Windschutz für einen entspannten Herbst im eigenen Garten

So bleibt der Wind draußen

05. Oktober 2020

Der Herbst bringt neben kühleren Temperaturen und buntem Laub windige Wetterlagen mit sich. Höchste Zeit also, um die liebgewonnene Grünfläche an das veränderte Wetter anzupassen. Allem voran steht ein effektiver Windschutz, der selbst starken Böen standhalten kann. Hierbei kommen unterschiedliche Möglichkeiten in Betracht, die wir im nachfolgenden Artikel ausführlich vorstellen. 

Pflanzen als grüner Sicht- und Windschutz

Ein Windschutz dient dazu, Möbel und Pflanzen auf der Terrasse und im Garten bei starken Luftbewegungen zuverlässig abzusichern. Einige Hecken und Sträucher können aufgrund ihrer Beschaffenheit und Größe effektiv als Windschutz dienen: 

  • Zu den dichten Hecken, die sich eignen, zählen Hainbuchen, Liguster und Buchsbäume. Hainbuchen werfen ihr Laub erst im Frühjahr ab. Der Liguster bringt als immergrünes Gewächs von Haus aus ein dichtes Blattwerk mit. Ebenso der kleinwüchsige Buchsbaum, der auf niedriger Höhe vor Windböen schützt. In Gegenden entlang der Küste sind sehr windfeste Hecken wie Weißdorn und Ahorn vorteilhaft. 
  • Wer keine Hecken pflanzen möchte, kann sich auch mit Sträuchern bei ankommendem Wind behelfen. Neben Zwergsträuchern sind mittelgroße Sträucher und kleine Bäume zu nennen. 
  • Gräser und Schilfe halten windige Luftzüge auf. Insbesondere kleinere Ziergräser wie Pfeiffengras oder Blauschwingel finden auf jeder Terrasse Platz. Größere Sorten wie das bis zu zwei Meter hohe Pampas-Gras sehen in Blumenbeeten hervorragend aus.

Im eigenen Garten eignen sich Pflanzen als Windschutz prinzipiell besser als Mauern oder Zäune. Je dichter die Gewächse sind, desto umfassender schützen sie. Im Gegensatz zu starren Mauern sind Pflanzen flexibel und beweglich, sodass sie selbst stärkeren Winden trotzen. Balkone profitieren im Herbst von kleineren, kompakten und leicht verschiebbaren Kletter- und Kübelpflanzen. 

Ausziehbare Markisen halten den Wind zuverlässig fern

Eine weitere Möglichkeit, um die eigenen Gartenmöbel im Herbst sicher gegen den Wind auszurüsten, sind langlebige Markisen. Davon gibt es unterschiedliche Arten, wobei Seitenmarkisen besonders für Sitzbereiche zu empfehlen sind. Als eine Art Seitenwand lässt sich eine angebrachte Seitenmarkise bedarfsweise einfach horizontal ausziehen. Aus wasserabweisen und robusten Stoffen beschaffen, bieten diese langlebigen Markisen im Haus- und Gartenbereich effektiven Wind- und Sichtschutz.

Ein großer Vorteil ist die damit verbundene flexible Handhabung: Gartenbesitzer können die Markisen schnell ausziehen und bei Nicht-Gebrauch platzsparend verstauen. Auch in optischer Hinsicht verleiht eine farblich passende Markise einem Garten das besondere Etwas. Was den Preis betrifft, müssen Markisen gar nicht teuer sein: Gute und qualitativ hochwertige Modelle sind in standardisierten Formaten oftmals für unter 100 Euro erhältlich. Schlussendlich hängt der Preis mit dem verwendeten Material zusammen. Aluminium ist als leichter und wetterfester Soff nicht nur preisgünstig, sondern auch optisch ansprechend. Andere Seitenwände bringen mit thermoplastischen Kunststoffen hervorragende wärmespeichernde Eigenschaften für die kalte Jahreszeit mit. 

