Der kleine Unterschied - kreativ gestaltete Textiletiketten

Do It Yourself steht hoch im Kurs. Kleider werden auf den eigenen Leib geschneidert, selbstgestrickte Mützen verschenkt und individuell designte Taschen auf den Markt geworfen. Persönliche Etiketten schaffen Originalität und Wiedererkennungswert. Selbstbewusste Designer steigern damit den Wert ihrer Arbeit, und wagen den ersten Schritt zur eigenen Marke. Spätestens dann sollte man sich über die rechtliche Seite informieren.

Das richtige Etikett für Ihr Produkt

Es ist nicht nur eine Frage des Preises, sondern des Selbstverständnisses für das eigene Werk, aus welchen Zutaten man seine Textiletiketten individuell gestalten möchte. Abhängig davon, ob das Etikett an unauffälliger Stelle auf den Modeschöpfer verweisen oder als wesentliches Gestaltungselement Teil des Produkts sein soll, steht im Vorfeld die Entscheidung, für welches Etikett man sich entscheidet. 

Drucketiketten

Sie eignen sich speziell für komplizierte Logos und sind etwas günstiger als gewebte Ware. Gerade durch ihre Schlichtheit können sie textilen Basics einen unkomplizierten Stempel aufdrücken.

Webetiketten

Ob unauffällig in der Kleidung oder auf Brust, Kragen und ähnlich prominenter Stelle angebracht, verleihen sie dem Textilprodukt einen professionellen Anstrich. Einfarbige Garne, Garne in Melange-Optik oder Glitzergarne unterstreichen den beabsichtigten Stil. Sind spezielle Symbole gewünscht, sollte die Umsetzbarkeit mit dem Anbieter abgeklärt werden.

Lederetiketten

Aufgrund der Pflegeeigenschaften eigenen sie sich gut für Artikel, die nicht direkt am Körper getragen werden: Taschen, Geldbörsen, Brillenetuis, aber auch Mützen und Handschuhe. Sie betonen den handwerklichen Wert des Produkts.

Ein Etikett für die Ewigkeit

Wer eine Marke kreieren möchte, setzt auf Langlebigkeit. Name und Symbol sollen jahrzehntelang für das Produkt stehen und es aus der Masse der Wettbewerber hervorheben. Sowohl bei der Suche des Namens als auch bei der Gestaltung des Logos darf man sich nicht nur auf den guten Klang und die Optik verlassen. Wer ernsthaft beabsichtigt, den Markt zu erobern oder auch nur eine Nische zu besetzen, sollte sich vorher markenrechtlich beraten lassen. Zu prüfen ist die Ähnlichkeit zu bereits bestehenden Marken und die Schutzfähigkeit des gewählten Namens und Logos. 

Zusatzartikel

Größen- und Pflegeetiketten vermitteln Professionalität, aufwendig gestaltete Sticker und Hangtags mit Schnüren und Bändern steigern die empfundene Wertigkeit der Ware beim Kunden. Im Zuge des Marketings kann die Verwendung solcher Zusatzetiketten Sinn machen und sollte in Betracht gezogen werden.

Gesetzliche Kennzeichnungspflicht

Außer Frage steht die Notwendigkeit der Kennzeichnung von Textilerzeugnissen, sobald sie auf dem Markt bereitgestellt werden. Darunter fallen gemäß Textilkennzeichnungsgesetz (TextilKennzG) Erzeugnisse, die zu mindestens 80 Prozent ihres Gewichtes aus textilen Rohstoffen hergestellt sind. Wer sich nicht durch den Gesetzestext kämpfen möchte, dem sei empfohlen, Rat bei den Industrie- und Handelskammern zu holen. Die Einordnung der verschiedenen Produkte, die gültige Bezeichnung der Fasern und die korrekte Anbringung der Kennzeichnung bedürfen gründlicher Recherche, um mögliche Abmahnungen und Bußgelder zu vermeiden.

Ein gutes Gefühl auf allen Seiten

Viele Kreative berichten über die Befriedigung, sobald das selbst entworfene Etikett auf der eigenen Arbeit angebracht ist. Erst dann ist die Arbeit getan, das Werk ist vollkommen. Auch der Kunde kann sich mit dem Produkt seiner Wahl identifizieren.
Sind die gesetzlichen Vorschriften, ob Markenrecht oder textile Kennzeichnungspflicht erfüllt, steht dem Erfolg der neuen Marke nichts mehr entgegen.