Das sind die versteckten Staubfänger im Haushalt

Aus den Augen, aus dem Sinn

Jedes Mal, wenn wir uns am Wochenende dran begeben, unsere Wohnung zu putzen, wundern wir uns, woher der ganze Staub kommt, den wir, manchmal in ganzen Staubwölkchen, überall und selbst an den ungewöhnlichsten Stellen finden. Ursache sind versteckte Staubfänger, von denen uns gar nicht bewusst ist, dass Sie Quellen für Hausstaub sind. Welche versteckten Staubfänger es in der Wohnung gibt, erklären wir hier.

Vielfältige Herausforderungen beim Saubermachen

In jedem Haushalt fällt ganz automatisch Schmutz und Dreck an – das regelmäßige Sauberhalten und Ordnung schaffen gehört jedoch nicht gerade zu unseren liebsten Tätigkeiten. In den verschiedenen Bereichen sind wir jeweils mit ganz eigenen Herausforderungen konfrontiert. Dabei gibt es jede Menge Tricks, die uns solche Aufgaben erleichtern können:

Im Badezimmer sind es überwiegend Kalk- und Seifenablagerungen, die es zu bekämpfen gilt. In der Küche hingegen ist es Fett oder heißer Wasserdampf, der den Möbeln zu schaffen macht. Auch hier gibt es Tipps, um alles leicht sauber halten zu können. Was jedoch überall ansteht ist das Beseitigen von Staub. Wer unsere Tipps befolgt, ist auch bei diesem Thema mit dem Saubermachen schneller fertig.  

Warum Staub in der Wohnung stört?

Obwohl die letzte Putz-Aktion in der Küche oder auch in anderen Zimmern noch gar nicht so lang her ist; schon nach kürzester Zeit bildet sich auf Oberflächen und auch auf dem Boden eine feine Staubschicht. Sie ist zwar kaum zu sehen, erweist sich aber irgendwann als unschön anzusehender, leicht weiß schimmernder Überzug, an dem man natürlich wenig Freude hat. Wird Staub aufgewirbelt, fliegt er durch den ganzen Raum und verteilt sich neu auf sämtlichen Oberflächen von Stühlen, Tischen und Schränken. Er ist so fein, dass er sich sogar einen Weg in verschlossene Glasvitrinen bahnt und sich dort niederlässt. 

Darüber hinaus kann er aber auch negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Viele von uns reagieren allergisch auf Hausstaub, was zu ständigen Nießattacken, geröteten Augen und im schlimmsten Fall zu Atembeschwerden führen kann. Hausstauballergien sind weit verbreitet, weshalb es für viele eine Notwendigkeit ist, sichtbare und unsichtbare Staubfänger zu identifizieren und durch regelmäßiges Putzen zu beseitigen. Es gibt aber noch einen weiteren Grund, der uns dazu animieren sollte, Staub regelmäßig zu entfernen. Er enthält gesundheitsgefährdende Organismen, beispielsweise:

•    Schimmelpilzsporen
•    Viren
•    Bakterien
•    Staubläuse
•    Hausstaubmilben

Vor allem gegen Hausstaubmilben haben viele Menschen inzwischen ebenfalls Allergien entwickelt und die Schimmelpilzsporen können im schlimmsten Fall Bereiche der Wohnung befallen, in denen es eine unzureichende Belüftung gibt und die feucht-warm sind. Nutzen wir deshalb jede Gelegenheit, unsere Wohnung von sichtbaren und auch unsichtbaren Staubfängern zu befreien. So tun wir etwas für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden.

Staub in Bad und Küche: Unheilvolle Allianz mit Feuchtigkeit

Staub alleine ist schon mehr als unangenehm. Wenn er aber in Verbindung mit Feuchtigkeit auftritt, bildet er einen hartnäckigen, schmierigen Film. Das ist meist im Badezimmer oder in der Küche der Fall, denn dort hantieren wir mit Wasser, erzeugen beim Duschen, Baden oder Kochen Wasserdampf, der sich dann von den Staubpartikeln aufgenommen wird und den erwähnten Schmierfilm bildet. Aber es gibt noch weit unsichtbarere Staubfänger, denen wir unserem Streben nach in einer sauberen Wohnung entgegentreten müssen.