Das Markisentuch selbst sollte elastisch und reißfest beschaffen sein. Polyacryl wird als widerstandsfähiges und lichtfestes Material hierbei oft verwendet. Wer auf breite Markisen Wert legt, für den könnte Polyester eine Alternative sein. Für den Winter, der Sturm und Schnee mit sich bringt, bewährt sich wasserdichtes und schmutzabweisendes PVC. 

Neben dem Material kommt häufig die Frage nach der richtigen Höhe auf. Abhängig von den eigenen Bedürfnissen bedarf es einer zwischen 160 und 200 Zentimeter hohen Markise. Niedrige Markisen reichen einem Menschen bis knapp über die Schultern, sodass sie den Terrassenbereich zuverlässig vor Blicken schützen. Gleichzeitig lassen sie ausreichend Sonne hindurch und schirmen den Sitzbereich nicht vollständig ab. Einen größeren Sicht- und Windschutz versprechen bis zu 200 Zentimeter hohe Schutzwände. Wer mehrere Seiten einer Eckterrasse windsicher gestalten möchte, sollte in eine großflächige Doppelmarkise investieren. Sie hält auf dieser Seite den Wind über eine Länge von bis zu sechs Metern ab. Selbst auf einem Balkon lassen sich kleinere Markisen mit einer Größe von bis zu 120 Zentimetern befestigen. 

Für eine Markise als Windschutz spricht außerdem die damit verbundene Farb- und Mustervielfalt. Jeder kann sich Markisen in hellen oder dunklen Farbtönen anschaffen. Cremeweiße Markisen sprechen Menschen an, die ihre Grünfläche gerne neutral dekorieren. Beige hingegen verströmt gemütliche Geborgenheit und geht gut mit Holzmöbeln einher. Hellgrau gilt als farbliches Allroundtalent, das modern und edel aussieht. 

Anthrazit repräsentiert als ausdrucksstarke Farbe im Garten den modernen Lifestyle. Wer sich für einen Windschutz dieser Farbe entscheidet, kombiniert dazu idealerweise kräftiges Braun. Klassisches Schwarz ist leicht zu kombinieren und kommt, zeitlos wie es ist, nie aus der Mode. Wenngleich die genannten dunklen Markisen pflegeleicht sind, können sie optisch mitunter beengend und antriebslos erscheinen. 

Gartenmauern und Zäune als Windschutz

Massive Mauern oder Zäune sind ebenfalls eine dauerhafte Lösung, um Wind abzuhalten. Diese sind sehr pflegeleicht, jedoch nicht annähernd so flexibel wie Markisen und Pflanzen. Optisch sollten sie mit der vorhandenen Garteneinrichtung zusammenpassen. Zu beachten ist wiederum, dass Mauern und Zäune den Wind nicht stoppen, sondern lediglich „abprallen lassen“. Da somit dichte Verwirbelungen entstehen können, müssen sie hoch genug sein. Mindestens 1,80 Meter Höhe sind für als Windschutz eingesetzte Mauern und Zäune erforderlich. Um die Luftbewegungen nicht aufzustauen, sondern lediglich „abzubremsen“, bietet es sich an, in die Wände kleine Öffnungen einzufügen. 

Im Garten als Sehnsuchtsort sind bis zu zwei Meter hohe Windschutz-Elemente aus Holz sehr beliebt. Sie sind relativ einfach aufzustellen: Mithilfe von rechteckigen Betonfundamenten, die bis zu 60 Zentimeter in die Erde reichen sollten. Anschließend lässt sich ein Pfostenschuh aus zwei verzinkten Stahlblechen einbetonieren. Größtmögliche Stabilität erhalten die Pfosten, wenn sie auf einer Seite an der Hauswand festgeschraubt werden. Was das Design betrifft, lassen die Holzelemente farblich kaum Wünsche offen. Klassisches Tannen- oder Fichtenholz hübscht den Garten ebenso auf wie Schilfrohr oder Bambus. Daneben liegen moderne Baustoffe wie Metall oder Kunststoff seit Jahren im Trend.