Fit für den Frühling: So holen Sie den Garten aus dem Winterschlaf

Boden lockern, Obstbäume zuschneiden, Nutzpflanzen säen

Mit dem Winterende beginnt die Zeit der Gartenarbeit Gartenmöbel bringen Entspannung und Komfort Im Frühjahr müssen die Obstbäume geschnitten werden Viele Obst- und Gemüsesorten können jetzt gepflanzt werden

Wer sich in den warmen Sommermonaten in einem prächtigen Garten aufhalten möchte, sollte bereits mit dem Frühjahrsbeginn die nötigen Vorkehrungen treffen und den Garten nach und nach aus dem Winterschlaf zurückholen.

Raus aus dem Winterschlaf: Wie Sie den Garten frühlingstauglich machen

Bevor es mit der eigentlichen Gartenarbeit losgehen kann, gibt es noch ein paar Dinge zu erledigen. Zunächst einmal ist zu überprüfen, ob die Gartengeräte noch funktionsfähig sind oder gegebenenfalls ausgetauscht oder repariert werden müssen. Das dient vor allem dazu, Verletzungen bei der Gartenarbeit zu vermeiden. Spaten und Scheren müssen gesäubert, geölt und geschärft werden. Bei motorbetriebenen Maschinen wie dem Rasenmäher oder der elektrischen Heckenschere ist zu prüfen, ob sie einwandfrei funktionieren.

Außerdem sollten Sie schauen, ob Wasserhähne, Schläuche und Dichtungen noch intakt sind. Vor dem ersten Gebrauch ist es ratsam, Anschlüsse und Leitungen nach der langen Winterzeit erst einmal durchzuspülen, um mögliche Keime zu entfernen und zu testen, ob Frost oder Rostbefall für Schäden gesorgt haben.

Werfen Sie auch einen Blick auf die Vogelhäuser und Nistkästen in Ihrem Garten. Je nach Zustand müssen sie repariert oder erneuert werden. Im Mai steht die Reinigung des Teiches an, dann kann auch die Pumpe wieder angeschlossen werden. Auf diese Weise erwacht Ihr Garten Schritt für Schritt wieder zum Leben und ist bereit für den Frühling.

Die Gartenmöbel: Für mehr Komfort und Entspannung im eigenen Garten 

Was in einem gemütlichen Garten nicht fehlen darf, sind die richtigen Gartenmöbel, mit denen man die Zeit nach getaner Arbeit im eigenen Grün genießen und sich entspannen kann. Ganz wichtig sind bequeme Sitzmöbel mit passendem Tisch, sodass Sie das Sonntagsfrühstück an warme Tagen draußen genießen können. Aber auch für sommerliche Grillabende mit Freunden und Gartenparties dürfen Sitzgelegenheiten nicht fehlen.

Besonders viel Komfort und Entspannung bietet eine Liege, auf der Sie es sich an sonnigen Tagen gutgehen lassen. Doch Vorsicht vor zu viel Sonnenlicht auf der Haut! Wer sich zu lange in der warmen Sonne bräunt, riskiert einen Sonnenbrand. Ganz besonders im Frühling, weil die Haut nach dem Winter noch empfindlicher ist. Ein Sonnenschirm hält die gefährlichen UV-Strahlen ab und spendet wertvollen Schatten.

Doch so ein Sonnenschirm hat noch mehr Vorzüge, als nur den Aufenthalt in der Sonne zu verlängern. Er schützt auch vor der Hitze im Sommer und dient als trockenes Plätzchen, wenn ein Regenschauer das Entspannen im Garten zu stören droht. So muss man nicht zwingend nach drinnen flüchten, sobald die ersten Tropfen fallen. Außerdem ist ein Sonnenschirm immer auch ein optisches Highlight und rundet das Gesamtbild der Gartenmöblierung ab. 

Gartenarbeit: Diese Pflege brauchen Ihre Pflanzen jetzt

Wann genau mit der Gartenarbeit begonnen werden kann, hängt vom Wetter ab. Ein gutes Indiz: ist der Boden trocken, sodass keine Erde mehr an den Gartengeräten hängen bleibt, kann es mit den Gartenarbeiten losgehen.