Unsichtbar im Schrank: Kleidung als Staubquelle

Kleidung offen im Raum aufzubewahren, beispielsweise an Kleiderstangen, liegt bei vielen im Trend. Allerdings sind Kleidungsstücke eine geradezu unerschöpfliche Quelle für Staub. Unabhängig von der Art der Kleidung, wird durch Textilien sogenannter Faserstaub freigesetzt, der sich in der Umgebung verteilt. Daher ist es sinnvoll, Hosen, Pullover, Cardigans und T-Shirts nicht an einer freistehenden Kleiderstange oder an der offenen Garderobe aufzuhängen, sondern in einer verschließbaren Kommode oder in einem geschlossenen Schrank aufzubewahren. So begrenzt man die Freisetzung des Faserstaubes auf das Innere des Schrankes oder der Kommode.


Adobestock/Daniela Stärk

Textile Einrichtungsgegenstände als unsichtbare Staubfänger

Wer von uns mag sie nicht, die kleinen oder großen Dinge, die unsere Wohnung erst so richtig gemütlich machen und die einzelnen Räume dekorieren. Allerdings erweisen sich Gegenstände wie Kissen, Lampenschirme, Teppiche oder auch Gardinen als extreme Staubfänger, die diesen geradezu anziehen. Hauptsächlich sammelt sich der Staub auf den Innenseiten der Lampenschirme, in den Falten von Gardinen oder in den hohen Floren des Teppichs. Wenn wir den Staub in unseren vier Wänden reduzieren möchten, sollten wir überlegen, ob weniger nicht mehr ist. Bei der Vermeidung von Staub helfen vor allem glatte Oberflächen in Form von Fliesen oder Laminat, obwohl sie nicht so einladend und heimelig wirken, wie ein dicker Teppich. Auch wenn es schwerfällt, der Verzicht auf die genannten Staubfänger hilft dabei, die Entstehung von Staub in unserer Wohnung zu reduzieren.

Drucker, Toaster und Co.: Elektrische Geräte als unsichtbare Staubfänger

Oft ist uns gar nicht bewusst, dass es nicht nur Kleidungsstücke oder textile Gegenstände wie Gardinen oder Teppiche sind, die Staub erzeugen oder ihn auffangen, sondern auch elektrische Geräte. Tatsächlich verursachen auch Fön, Mikrowelle, Toaster oder Laserdrucker kleinste Staubpartikel und verteilen sie in ihrer Umgebung. Der Grad der Staubbildung ist zwar kaum der Rede wert, aber dennoch ist es sinnvoll, wenn wir beim Toasten die Tür zur Küche, die Badezimmertür beim Trocknen der Haare und während eines Druckvorgangs die Bürotür schließen.

Heizkörper sowie Rückseite von Waschmaschine und Kühlschrank: Sammelpunkte für Staub

Wann haben wir uns das letzte Mal unsere Heizkörper angeschaut oder den Kühlschrank von der Wand weggerückt? Das geschieht vermutlich sehr selten und deshalb sind die unsichtbaren Zwischenräume von Heizkörpern oder die Rückseite des Kühlschranks bzw. der Waschmaschine Sammelbecken für Hausstaub. Wenn wir die Wohnung putzen, wischt man vermutlich höchstens die Oberseite sowie die Vorderfront der Heizkörper ab, bückt sich aber nicht, um mit dem Staubtuch auch die Zwischenräume oder die zur Wand gerichtete Seite der Heizung von Staub zu befreien. Die Rückseite unseres Kühlschrankes oder unserer Waschmaschine bekommt vermutlich noch seltener Besuch von einem Staubtuch oder Wischlappen und wenn wir uns dann einmal die Arbeit machen, erschrecken wir, wie viel Staub sich angesammelt hat. Der Sauberkeit und Gesundheit wegen, sollten wir deshalb auch diese unsichtbaren Stellen regelmäßig reinigen.

