Rüsten Sie um! – Schritt für Schritt zum barrierefreien Zuhause

Mit dem Alter kommen zahlreiche Beschwerden, die sich in Bewegungsschwierigkeiten ausdrücken können. Wenn Sie zum Gehen einen Rollator benötigen, ist es wichtig, dass dies ebenso in Ihrer Wohnung möglich ist. Gleiches gilt, wenn Sie auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Dieser bringt gewisse Abmessungen mit sich. Der Umbau des eigenen Hauses oder der eigenen Wohnung zu einem barrierefreien Ort ist daher von äußerstem Vorteil. Nicht immer muss die gesamte Einrichtung getauscht werden. Vielmehr können bereits bestehende Bestandteile von einem Fachmann optimiert werden. 

Schritte in die Barrierefreiheit 

Zunächst sollten Sie einfachste Schritte befolgen, um die eigenen vier Wände an die neuen Bedürfnisse anzupassen. Erst im zweiten Schritt sollten dann die detaillierten Optimierungen der Einrichtungsgegenstände vorgenommen werden. 

Platz schaffen – Platz nutzen 

Wichtig ist, dass Sie Platz haben, sich zu bewegen. Ob mit einer Gehhilfe, einem Rollstuhl oder einem anderen Hilfsmittel. Daher sollte in jedem Raum eine große Freifläche erschaffen werden. Trennen Sie sich, auch wenn es schwerfällt, von alten Möbeln und Einrichtungsgegenständen, die Sie nicht mehr benötigen. Schaffen Sie radikal Platz! Diese geschaffene Freifläche sollte absolut sicher sein. Wenn Sie gehen können, ist es wichtig, dass Sie immer optimalen Halt am Boden finden. Daher empfiehlt es sich einen Bodenbelag zu wählen, welcher rutschfest ist. 

All diejenigen Einrichtungsgegenstände, welche im Raum zurück bleiben sollten an den Rand des Raumes geschobene werden. Sorgen Sie dafür, dass es keine Stolperfallen oder Hürden mehr im Raum gibt. Ebenso muss jedes Möbelstück gut zugänglich sein. Stellen Sie daher nicht verschiedene Teile voreinander, oder knapp nebeneinander. 

Treppen sind kein Hindernis mehr 

Die größte Sorge Betroffener sind meist die Treppenstufen. Wer in einem Haus mit mehreren Etagen wohnt, wird sich sicherlich nicht auf eine einzige Etage als Lebensmittelpunkt fokussieren wollen. Daher sollten auch Treppen optimiert werden. Handläufe sind der erste Schritt, um die Sicherheit auf Treppenstufen zu gewähren. So können Sie sich einfach festgehalten, während Sie die Stufen hinaufgehen. Zudem ist ein leichtes Hinaufziehen möglich, was eine Erleichterung darstellt. Sollte das Gehen nicht mehr möglich sein, empfiehlt sich ein Treppenlift. Diese gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen. Ob Kurvenläufe oder gerade Strecken - die Lifte überwinden fast jedes Hindernis. 

Umrüsten der Einrichtung: Am Beispiel der Dusche 

Einrichtungsgegenstände aller Art lassen sich an die neuen Bedürfnisse anpassen. In der Küche können Theken unterfahrbar gestaltet, der Wasserhahn mit einem längeren Schlauch versehen oder das Bett frei zugänglich aufgelegt werden. Am Beispiel der Dusche kann klar gemacht werden, wie schnell und unkompliziert Ihnen Experten dabei helfen können, die eigenen vier Wände vollkommen barrierefrei zu machen. 

Mit Fachwissen und Können wird die Wanne zur Dusche. Hierzu nimmt der Experte die Abmessungen Ihrer Dusche. Im Folgenden wird aus der Dusche eine flache Ebene, welche das einfache Einfahren mit dem Rollstuhl in eine Duschkabine ermöglicht. Das Mauerwerk der Dusche wird hierzu entfernt. Lediglich bestimmte Rohre, Fliesen an der Decke und der Wand bleiben bestehen. 

Optimal ist es, wenn sie sich gewisse Haltegriffe oder Sitzflächen in den neuen Duschraum integrieren lassen. Diese bieten Ihnen eine Entlastung sowie eine erhöhte Sicherheit beim Duschen.