Erinnerungen in Szene setzen: Wandgestaltung Schritt für Schritt

Die besten Tipps

Erinnerungen kann Ihnen niemand nehmen. Viele von ihnen sind so kostbar, dass wir ihnen nicht nur einen ganz besonderen Platz in unseren Herzen geben, sondern auch in unseren eigenen vier Wänden. Wie Sie Ihre schönsten Erinnerungen am besten in Szene setzen, erfahren Sie hier.

Urlaubssouvenirs

Sand aus der Wüste, einem Baumblatt aus nordischen Wäldern, Muscheln, Steinen, aber auch handgefertigten Souvenirs aus Urlaubsländern können Sie mit einem Setzkasten ein neues Domizil geben. Nicht nur diesen: Selbstverständlich können Sie auch anderen wichtigen Gegenständen Platz in einem Setzkasten geben: Zum Beispiel den Blütenblättern deines Brautstraußes – eingegossen in Kunstharz. 

Den Kasten sollten Sie jedoch nicht in der hintersten Ecke deiner Wohnung an die Wand anbringen. Suchen Sie sich lieber einen exponierteren Standort – erst dann kommen Ihre Souvenirs richtig zur Geltung. Beantworten Sie auch vorher folgende Fragen:

  • Wie viele Objekte möchte ich in Szene setzen?
  • Will ich den Setzkasten lackieren oder lasieren?
  • Wie schwer sind die Stücke, die ich ausstellen möchte?

Haben Sie viele kleine Schätze, die Sie präsentieren möchten, sollten Sie den Setzkasten auch mit entsprechend vielen Fächern ausstatten. Sind es wenige, aber dafür größere Objekte, können Sie sich auf wenige Fächer beschränken. Auch die Wandgröße spielt eine Rolle: Ein kleiner Setzkasten vor viel Fläche kann unter Umständen nicht richtig zur Geltung kommen. Entweder gestalten Sie den Schaukasten entsprechend groß, oder Sie fertigen mehrere Kästen an und hängen sie nebeneinander auf. Wenn Sie das Holz lackieren oder lasieren möchten, machen Sie das am besten vor dem Zusammenleimen.

Besorgen Sie sich ausreichend Holz (gehobeltes Fichten- oder Tannenholz) mit entsprechender Dicke (36 x 15 mm) und eine entsprechend große Platte als Rückwand und Holzleim. Überlegen Sie vorher, wie die Innenaufteilung aussehen soll (gleich große oder verschieden große Kästchen). Skizzieren Sie den Entwurf und messen Sie die unterschiedlichen Längen ab.

 Als Werkzeuge und Hilfsmittel benötigen Sie:

  • Säge
  • Zwinge/Eckspanner
  • Maßband/Zollstock
  • Stift
  • Schleifmittel
  • Aufhängung (Schrauben, Ösen)

Schritt 1: Markieren Sie die Längen der Holzstücke mit dem Stift und säge sie mit einer Stichsäge zurecht.

Schritt 2: Glätten Sie die Kanten mit Schleifpapier.

Schritt 3: Legen Sie die Rückwand zurecht, tragen Sie den Leim auf die Schmalseiten der Holzteile auf und fixieren Sie sie mit Zwingen oder Eckspannern.

Schritt 4: Ist der Leim getrocknet, entfernen Sie die Zwingen, bestreichen Sie den gesamten Rahmen mit Leim und positionieren Sie ihn auf der Rückwand. Fixieren Sie den Rahmen und lassen Sie den Leim wieder trocknen.

Schritt 5: Verfahren Sie genauso nach und nach mit den Holzstücken für die Innenaufteilung.

Wenn Sie den fertigen Kasten an der Wand befestigen, wählen Sie entsprechend starke Schrauben, denn viele Souvenirs, besonders Steine, sind vergleichsweise schwer. Befestigen Sie dann die Ösen mit den Schrauben in der Wand, hängen Sie den Setzkasten auf und befüllen Sie ihn.