Das oberste Gebot für einen Gärtner in Bezug auf die Gartenarbeit im Frühling ist es, den Boden auf die kommende Saison vorzubereiten. Im Winter sind Mulch und Laub der perfekte Schutz vor Bodenfrost. Nach dem Ende der Frostnächte sollten Sie den Gartenboden aber davon befreien. Aber nicht wegwerfen! Klein gehäckselt, sind Mulch und Laub ein toller natürlicher Dünger. Der Boden sollte vor der weiteren Bearbeitung gelockert werden.

Ende März/Anfang April erfolgt der erste Rasenschnitt. Der richtige Zeitpunkt ist dann, sobald der Rasen sichtbar wächst und eine Höhe von mindestens fünf Zentimetern erreicht hat. Im nächsten Schritt wird der Rasen gesät, gegebenenfalls müssen Sie die Grünfläche kalken bzw. eine stickstoffbetonte Düngung vornehmen.

Im Frühjahr müssen die Beete abgeräumt werden, das bedeutet: die letzten Stängel sowie das erste Unkraut und die Laubschicht auf dem Boden werden entfernt, damit die neuen Triebe gut wachsen können und nicht faulen.

Noch ehe die Obstbäume Blätter austreiben, sollten sie zurückgeschnitten werden. Außerdem sind die Rosen, Sträucher und Hecken zu schneiden. Der beste Zeitpunkt dafür ist, sobald die Forsythien blühen. Die Pflanzen, vor allem die Hecken und Stauden, müssen jetzt im Frühjahr gedüngt und zu groß gewordenen Stauden geteilt werden, damit alles prächtig wachsen kann.

Pflanzen und säen: Was im Frühling ansteht

Jetzt ist auch die richtige Zeit, um die ersten Obst- und Gemüsesorten anzupflanzen. Denn je früher die Pflanzen in der Erde sind, desto mehr Zeit haben sie, bis zur Blüte kräftig zu wachsen. Im zeitigen Frühjahr können Obstbäume wie Apfel und Kirsche sowie Sträucher wie die Brombeere gepflanzt werden. Auch Knollenpflanzen wie Dahlien können Sie nun in die Erde stecken.

Außerdem ist jetzt die Zeit, um Gemüsesorten wie Möhren, Kresse, Blattsalate, Spinat und Radieschen zu säen. Im April kommen weitere Pflanzensorten dazu, darunter Erdbeeren, Kartoffeln, Spinat, Brokkoli, Auberginen, Paprika, Spargel, Kohl und Porree.

Kräuter können jetzt im Frühling auch schon gesetzt werden. Besonders gut wirken sie in einer Kräuterschnecke oder in einem Kräuterregal. Pflanzen, die im Haus oder auf der Fensterbank vorgezogen wurden, können Sie nach den Eisheiligen Anfang Mai in den Garten umsetzen. 

Wichtige Tipps für die Gartenarbeit: Das sollten Sie wissen

Sobald sich der lange Winter allmählich verabschiedet, juckt es Hobbygärtnern sofort in den Fingern, sich wieder ausgiebig den Pflanzen in ihrem Garten zu widmen. Allerdings sollten Sie nicht übereifrig ans Werk gehen. Schließlich hat das Jahr sozusagen gerade erst begonnen und es bleibt noch viel Zeit zum Jäten, Säen und Umgraben.

Manche Gartenarbeit sollte auch nicht zu früh gemacht werden, weil vor allem zu Beginn des Frühlings der Frost gerne mal zurückkehrt. Daher sollte der Rückschnitt der Gräser erst etwa im März nach dem letzten Frost erfolgen. Bäume sollten auf keinen Fall bei Frost ausgelichtet werden.

Zu beachten ist auch, dass ab März Vogelschutzzeit herrscht und daher zu dieser Zeit die Bäume nicht mehr gefällt oder gerodet werden dürfen, um die Nistarbeiten der Vögel nicht zu stören. Auch Hecken schneiden ist dann tabu. An warmen Tagen dürfen die Kübelpflanzen wieder aus ihrem Winterquartier nach draußen Wandern, sollten in kalten Nächten sicherheitshalber aber wieder nach drinnen gebracht werden.