Pflanzen gegen Wespen: Welche wirklich helfen

So halten Sie sich die Insekten vom Leib

Frauenhände pflanzen Kräuter in einen Blumenkasten Wespen können echte Plagegeister werden, für Bienen versuchen aber immer mehr Gärtner, spezielle Pflanzen anzubieten. Wespe

Im Sommer sind Wespen echte Plagegeister. Neben den üblichen Mitteln aus der Drogerie können auch Pflanzen gegen Wespen eingesetzt werden. Diese sollten Sie im Garten oder auf dem Balkon haben!

Die besten Pflanzen gegen Wespen für Garten und Balkon

Neben gekauftem Insektenschutz und bekannten Hausmitteln helfen auch Pflanzen gegen Wespen und sogar Hornissen und Mücken. Selbst Ungeziefer können Pflanzen fernhalten. Und das Gute ist: Sie duften auch noch gut. Zumindest für unsere Riecher sind die Blüten eine Wohltat. Wespen hingegen fühlen sich vom Geruch der Pflanzen eher belästigt und suchen im besten Fall das Weite.

  • Lavendel gegen Wespen: Die Insekten können den Duft von Lavendel nicht ausstehen. Von der Wirkung her sind sie genau das richtige Mittel, um die Tiere zu vertreiben. Entweder bepflanzen Sie Ihren Garten oder Balkon mit den hübschen lilafarbenen Pflanzen, die Bienen beispielsweise gern mögen. Oder Sie geben ein paar Tropfen Lavendelöl in eine Schale mit etwas Wasser. Grund dafür sind die darin enthaltenen ätherischen Öle – besonders konzentriert sind diese im echten Lavendel (Lavandula angustifolia) und großer Speik (Lavandula latifolia). Hier finden Sie Lavendel-Pflanzen im 5er-Set >>
     
  • Pflanzen gegen Wespen – Geranien: Ebenso wenig, wie Wespen Lavendel mögen, geht es ihnen auch mit Geranien, auch Pelargonien genannt. Aufgrund des intensiven Geruchs der Blüten sind Pelargonien typische Draußenpflanzen, die in der Pflege relativ anspruchslos sind. Von Pink bis Rot gibt es sie in verschiedenen Farben. Einfach in einen Blumentopf oder -kübel einpflanzen – und fertig. Die zweifarbige Geranie "American White Splash" können Sie hier direkt zum Einpflanzen bestellen>>
     
  • Ringelblume: Sie wirkt unangenehm auf alle Fluginsekten. Achten Sie daher darauf, dass nützliche Tierchen Alternativen bekommen und dass die Pflanze möglichst nur gegen ungebetene Gäste wirkt. Ansonsten ist die Ringelblume wie auch Lavendel und Kräuter ideal, um Wespen im Garten zu vertreiben. Hier gibt es eine Ringelblumen-Mischung als Samen >>

     

  • Kräuter und Gewürze gegen Wespen: Wie in Lavendel stecken auch in Basilikum, Minze, Thymian, Zitronenpelargonie, Zitronenmelisse, Zitronengras (Citronella-Öl) oder Rosmarin und Nelken ätherische Öle. Wespen mögen den Duft nicht und räumen meist das Feld. Rosmarin vertreibt allerdings auch wichtige Insekten wie Bienen, von daher sollte man das Kraut nicht direkt neben Blumen pflanzen. Am besten für Kräuter eine eigene Ecke wählen. Zur Wespenabwehr Töpfe aufs Fensterbrett stellen, damit die ungebetenen Besucher draußen bleiben und bei vielen Fenstern Mückennetze anbringen. Wer keine frischen Kräuter zu Hause hat oder haben mag, kann stets mit den reinen, ätherischen Ölen wie beim Lavendelöl arbeiten. Verwendet in Dampflampen kann man damit sehr gute Ergebnisse erzielen. Die Pflanzen und Kräuter helfen natürlich nicht nur im Haus: Gerade Gewürze kann man im Haus gut verteilen, sodass Insekten vertrieben oder gar nicht erst hineinkommen.
     