Hand- und Fußabdrücke

3D-Gipsabdrücke von Händen und Füßen Ihrer Kinder sind tolle Erinnerungen. Wenn Sie regelmäßig Abdrücke herstellen, können Sie an Ihrer Wand sogar eine kleine Galerie gestalten, die gleichzeitig die Entwicklung eures Nachwuchses dokumentiert. Wenn aus Babys längst schon Teenies geworden sind, hält diese dekorative Idee die Erinnerungen an Baby- oder Kleinkindzeit wach. Einfach an der Wand befestigt, kommen die Abdrücke oft nicht gut zur Geltung. Besser ist es, ihnen einen Rahmen zu verleihen.

Bevor Sie sich ans Werk machen und die Abdrücke an der Wand befestigen, fragen Sie sich zunächst:

  • Wie viele Abdrücke möchte ich aufhängen?
  • Wie viel Platz steht zur Verfügung?
  • Will ich die Rahmen farblich gestalten?

Wenn Sie mehrere Hand-/Fußabdrücke arrangieren möchten, machen Sie sich vorher Gedanken darüber, ob alle Objekte in einem Rahmen Platz finden sollen, oder ob Sie für jeden Abdruck einen Einzelrahmen anfertigen möchten. Wichtig ist auch die Tiefe der Objekte: Wenn die Abdrücke relativ dick sind, wirken schmale, dünne Rahmen eher nicht. Der Rahmen sollte auf alle Fälle etwas tiefer sein als der Abdruck. Den oder die Rahmen können Sie selbst aus Holzleisten zusammenleimen oder, wenn Sie eher auf antike Modelle stehen, auf dem Flohmarkt finden. Haben Sie ein schmales Stück Wand und möchten mehrere Objekte in Einzelrahmen anbringen, empfiehlt es sich, diese untereinander zu positionieren. Bei viel Fläche bietet sich an, die Abdrücke nebeneinander zu platzieren. Für die Anbringung benötigen Sie:

  • einen oder mehrere Rahmen,
  • Bohrmaschine,
  • Wasserwaage,
  • Stift,
  • Heißkleber,
  • Lange Schrauben,
  • Ösen.
     

Schritt 1: Markieren Sie mit Hilfe der Wasserwaage und einem Stift die Aufhängepunkte des Rahmens.

Schritt 2: Jetzt drehen Sie die Schrauben in die markierten Stellen. Die Schrauben müssen so weit aus der Wand ragen, dass der Rahmen sicher aufliegen kann.

Schritt 3: Entscheiden Sie sich, wo der oder die Abdruck/Abdrücke platziert werden sollen. Befestigen Sie mit Heißkleber eine Öse an das Objekt (am Auflagepunkt des Abdrucks zur Wand).

Schritt 4: Hängen Sie den Rahmen auf und platzieren Sie den Abdruck an Ort und Stelle.

Fotos und Bilder

Für Fotos gibt es schier unendliche Möglichkeiten, diese gekonnt in Szene zu setzen. Dabei sollten Sie zunächst folgende Überlegungen anstellen:

  • Handelt es sich um ein Einzelfoto oder um mehrere Motive?
  • Stimmen die Größenproportionen (zur Wand und auch zu den Möbeln)
  • Sind die Wände farbig oder weiß?
  • Sollen die Fotos horizontal oder vertikal aufgehängt werden?
  • Sollen die Motive gleich groß sein oder unterschiedliche Größen aufweisen?

Achten Sie zunächst darauf, Ihre Fotos auf Augenhöhe zu hängen, damit sie eine optimale Wirkung erzielen. Beachten Sie dabei, ob die Bilder stehend oder sitzend wahrgenommen werden sollen. Wenn Sie Ihre Fotos vertikal in gleicher Höhe aufhängen wollen, können Sie auch auf Schrauben und Nägel verzichten, sondern die Motive mit einer Galerieschiene oder Bilderdraht anbringen verwenden. Auch hier haben Sie unterschiedliche Möglichkeiten: Sie können Ihre Fotos einzeln hängen, oder auch mehrere zugleich in Kantenhängung oder Rasterhängung.

