Die besten Grillideen für das perfekte BBQ

Tipps für Grillspaß mit den Nachbarn

Welche Kohle nehme ich zum Grillen, wie grille ich das perfekte Steak und wie wird es richtig Stimmungsvoll mit den Nachbarn? Mit unseren Grillideen und Tipps wird das Barbecue garantiert zum Vergnügen. Und natürlich servieren wir leckere Grillrezepte sowie herrlich frische Sommerkuchen. Viel Spaß!

Noch jemand ’ne Wurst? Oder darf es etwas Ausgefalleneres sein? Egal, ob Fleisch-Fan oder Veganer, beim Grillen ist heutzutage zum Glück für jeden etwas dabei. So steht unserer liebsten Sommer-Beschäftigung nichts mehr im Weg. Fehlen nur noch unsere Grillideen und -tipps. Wir wünschen schon mal: Guten Appetit!

Die besten Grillideen für ein perfektes Barbecue

1. Die Vorbereitung

Ein paar Tage vorher sollten Sie schon mal prüfen, ob Sie genug Holzkohle oder Gas haben. Ebenso 1-2 Tage vorher Eiswürfel vorbereiten. Am Vorabend am besten schon Getränke kalt stellen. Und auch ein Kartoffel- oder Nudelsalat lässt sich super einen Tag vorher vorbereiten, so können sie auch noch gut durchziehen. Auch als Gastgeber müssen Sie nicht die ganze Arbeit alleine machen: Fragen Sie ihre Freunde, ob Sie einen Salat mitbringen können. Bei den Portionen gilt: Je mehr aufgetischt wird, desto kleiner können die Mengen sein. Portionieren Sie so, dass von allem probiert werden kann. Beispiel: Servieren Sie keinen ganzen Fisch, sondern je nach Größe einen halben. Tipp: Im Gegensatz zu Fleisch schmeckt durchgegrillter Fisch am nächsten Tag nicht mehr. Fragen Sie also vorher, wer noch einen Nachschlag möchte. Ansonsten den Fisch zurück in den Kühlschrank geben und am nächsten Tag den Rest essen.

2. Auf die Qualität kommt's an

Fleisch ist Vertrauenssache. Suchen Sie sich, wenn möglich, einen Metzger in Ihrer Region, dem das Tierwohl am Herzen liegt. Mariniertes Fleisch hat oft keine gute Qualität: Besser selber würzen! Den Pfeffer immer erst nach dem Grillen übers Gargut mahlen. Er verbrennt sonst und wird bitter.

3. Marinade: Weniger ist mehr

Marinade verbrennt ganz leicht und verdirbt das Geschmackserlebnis. Viel besser: das Grillgut vor dem Starten vorsichtig abtupfen. Auch das Beträufeln mit Bier macht Würstchen & Co. nicht schmackhafter. Das Fleisch nimmt keinen Tropfen davon auf. Man wirbelt so höchstens Asche auf, die am Essen pappt. Bier also lieber trinken.

4. Holzkohle oder Gasgrill?

Und echte Männer wollen Feuer sehen. Schon klar! In Wahrheit aber wirkt sich die Hitzequelle in keinster Weise auf das Aroma aus. Holzkohle besteht aus Kohlen- stoff und ist geschmacksneutral, so lange nichts hineintropft. Feuer frei für den Gasgrill also!

5. Mit dem Elektrogrill ist’s gesünder

Stimmt leider nicht. Man sieht zwar keine offene Flamme, aber wenn Fett auf die Heizstäbe tropft, entstehen dieselben gesundheitsschädlichen Stoffe wie bei einem Gas- oder Holzkohlegrill.

6. Die ideale Kohle

Grillbriketts entwickeln eine gleichmäßige Hitze und halten diese auch lange – ideal fürs „normale“, gesellige Grillen. Stückige Holzkohle brennt viel heißer und kürzer und eignet sich deshalb fürs schnelle und starke Grillen. Die große Hitze kann einen Kugelgrill allerdings beschädigen. Die Kohle immer so weit durchglühen lassen, bis sich auf ihr ein weißer Aschebelag gebildet hat. Angegrillt werden die Lebensmittel dann mit Hitze in der Mitte vom Rost, sanft gegart werden sie am Rand.

7. Auf Sicherheit achten

Den Grill immer windgeschützt aufstellen und niemals Spiritus als Anzündhilfe benutzen. Flüssigkeiten wie Fleischsaft oder Fett sollten beim Grillen mit Holzkohle nicht auf die Glut kommen, sonst bildet sich gesundheitsschädlicher Rauch. Damit kleinere Fleischstücke und Gemüse nicht durch den Rost fallen, am besten kleine Behälter aus Edelstahl, Gusseisen oder Keramik nutzen. Schwarze Stellen am Grillgut aus gesundheitlichen Gründen nicht mitessen – Krebsrisiko!

