalistin sollten Sie zumindest über einen bunten oder dezenten Dekoschal nachdenken, der dem Fenster links und rechts einen Rahmen gibt. Die Auswahl ist riesig, so dass sich für jeden Geschmack das Passende finden lässt. Nur einen Fehler vermeiden Sie bitte: Kaufen Sie Vorhänge und Schals niemals zu kurz. Das hat in etwa die gleiche Wirkung wie zu kurz geratene Hosen: Sie wirken unmodern und bieder.

Fehler Nr. 2 - Bilder hängen zu hoch oder zu tief

Einer der am häufigsten begangenen Einrichtungsfehler: Menschen kaufen sich wunderbare Bilder und hängen sie viel zu hoch oder eher seltener, zu tief auf. Da schweben die Bilder in Augenhöhe des zwei Meter großen Ehemanns oder finden sich knapp unter der Deckenleiste wieder. Dass die Besitzer damit ihren wunderschönen Bildern so sämtliche Wirkung nehmen, bemerken sie nicht.
Deshalb besser folgende Faustformel für das Aufhängen von Bildern anwenden:

Optimal kommt ein Bild zur Geltung, wenn seine Bildmitte auf Augenhöhe oder noch besser ein Drittel oberhalb ihrer Augenhöhe und zwei Drittel unterhalb ihrer Augenhöhe hängt. Wer lange Vermessungen scheut, kann sich an die einfache Regel vieler Profis halten und hängt Bilder immer mit 1,50 Meter Abstand zum Boden an die Wand.

Neben der Bildhöhe lohnt es sich auch, die Bildgröße kritisch zu betrachten. Über einem wuchtigen großen Möbelstück sieht ein winzig kleines Bild verloren aus, und umgekehrt. Ein Möbelstück samt darüber positioniertem Bild sollte immer eine ausgewogene Einheit ergeben.

Fehler Nr. 3 - Zu kleine Teppiche 

Teppiche machen Räume gemütlich. Sie sorgen für kuschelige Wärme-Inseln auf kühlen Böden, halten unsere Füße warm und bieten eine Plattform für Esstisch und Sofalandschaft. Für all diese Zwecke müssen sie vor allem eins sein: Groß genug. Und gerade daran hapert es bei vielen Teppichen. Der Ein-Meter Miniteppich in einem 40 qm Wohnzimmer ist aus diesem Grund keine gute Idee. Und auch am Esstisch steht niemand gern mit zwei Stuhlbeinen auf dem Boden, während die zwei anderen im weichen Esszimmer-Teppich versinken.

Hier ein kleiner Trick für alle, die ihrem Augenmaß nicht trauen wollen. Legen Sie die doch einfach die betreffende Bodenfläche mit Zeitungspapier aus und finden so die optimale Große für Ihren Wunschteppich.

Fehler Nr. 4 - Ein Zuviel an belanglosem Krimskrams

Wenn Ihre Wohnung überquillt von belanglosen Dingen und Sie kaum mehr ein freies Eckchen finden, ist es Zeit, mal ordentlich auszumisten. Ein Zuviel an Dekoration sorgt nämlich dafür, das unser Wohnraum immer unruhig und unaufgeräumt wirkt. 

Machen Sie es, wie die wunderbare japanische Aufräumexpertin Marie Kondo in ihrem Bestseller „Magic Cleaning“ und umgeben Sie sich zu Hause nur mit Dingen, die sie lieben. 

Statt massenhaft Krimskrams zu platzieren, wählen Sie einige wirklich schöne Stücke, an denen Ihr Herz hängt. Diese dekorieren Sie wahlweise allein, oder in 3er oder 5er Gruppen. Glaubt man den Experten, sollte man nämlich Accessoires immer in ungerader Anzahl arrangieren. Das klingt erstaunlich, aber wer es ausprobiert, merkt: Das sieht tatsächlich besonders harmonisch aus und wirkt sogar bei Dekorationen für Terrasse und Garten

Fehler Nr. 5 - Wohnen wie im Möbelhaus

Ja natürlich, es ist praktisch, die komplette Einrichtung beim großen schwedischen Möbelhaus in einem Schwung zu kaufen. Aber sind das wirklich Sie? Möchten Sie sich mit einer Einrichtung umgeben, die Millionen Mal genau so auch in anderen Wohnungen steht? Wohnen hat sehr viel mit Individualität zu tun. Die schönsten Einrichtungen wachsen im Laufe der Jahre, Möbelstück für Möbelstück. Nehmen Sie sich die Zeit, individuelle Möbel nach ihrem persönlichen Geschmack zu entdecken. So gewinnt ihre Wohnung einen ganz eigenen Charakter. Es lohnt sich.