Wenn Ihnen vorschwebt, ein großes Foto zentral zu platzieren, bietet sich an, kleinere Motive mit ähnlichem Inhalt an anderer Stelle im Raum aufzuhängen. Beispiel Strand: Am besten ist, Sie suchen sich Ihr Lieblingsmotiv heraus, welches als Solist die Blicke auf sich ziehen soll. Je nach Platzangebot und Geschmack können Sie zum Beispiel ein (oder mehrere) weiteres, deutlich kleineres Foto abziehen lassen, das andere Aspekte desselben Motivs aufgreift (Nahaufnahmen, Muscheln) und die gerahmten Fotos kommunizierend zueinander an die Wand hängen.

Bilderleisten

Bei Bilderleisten hingegen befestigen Sie ein Regal oder ein Brett an der Wand und gestalten dieses mit verschiedenen Motiven. Dabei sollten Sie wieder auf Proportionen achten: An einer langen Wand machen sich kleine kurze Regale nicht besonders gut; es sei denn, Sie hängen mehrere Borde in Reihe auf. Klarheit und Struktur erzeugen Sie, indem Sie gleich große Fotos und gleiche Rahmen nutzen und die Fotos in regelmäßigen Abständen zueinander aufstellen. Sie können das Bord aber auch flexibel gestalten – mit Fotos unterschiedlicher Größen, mit und ohne Rahmen. Sie können auch Fotohalter basteln und in das Regal stellen. Gleichzeitig lassen Sie am besten etwas Platz, um ein paar dekorative Accessoires wie Sand, Muscheln oder getrocknete Blüten hinzuzufügen. Wenn Sie sehr viele Fotos arrangieren möchten, gefällt Ihnen vielleicht ein „geordnetes Chaos“, die Petersburger Hängung: Hier werden viele Motive, ohne einem Achsenverlauf zu folgen, eng nebeneinander platziert, wobei die Struktur kaum eine Rolle spielt. Trotzdem sollten Sie ein paar Gesichtspunkte bedenken, damit Ihre Fotogalerie gut aussieht: Sie sollten zum Beispiel Rahmen des gleichen Stils (Holz, Metall, Antik) nehmen oder bei den Motiven auf ein Thema (Portraits, Naturaufnahmen) achten.

Petersburger Hängung – Schritt für Schritt

Sie benötigen:

  • Wandfarbe, Pinsel und Zubehör,
  • Viele Fotos in unterschiedlichen Größen,
  • Entsprechend viele Rahmen,
  • Nägel, Schrauben,
  • Werkzeug,
  • Abstandshalter,
  • Faden.

Schritt 1: Streichen Sie die betreffende Wand in einer einheitlichen Farbe und lassen Sie sie trocknen.

Schritt 2: Arrangieren Sie die Bilder zunächst auf dem Tisch oder Fußboden und bilden Sie dabei in einer Reihe eine waagerechte Linie, eventuell auch eine senkrechte.

Schritt 3: Die Abstände sollten gleich sein: Überlegen Sie sich deshalb, welchen Abstand die einzelnen Fotos zueinander halten sollen und suchen Sie nach einem passenden Gegenstand als Abstandshalter (Streichholzschachtel, Holzklötze).

Schritt 4: Spannen Sie die Fäden für die waagerechte (und möglicherweise senkrechte), gedachte Linie an der Wand.

Schritt 5: Beginnen Sie mit den Motiven entlang der gedachten Linien und hängen Sie diese in Reihe neben- oder untereinander auf. Arrangieren Sie die restlichen Bilder und achten Sie auf einen gleichen Abstand.