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Analverkehr: Was steckt hinter den Klischees und wie praktiziert man ihn richtig?

Schön oder schrecklich? Das sagen ORION-Blog-Leser. Wichtig: Tipps fürs erste Mal

Viele fühlen sich vermutlich zunächst peinlich berührt oder es treibt ihnen sogar die Schamesröte ins Gesicht, wenn sie etwas von Analverkehr hören oder lesen. Für Frauen ist es oftmals ein absolutes Tabu-Thema und viele Männer glauben, sie seien homosexuell, wenn ihnen passiver Analverkehr Spaß mache. Für aktiven Analverkehr sind sie jedoch sehr zu haben und Frau macht ihm zuliebe ja so einiges mit. So viel zu den Klischees. Lesen Sie, was dran ist wie man Analsex richtig praktiziert.

Analverkehr kann für beide Partner sehr erregend sein, denn im Anus laufen viele Nervenenden zusammen. Der Anus ist sehr eng, die Stimulation intensiv. Bei den Männern lässt sich die Prostata auf diesem Wege hervorragend massieren. Analverkehr kann daher für beide Geschlechter sowohl passiv als auch aktiv reizvoll sein. In unserem ORION Blog schreiben wir immer wieder Artikel über Analverkehr im Allgemeinen, die besten Techniken oder Stellungen und hilfreiche Tipps. Doch diesmal geht es mal nicht um das Wann, Wie, Wo. Diesmal wollten wir von unseren Lesern mal wissen, ob dann die oben genannten Klischees so ihre Daseins-Berechtigung haben.

Denn wer sagt eigentlich, dass Frauen vor Scham im Boden versinken möchten, wenn es um Analverkehr geht und nicht vielleicht auch Lust und Leidenschaft verspüren? Und wer hat behauptet, dass alle Männer Analsex aktiv total super finden, aber passiv dann doch eher Homophobiker sind? Es gibt mit Sicherheit viele Frauen, die großen Spaß am Geschlechtsverkehr im Hinterstübchen haben und genauso viele Männer, die sich gar nicht dafür begeistern können. Wir haben deswegen einfach mal nachgefragt, wie denn bei Männern und Frauen so die Einstellung zu Analverkehr ist, aktiv oder passiv.

Die Mehrheit steht auf Analverkehr

Überraschend oder nicht, aber die Mehrzahl der Männer als auch der Frauen fährt auf Analverkehr ab (Stand  28.09.2016) – und das sowohl aktiv als auch passiv. Bei den Frauen sind es 40% und bei den Männern 51% der Teilnehmer, die Analverkehr sowohl aktiv als auch passiv gerne praktizieren. Aber schon an zweiter Stelle weichen die Ergebnisse stark voneinander ab. Während Frauen mit 24% am zweithäufigsten passiven Analverkehr bevorzugen, sind es bei den Männern 33%, die diese Sexualpraktik nur aktiv genießen. Bei den Frauen folgt an dritter Position dann auch schon die Antwort „Nein, ich mag keinen Analsex". Bei den Männern befindet sich diese Antwort auf Platz 4 mit gerade einmal 6%. Davor rangiert mit 7% der passive Analverkehr bei den Männern. Tatsächlich gibt es an letzter Position bei den Frauen sogar mit 11% einen geringen Anteil, die Analsex nur aktiv bevorzugen. Genauso viele Frauen wissen übrigens nicht so genau, ob sie den Verkehr hintenrum gut finden. Bei den Männern sind es 5%, die keine Meinung zu dem Thema haben.

Welche Erkenntnis ziehen wir also daraus? Analverkehr ist für viele ein durchaus relevantes Thema und eine Bereicherung für das Sexualleben. Wieder andere können dieser Form des Sex offenbar nicht so viel abgewinnen. Eine Pauschalisierung der Aussagen auf das Geschlecht ist jedoch eher schwierig. Vielleicht ist diese klischeehafte, geschlechtsspezifische Einstellung zu Meinungen über Analverkehr einfach veraltet. Schämen braucht sich jedenfalls niemand, wenn es darum geht. Und für alle Neugierigen, Experten, Neueinsteiger oder Fortgeschrittene haben wir das richtige im Sortiment. Schaut doch mal im ORION Onlineshop vorbei und lasst euch inspirieren!

„Alle sagen, Analverkehr ist toll. Wollen wir das auch mal ausprobieren?“

Wenn Ihr Partner so auf Sie zugeht, ist eine Schrecksekunde gewiss! Und wer ist überhaupt ALLE? Lassen Sie sich nicht zu etwas drängen, was Sie nicht möchten. Lassen Sie sich auch zeitlich nicht unter Druck setzen. Sie können aber den Gedanken reifen lassen, ob Sie das nicht mal ausprobieren sollten. Und zwar, weil es Ihnen gefallen könnte. Dabei gehen Ihnen sicher viele Gedanken durch den Kopf: Tut das nicht weh? Ist nicht nicht schmutzig? Was soll das überhaupt bringen? Wie komme ich mir überhaupt vor dabei – ist das nicht nur was für Porno-Darsteller und Homosexuelle?

Tut Analsex nicht weh?