8. Grill gut vorher aus dem Kühlschrank nehmen

Vom Kühlschrank direkt auf den Grill? Auf keinen Fall! Dadurch sinkt nämlich die Temperatur des Grillrosts. Das macht das Fleisch zäh und trocken. Das Grillgut sollte man eine Stunde vorher aus dem Kühlschrank nehmen.

9. Wartezeit überbrücken

Apropos Timing: Da es nun mal ein wenig dauert, bis das Fleisch gegrillt ist, ist eine kleine Vorspeise super, um den ersten Hunger zu stillen. So werden die Gäste bei Laune gehalten und es kommt keine Ungeduld auf (auch ganz wichtig für den Grillmeister!). Aber Achtung: Die Vorspeise sollte absichtlich klein gehalten werden – schließlich sollen wir uns daran nicht sattessen.

10. Ist fettarmes Fleisch besser?

Für Geflügelfleisch mag das stimmen, für Schwein und Rind nicht. Ein höherer Fettanteil sorgt dafür, dass der Geschmack intensiver ist und das Fleisch nicht austrocknet. Auch fettreicher Fisch, etwa Lachs, ist toll zum Grillen.

11. Das perfekte Steak

Wer es medium mag: Bei direkter Hitze kurz scharf anbraten, bis sich die Poren verschließen und es leicht Farbe bekommt. Wenden und die andere Seite anbraten. Dann beide Seiten rund fünf Minuten bei indirekter Hitze am Rand des Rostes grillen. Das Steak in Alufolie wickeln, drei Minuten an den Rand des Grillrostes legen. Wer es lieber blutiger mag, verkürzt die Grillzeit entsprechend.

12. Fleisch richtig wenden

Hin und her und noch mal rum? Das ständige Wenden ist keine gute Idee, denn so wird jedes Mal der Garvorgang unterbrochen. Das macht das Fleisch ganz bestimmt nicht besser. Also: In der Ruhe liegt die Kraft – und der gute Geschmack. Profis sind sich außerdem einig: Die Gabel hat am Grill nichts zu suchen. Denn durch den Piks treten Fleischsaft und Fett aus. So wird selbst feinstes Steak im Nu zu trocken. Besser eine Zange benutzen – sie ist Garant für perfekte Konsistenz und richtig guten Geschmack.

13. Richtig aufgespießt

Holzspieße vor dem Gebrauch etwa eine halbe Stunde in Wasser einweichen, dann verkohlen sie nicht. Wer zarte Fischstücke aufspießen möchte, verwendet am besten zwei Spieße und steckt diese über Kreuz in das Filet. Das sorgt für mehr Stabilität. Für einen ganzen Fisch auf dem Grill ist eine Holzplanke ideal, sie verleiht ein schön rauchiges Aroma. 

14. Frisch vom Grill ist es am leckersten?

Für Fisch und Gemüse stimmt das – für Fleisch nicht. Gerade Steaks sollten noch kurze Zeit ruhen, wenn sie vom Rost kommen. Dann verteilt sich der Fleischsaft besser, und sie werden zarter. Mit einem Tuch abdecken.

15. Gemüse nicht in der Alu-Schale grillen

Durch Salz und Säure kann sich das Aluminium lösen und in die Lebensmittel übergehen. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung kann das Aluminium das Nervensystem schädigen. Besser Edelstahl oder Emaille nutzen. Hinweis: Angebranntes Gemüse ist genauso krebserregend wie zu dunkles Fleisch – das macht keinen Unterschied. Achten Sie daher darauf, Gemüse in den vorgeschlagenen Gefäßen zu grillen, weil es direkt über dem Grill zu schnell verbrennt.

16. Pizza grillen

Auf den Grill kann neben Fleisch und Würsten natürlich auch Gemüse oder Grillkäse. Aber wer mal etwas ganz anderes probieren möchte, kann bei seiner nächsten Gartenparty Pizza auf dem Grill garen. Sie schmeckt jedem und kann unkompliziert auch für Veganer oder Vegetarier zubereitet werden. Dafür brauchen Sie lediglich zwei Dinge: Einen Pizzastein, auf dem die Pizza backen kann sowie einen geschlossenen Grill (zum Beispiel einen Kugelgrill). Um eine perfekt gegarte Pizza zu bekommen, muss diese nämlich bei sehr heißen Temperaturen gegart werden (300 bis 400 Grad). Wichtig ist hier auch das ausreichende „Vorheizen“ des Grills.