Türrahmen und Bodenleiste: Beliebte Orte, an denen sich Staub sammelt

Wenn wir uns mit unsichtbaren Staubfängern beschäftigen, müssen wir auch über die Türrahmen unserer Wohnung sprechen. Wenn wir ehrlich sind, geben wir zu, dass wir nicht bei jedem Hausputz auch die über unserem Kopf befindliche Oberseite des Türrahmens mit einem Staubtuch abfahren. Dieser Umstand gibt dem Hausstaub Gelegenheit, sich an einem für das Auge zunächst unsichtbaren Platz zu sammeln. Das gleiche gilt auch für die zahlreichen Steckdosen sowie die Bodenleisten in den einzelnen Räumen. Beim Staubsaugen oder Staubwischen konzentrieren wir uns meistens auf den Boden selbst, nicht aber auf die Oberkante der Bodenleisten. Vor allem die Leistenbereiche, die hinter Möbeln versteckt sind, vergessen wir besonders gerne. Dabei sammelt sich dort jede Menge Staub.

Unsichtbar durch große Höhe: Staub auf Bilderrahmen, Gardinen- und Duschvorhangstangen

Für uns Menschen stehen vor allem Gegenstände im Fokus, die sich auf Höhe unserer Augen befinden und die wir leicht in den Blick nehmen können. Das ist die Chance für Staub, denn ein unsichtbarer Staubfänger ist beispielsweise die hoch angebrachte Gardinenstange oder die Stange für den Duschvorhang. Aufgrund ihrer Position neigen wir leider dazu, sie beim Hausputz zu vergessen oder wollen uns nicht die Mühe machen und eine Leiter aufzustellen. So bleiben solche Stangen über längere Zeit hinweg ungereinigt und der Staub kann sich in aller Ruhe dort oben, wo er für unsere Augen unsichtbar ist, sammeln. Im Übrigen beugt regelmäßiges Putzen auch dem Besuch ungebetener Gäste, wie Spinnen vor.


Adobestock/Jovan

Kunst und Kultur als unsichtbare Staubfänger

Was mysteriös klingt, ist eigentlich ganz einfach. Viele von uns verschönern die Wohnung durch ansprechende Bilder, Statuen oder sonstige Kunstgegenstände. Auch Bücherregale sind in fast jeder Wohnung zu finden. Ein Ort, an dem sich viel Staub ansammelt, ist die Oberseite von Bilderrahmen. Oft vergessen wir den Rahmen auch oben mit dem Staubtuch zu säubern und die Staubschicht wird mit jeder verpassten Gelegenheit dicker. Auch Kunstgegenstände können ein Sammelplatz für Hausstaub sein, weshalb man sowohl Rahmen, als auch figürliche Kunst regelmäßig abstauben sollte.

Ein weiterer Ort, an dem sich unbemerkt Hausstaub absetzt, sind die Oberseiten von Büchern, die in einem Buchregal stehen und darauf warten, dass wir sie lesen. Sehr oft reinigen wir beim Hausputz zwar die sichtbaren Teile des Regals, vergessen aber gerne, dass sich der meiste Staub auf den nebeneinanderstehenden Büchern sammelt. Durch die relativ eng übereinanderliegenden Regalböden sehen wir die sich sammelnde Staubschicht nicht. Nehmen wir dann ein Buch heraus und blasen leicht über die Oberseite, beweist uns eine Staubwolke, dass wir besser regelmäßig ein Staubtuch zur Hand genommen hätten. 

Wertvolle Infos in Wohn- und Lifestyle-Magazinen

Die Pflege der Wohnung gehört im weitesten Sinne zum Thema Lifestyle, denn zu einem angenehmen Lebensstil gehört eine saubere Wohnumgebung. Deshalb geben auch Lifestyle-Magazine für Frauen und Männer immer wieder wertvolle Tipps zum Thema Hausstaub und wie man ihn am effektivsten beseitigt.