Das kann er in der Tat, wenn die Sache falsch angegangen wird. Bevor Ihr Partner loslegt, sollten Sie erstmal allein ein Gespür dafür bekommen und es sich selber mit einem Anal-Toy machen. Ansonsten ist die Enttäuschung vorprogrammiert und die Sache vielleicht passé bevor sie richtig begonnen hat. Anal-Toys gibt es in verschiedenen Größen. Fangen Sie mit der kleinsten Größe an, beispielsweise beim Wannenbad. So können Sie sich mit dem Gefühl vertraut machen, gleichzeitig wird Ihr Darm gedehnt. Das würde man auch vor dem eigentlich Akt mit dem Partner vorbereitend machen. Verwenden Sie grundsätzlich ein Gleitgel auf Wasserbasis sowie Latexkondome. Der Anus selbst kann nicht feucht werden, daher ist ein Gleitgel unverzichtbar. Wichtig: Verwenden Sie keine Hilfsmittel oder Sextoys, die im Darm verschwinden können. Mit einem Anal-Toy ist dies ausgeschlossen.

Ist Analverkehr nicht schmutzig?

Der Darm sollte schon entleert sein – Paare, die häufiger oder reglmäßig Analverkehr praktizieren, verwenden sogenannte Anal-Duschen. Sie funktionieren wie mit Wasser gefüllte Pumpen, dank derer der Enddarm ausgepült wird. Nichtsdestotroz können Kotreste im Spiel sein. Verwenden Sie aus Schutz vor Krankheiten und Infektionen grundsätzlich, aber auch aus hygienischen Gründen stets ein Kondom. Wichtig: Ihr Partner sollte nach dem Analverkehr nicht in Ihre Vagina eindringen, denn Darmbakerien können Pilze und Infektionen verursachen.

Was bringt mir das überhaupt?

Da kann man nur sagen: Versuch macht klug! Wenn Sie sich mit einem Anal-Toy verwöhnen, werden Sie sehen, wie viel Lust Analsex bereiten kann. Sie können zwar keinen Analorgasmus bekommen. Bei gleichzeitiger Stimulierung der Klitoris können Sie aber höchste Lustmomente erleben. Beim Analverkehr mit ihrem Partner würde er natürlich die schöne Aufgabe übernehmen – die Stellungen, die man dabei praktiziert, sind dafür wie gemacht. Andersherum gilt natürlich das gleiche: Wenn Sie Ihren Partner mit einem Anal-Toy verwöhnen, können Sie gleichzeitg seinen Penis mit einem Handjob verwöhnen.

Ist Analverkehr nur etwas für Porno-Darsteller und Homosexuelle?

Erst einmal vorweg: Verspüren Sie bloß keine falsche Scham – alles was beiden einvernehmlich gefällt, ist erlaubt. Weder sind die eine devote Person, noch handelt es sich Sexpraktiken, die ausschließlich von Erotik-Darstellern oder Homosexuellen gelebt wird. Es gibt schwule Männer, die Analverkehr überhaupt nicht mögen und heterosexuelle, die total darauf stehen – auch bei sich selbst. Das ist rein eine Sache des persönlichen Empfindens und nicht der geschlechtlichen Orientierung. Falls Ihr Mann das gerne mag, brauchen Sie daher auch keine Sorge zu haben, dass er eigentlich homosexuell ist oder homoerotische Fantasien hegt (in der Fantasie ist allerdings alles erlaubt!). Obwohl der Po eigentlich nicht zum Sex gemacht ist, empfinden viele Menschen Analsex einfach total stimuierend und als Bereicherung für ihr Sexleben.

Analverkehr – die wichtigsten Tipps, wenn es mit dem Partner losgehen soll

  1. Ausreichend Hygiene im Vorwege. 
  2. Legen Sie Kondome, Gleitgehl, Anal-Toys etc. zurecht, damit beim Vorspiel und dem späteren Akt alles Nötige bereitliegt.
  3. Entspannen Sie sich – nur wenn Sie relaxed sind, können Sie sich locker machen. 
  4. Gehen Sie es ruhig an, wenn es heute nicht klappt, dann vielleicht beim nächsten Mal – es darf kein Druck aufgebaut werden.
  5. Ihr Partner sollte Ihren Damm und Anus gut stimulieren sowie den After vordehnen, beispielsweise mit dem Finger oder einem Anal-Toy. Je größer sein Glied ist, desto mehr Zeit fürs Vorspiel sollte er sich nehmen. Das Verwöhnen mit der Zunge kann hocherotisch und stimulierend sein.
  6. Wenn Sie bereit sind und Lust auf einen Versuch haben, lassen Sie ihn es vorsichtig mit viel Gleitgel und Kondomen versuchen. 
  7. Beliebte Stellungen beim Analsex sind die Sphinx (sie liegt auf dem Bauch und winkelt ein Bein an), die Reiterstellung (sie sitzt auf ihm) oder die Engel-Stellung (er liegt hinter hier)
  8. Übung macht den Meister – wenn Sie grundsätzlich Gefallen am Analsex finden, wird er mit der Zeit immer besser!

ORION Bloggerin Shirin

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