17. Käse grillen ohne Alufolie

Wer beim Grillen von Feta und Co. nicht auf Alufolie zurückgreifen möchte, um die Umwelt zu schonen, kann es mal mit Gemüseblättern versuchen und den Käse darin einwickeln. Es gibt beispielsweise Kohl-, Mangold- oder Weinblätter, die man verwenden kann. Vor dem Grillen sollten Sie die Blätter mit Öl bepinseln, damit diese nicht mehr so hitzeempfindlich sind.

18. Kalorienarm Grillen

Grillen muss nicht immer kalorienreich sein. Gemüse- oder Obstspieße haben wenig Kalorien und schmecken super lecker vom Grill. Außerdem statt Würstchen oder Nackensteaks einfach mageres Fleisch, wie Hähnchen- oder Putenfleisch, auf den Rost legen. Auch Fisch ist immer kalorienärmer als fettiges Grillfleisch. Statt der Kalorienbombe Mayonaise im Salat, besser ein Dressing aus Essig und Öl hinzugeben.
Tipp: Soßen lieber selbst anrühren und keine Fertigprodukte verwenden, denn darin verstecken sich häufig Zucker oder Fett. Beim Selbermachen wissen Sie genau, was drin ist.

>> Gegrillte Ananas, Melone und Pfirsich
>> Vegetarisch Grillen

19. Gesellig beisammen sein

In anderen Ländern bedeutet Grillen nicht nur Essen, sondern vor allem geselliges Beisammen sein, wo man mit Freunden zusammen kommt, sich Geschichten erzählt und das Leben genießt. Damit auch Ihr Grill-Fest vergnüglich wird, bereiten Sie einen schönen Tisch vor, stellen Sie kleine Lichter oder Fackeln auf, drehen Sie die Musik sanft auf und das heißt es Grill anschmeißen!

20. Clever reinigen

Noch heißen Edelstahl mit einer Messingbürste abbürsten. Ist er schon kalt, in Zeitung einwickeln, diese einweichen und die aufgeweichten Verkrustungen mit Schwamm und Spülmittel gründlich abwischen.

21. Ran an den Grill: leckere Grillrezepte

Fisch & Fleisch

Edle Fischspieße mit Kartoffelsalat
Würstchenspieße an Kartoffelsalat
Hähnchenoberkeule mit Avocado und Limetten-Pinienkernpesto
Mehr leckere Rezepte!

Beilagen zum Grillen und Salate

Mediterraner Bulgursalat mit getrockneten Tomaten
Greek-Style Bowl mit Hähnchenbrust, Oliven und Feta
Kohlenhydrat- und fettarm: Gemüsechips-Rezepte ohne Frittieren

Soßen, Dipps und Marinaden

Soßen-Klassiker selbst gemacht
Senf-Marinade (zum Schaschlik)
Rhabarber-Chutney (zum Huhn)
Kräuterquark (zur Ofenkartoffel oder Geschnetzeltem)
Rote Bohnen Dip und Kichererbsen Hummus (zu Chicken Wings)
Guacamole (zu Tortilla Chips)

22. Köstliche Nachtische vom Grill

Wer nach all den herzhaften Speisen Lust auf etwas Süßes hat, für den haben wir hier ein paar leckere Inspirationen. Obst eignet besonders gut zum Grillen. Schneiden Sie ein paar Früchte klein, geben etwas Limetten- oder Zitronensaft darüber und packen alles zusammen in einen Grillkorb. Gut geeignet fürs Grillen sind zum Beispiel Ananas, Erdbeeren, Bananen, Äpfel, Birnen und Mangos. Wer es etwas gehaltvoller mag, der serviert das fertig gegrillte Obst mit Schlagsahne oder Schoko-Sauce.

Was es beim Grillen der Früchte zu beachten gilt:
- Bananen am besten erst vom Grill herunternehmen, wenn sie aufplatzen. Das ist der perfekte Zeitpunkt.
- Erdbeeren dürfen auf keinen Fall zu starker Hitze ausgesetzt werden. 
- Birnen einfach in zwei Hälften schneiden und kurz mit der Innenseite direkt auf den Grillrost legen. Zuvor das Kerngehäuse entfernen. So nimmt das Fruchtfleisch ein leckeres Aroma an.
- Mangos vom Grill bekommen ein tolles Raucharoma. Nehmen Sie die Früchte vom Rost, wenn das Fruchtflesich außen schon ein wenig kross ist.

Übrigens, wer keine Lust auf Grill-Obst hat, kann auch ganz klassisch Marshmallows grillen. Crêpes oder Pancakes machen sich ebenso gut auf dem Rost.

Auch lecker: Frische Sommer-Kuchen:
Rhabarber-Tarte mit Vanilleduft & Himbeeren
Erdbeer-Käsekuchen ohne Boden
Blueberry Muffins mit Mandelstreuseln
Mehr leckere Backrezepte!

Datum: 02.07.2020
Autor: Lena Radke