Für den Winter mit einem schönen Kamin bereit sein

Wohlige Wärme

26. November 2020

Die Tage werden merklich kürzer und da möchte man es sich am liebsten zu Hause schön kuschelig machen. Der Einbau eines Kamins oder eines geschlossenen Holzofens ist dabei aber in geschlossenen Räumen nicht so leicht, denn jede Feuerstelle im Haus benötigt einen fachmännisch gefertigten Rauchabzug, der regelmäßig gereinigt und auf eventuelle Schäden überprüft werden muss. Viel einfacher ist es, auf der Terrasse oder im Garten einen Kamin aufzustellen, der bis tief in die Nacht für eine wohlige Wärme sorgt. Wenn mit offenem Feuer geheizt werden soll, ist es immer wichtig, für ausreichend Frischluftzufuhr zu sorgen. In einem verglasten Wintergarten mag ein offener Kamin zwar ansehnlich aussehen und eine viel angenehmere Wärme spenden als die Zentral- oder Gasheizung, jedoch besteht bei offenem Feuer stets die Gefahr, zu ersticken.

Kamin im Freien selbst bauen

Ähnlich wie ein Grillplatz im Garten benötigt der Kamin im Freien einen absolut feuerfesten Untergrund. Dicke Steinplatten sind dafür sehr gut geeignet. Werden dünne Gehwegplatten aus hochwertigen Steinen verlegt, kann es sein, dass diese bei massiver Wärmeeinwirkung brechen oder springen. Es ist nicht verkehrt, zur eigenen Sicherheit einen Feuerlöscher in der Nähe aufzubewahren. Im Winter sollte dieser aber im Haus gelagert werden, auch zu heiße Temperaturen bei direkter Sonneneinstrahlung können einen Feuerlöscher beschädigen und für den Ernstfall unbrauchbar machen. Am einfachsten ist es, einen Fertigkamin für den Garten zu kaufen. Beim Eigenbau sollte unbedingt fachmännisch gearbeitet werden, alle Materialien müssen absolut brennsicher sein. Auch die Materialien zum Verfügen müssen für hohe Temperaturen geeignet sein. Andernfalls kann es passieren, dass der Kamin nach einigen Stunden Brenndauer auseinanderbricht.

Einen Kamin in Innenräumen aufbauen

Der Kamin wird, wie jede andere Heizung im Haus, mit dem Abzug des Schornsteins verbunden. Dafür ist es in den meisten Fällen nötig, die Wand aufzustemmen und einen Hohlraum freizulegen, der groß genug ist, um einen ordentlichen Luftaustausch zu gewährleisten. Damit man bei diesen umfangreichen Bauarbeiten zu Hause nicht aus Versehen eine tragende Wand erwischt oder aber eine Wand dort aufstemmt, wo Wasser- oder Stromleitungen verlegt sind, sollte für den Kaminbau am besten eine fachkundige Handwerksfirma beauftragt werden. Über den neuartigen Vermittlungsservice der Gelben Seiten ist das ganz leicht möglich, vor allem ist dieser Online-Service aber für Verbraucher kostenfrei. Ein weiterer Vorteil, wenn eine Fachfirma mit dem Kaminbau beauftragt wird, ist die gesetzliche Gewährleistung auf die Handwerksarbeiten. Diese muss vertraglich geregelt werden und gilt dann über mehrere Jahre. Geht der Kamin also ein Jahr nach der Fertigstellung kaputt, und ist dies darauf zurückzuführen, dass nicht sachgemäß oder aber mit minderwertigen Baumaterialien gearbeitet wurde, kann die Fachfirma kostenfrei dazu verpflichtet werden, einen funktionalen Zustand des Kamins wiederherzustellen.

Kamin-Alternative ohne Sanierung: Der Elektrokamin

Es gibt mittlerweile eine große Auswahl an elektrischen Kaminen in ganz verschiedenen Größen. Diese werden einfach über die Steckdose betrieben und simulieren ein echtes Feuer. Die Temperatur lässt sich bei einem Elektrokamin stufenlos regeln, was bei einem konventionellen Kamin nicht so leicht möglich ist. Ein elektrischer Kamin kann auch im Wintergarten oder in Hausnähe auf der überdachten Terrasse betrieben werden. Die meisten Modelle sind jedoch nicht dafür ausgelegt, ständig im Freien zu stehen. Witterungseinflüsse von Regen, Sturm und Schnee würden diese Art Kamin dann schnell beschädigen. Anders als Feuerstellen im Haus muss ein Elektrokamin nicht gewartet werden, zumindest fällt er nicht unter die rechtlichen Bestimmungen der obligatorischen Feuerstättenschau. Die Lebensdauer ist recht lang, vor allem, weil ein Elektrokamin in der Regel nicht als alleinige Wärmequelle in einem Raum betrieben wird und vornehmlich einer gehobenen Optik dient.

Welche Kaminart ist die richtige für mich?

Für jeden Einsatzzweck gibt es unterschiedliche Kamine, die im Freien oder in geschlossenen Räumen genutzt werden können. Ein Elektrokamin spendet zwar eine nicht so natürliche Wärme wie ein konventioneller offener Kamin, dafür werden bei dieser Art Ofen keine Baumaßnahmen fällig, es müssen keine Abzugsrohre verlegt werden und auch sonst ist ein elektrischer Kamin einfach in der Wartung. Ein offener Kamin mit Abzug sollte unbedingt ausschließlich mit ausreichend lange getrocknetem Holz befeuert werden, da es sonst leicht zu Funkenflug aus dem Schornstein kommen kann. Gerade in Trockenperiode kann dies für das eigene Grundstück sowie die angrenzenden Nachbargrundstücke gefährlich werden und zur erhöhten Brandgefahr beitragen.

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