Ein Strandkorb für den Garten? Darauf sollte man beim Kauf achten

Während des Lockdowns hatten viele Menschen die nötige Zeit, sich über mögliche Projekte für Haus und Garten ausgiebig Gedanken zu machen. Ein Trend zeichnet sich dabei besonders stark ab: Neben dem eigenen Pool schaffen sich immer mehr Menschen einen Strandkorb für den Garten an.
 

Diese Entwicklung überrascht nicht wirklich, ist ein Strandkorb doch der Inbegriff von Entspannung im Freien. Doch wer lange glücklich mit seinem neuen Möbelstück für den Garten sein möchte, sollte beim Kauf ein paar Dinge beachten.

Herkunft des Strandkorbes

In Italien sind es die Strandliegen, an Ost- und Nordsee sind es die Strandkörbe. Sieht man sich das durchschnittliche Wetter in Südeuropa und Norddeutschland an, wird einem auch schnell klar, warum die von drei Seiten geschützten Körbe für den Norden Deutschlands perfekt geeignet sind.
Auch wenn es nicht ganz klar ist, wer nun wirklich den Strandkorb erfunden hat, geht man davon aus, dass es der Hofkorbmachermeister Bartelmann aus Rostock an der Ostsee war, der ihn erstmals entworfen und gebaut hat. Eine seiner Kundinnen litt unter Rheuma und benötigte ein Sitzmöbel für den Strand, das nicht nur gut vor Wind und Wetter schützen konnte, sondern auch bequem war.

Nord- und Ostseestrandkorb

Auch wenn die Strandfotos von Nordsee und Ostsee sich alle ähneln, gibt es tatsächlich Unterschiede zwischen den jeweils bevorzugten Strandkörben. Der Hauptunterschied liegt in ihrer Form:
Während ein Strandkorb mit Ostsee-Feeling geschwungene Formen besitzt, ist das Design der Nordsee-Körbe eher schlicht und gerade. Bei einem Strandkorb für den Garten kommt es deshalb auf den persönlichen Geschmack an und darauf, wie gut sich welche Strandkorbform in den Garten einfügt.

Welche Arten von Strandkörben gibt es?

Grundlegend unterscheidet man bei Strandkörben danach, wie flexibel verstellbar sie sind. Einige Modelle sind nicht verstellbar, andere wiederum kann man in eine halbliegende Position bringen. Besonders beliebt sind die sogenannten Volllieger-Modelle, die eine fast komplett ebene Liegefläche bieten.

Vor- und Nachteile von Volllieger-Strandkörben
Der große Vorteil liegt auf der Hand: Die Stunden im Freien sind in einem Volliger-Modell doppelt so entspannend. Sie eignen sich deshalb perfekt für den Mittagsschlaf am Strand oder im Garten. Durch ein integriertes Lift-System ist das Verstellen auch kein Problem – man bewegt das eigentlich sehr schwere Oberteil des Korbes damit völlig mühelos.
Doch ein Volllieger braucht natürlich auch viel Platz. Wer die Liegefläche aufgrund von Platzmangel nicht nutzen kann, kann auf die teure Technik eigentlich verzichten. Außerdem sollte man beim Kauf eines Volllieger-Korbes unbedingt auf die Hochwertigkeit der verwendeten Materialien und Technik achten: Modelle, die nicht durchdacht verarbeitet sind, können in Liegeposition kippen.

Kaufkriterien 

Ein Strandkorb ist eine Investition, die gut überlegt sein will. Diese Kriterien sollte man beim Kauf deshalb unbedingt beachten:

Material
Je solider, desto langlebiger – die Grundkonstruktion sollte deshalb aus witterungsbeständigem Holz sein. Besonders gut eignen sich dazu Akazie oder Pinie. Bei den Beschlägen sollte man auf verzinkten Stahl setzen. Edelstahl und Aluminium können schnell rosten oder verbiegen. Für das Korbgeflecht ist Polyrattan das Material der Wahl, denn es bleicht nicht aus und ist witterungsbeständig. Die Polster sollten UV-beständig sein.

Ausstattung
Hierbei gilt es auf Gewicht und Funktionalität zu achten. Bis zu 400 kg kann ein Korb wiegen. Auf Tragegriffe sollte man daher nicht verzichten. Wer es richtig bequem mag, sollte außerdem auf die Verstellbarkeit der Rückenlehne und Fußstützen achten.

Untergrund
Der perfekte Untergrund lässt Wasser ablaufen oder versickern. Gras- und Kieselflächen eignen sich daher viel besser als gepflasterte oder betonierte Böden.

Nützliches Zubehör

Ist der Strandkorb gut ausgestattet, braucht es kaum Zubehör. Lediglich auf eine Abdeckplane sollte man nicht verzichten. Diese sollte jedoch atmungsaktiv sein, um Stockflecken zu vermeiden.

Die Pflege des Strandkorbes

Um den Strandkorb zu reinigen, reicht das Abwischen mit einem feuchten Lappen. Dabei sollte man ihn regelmäßig auf Stockflecken untersuchen. Diese kann man am Polyrattan-Dach mit sanftem Kunststoffreiniger entfernen. Polster sind in diesem Fall mit Essigwasser zu reinigen oder gegebenenfalls auszutauschen.
 

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