  • Knoblauch und Ingwer: Knoblauch in Verbindung mit Zitrone schmeckt uns in mediterranen Gerichten. Den Geruch, den wir anschließend ausdünsten, mögen Wespen nicht. Beim Ingwer eine frische Ingwerknolle in Scheiben schneiden und diese auf Terrasse, Balkon oder in einer Schale auslegen.
     
  • Falsch - Kaffeepulver anzünden - dieses alte Hausmittel soll Wespen höchstens ärgern, eignet sich aber nicht wirklich zur Wespenabwehr.

Manch ein Hobbygärtner hat vielleicht schon überlegt, sich als Pflanze gegen Wespen eine fleischfressende Pflanze anzuschaffen. Diese helfen allerdings kaum, da die Pflanzen immer nur ein Insekt fangen können und häufig mehrere Tage brauchen, um dieses zu verdauen. Als Wespenschutz sind diese Pflanzen ebenfalls fraglich.

Hausmittel gegen Wespen >>>

Hausmittel: Pflanzen gegen Mücken- und Wespenstiche

  • Aloe Vera: Die dickfleischige Pflanze ist in immer mehr Wohnungen zu finden. Nach einem Mückenstich einfach ein Blatt abschneiden und auf den Mückenstich reiben. Auch nach einem Wespenstich kann die Pflanze beruhigend wirken. Aloe Vera werden zudem entzündungshemmende Eigenschaften zugesprochen. Am besten ein frisches Blatt abschneiden und waschen. Im Anschluss das Blatt mit einem Messer anritzen, das Gel aus dem Blatt drücken und auf der betroffenen Stelle verreiben.
     
  • Ringelblume: Die Pflanze hält mit ihrem Geruch nicht nur Mücken im Garten fern. Bei einem Mücken- oder Wespenstich hilft sie auch in Form von Ringelblumensalbe.
     
  • Gänseblümchen: Es ist etwas umständlich, aber die Pflanze hilft gegen Mücken- und Wespenstiche: Sammeln, auspressen und den Saft auf die Stelle träufeln.
     
  • Petersilie: Häufig hat man das Kraut zu Hause – hacken und auf den Stich legen. Die ätherischen Öle lindern das Jucken.
     
  • Spitzwegerich: Mit der Pflanze verhält es sich ähnlich – bei Insektenstichen die Blätter zwischen den Händen zerreiben und den Saft auf den Stich geben.
     
  • Zwiebeln: Die Knolle ist der Spitzenreiter bei Mücken- und Wespenstichen, denn der Schwefel wirkt antibakteriell und abschwellend. Das Gute: Zwiebeln hat man fast immer im Haus. Einfach in der Mitte zerteilen und die Stiche damit einreiben.

Extra-Tipp: Um Insektenstiche zu vermeiden, können Sie aus den erwähnten Kräutern wie Basilikum und Zitronengras sowie Öl einen Hautschutz selbst herstellen. Einfach normales Öl gut aromatisieren (bsp. ganze Stängel ins Öl geben) und dann die freien Stellen wie Arme oder Beine mit dem Gemisch einreiben. Probieren Sie erstmal eine kleine Stelle, denn die Haut kann auf ätherische Öle allergisch reagieren.

Pflanzen gegen Wespen: Weitere Tipps gegen Wespen im Garten

Fallobst sollte schnell weggeräumt werden, denn es lockt ansonsten nervige Plagegeister an. Wenn Sie draußen essen wollen, darauf achten, das Essen erst kurz vorm Verzehr auf den Tisch zu stellen und nachher die Reste schnell wieder aufzuräumen. Auch gilt es, morsches Holz, das noch im Garten liegt, bereits rechtzeitig im Frühling wegzuräumen. Ab April beginnen die Wespen nämlich mit dem Bau ihrer Nester und dafür benötigen sie Holz.

Sie haben ein Wespennest?

Gegen ein ganzes Heer von Wespen werden es auch Pflanzen schwer haben. Auch wenn die meisten Wespen-Arten für uns Menschen ungefährlich sind, so können sie in der Masse Angst machen. Und da wo Kinder spielen, muss man sowieso ganz besonders aufpassen. Sie sollten auf jeden Fall nicht selber Hand anlegen, sondern das Wespennest von Experten entfernen lassen. So etwas gehört in professionelle Hände!
 

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