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Cunnilingus? Alles über den perfekten „Lickjob"

Möchte-ich-lingus!!!

Einen klitoralen Orgasmus können Frauen sehr viel leichter erleben als einen vaginalen. Besonders beim Cunnilingus erklimmen Frauen den Gipfel der Lust meist ziemlich schnell. Anja Drews verrät alles über den perfekten „Lickjob".

„Hm, welche Eissorte darf ich denn anbieten? Ich habe da Strawberry Cheesecake, Stracciatella, Vanille mit echter Bourbon-Vanille oder Cunnilingus.“

„Hä? Cunnilingus? Kenne ich nicht! Wie schmeckt denn das?“

„Oh, ganz wunderbar. Herrlich! Solltest Du mal probieren!“

Mit diesem kleinen Scherz kann man heute ja nicht mehr so viele hinter dem Ofen hervorlocken. Die meisten kennen den lateinischen Begriff für Lecken, Lickjob oder „es mit der Zunge machen“. Cunnilingus ist das Gegenteil vom Fellatio, wo es dem Mann mit dem Mund gemacht wird. Und ähnlich wie an einer Eiskugel wird beim Cunnilingus hingebungsvoll am weiblichen Geschlecht (Vulva) gelutscht, gesaugt, geleckt, geschlürft, geschleckt und die Schamlippen, Scheideneingang und der Kitzler mit Mund und Zunge liebkost.  Dabei muss ich gerade an das Video denken, das wir im ORION Blog veröffentlich haben und in dem US-Pornostars Tipps für einen richtig guten Cunnilingus geben. Und das machen sie auf eine höchst kulinarische Weise, indem sie an echten Austern schlürfen, lecken, lutschen. Austern mag ja nicht jeder. Aber jeder, der dieses Video gesehen hat, wird nie wieder Austern essen können, ohne dabei erotische Gedanken an Oralverkehr zu haben! Was mir an dem Video so besonders gefällt, ist die Leichtigkeit, mit der die Mädels an die Sache herangehen. Genussvoll, humorvoll und sinnlich. Und genau das ist es, was einen Cunnilingus zum Möchte-ich-lingus macht.

Patentrezept? Fehlanzeige!

„Was muss ich machen, damit eine Frau beim Oralverkehr auch garantiert einen Orgasmus bekommt?“ Die Frage kommt häufiger mal bei mir an. Tja, was muss man machen? Wie schön wäre es, gäbe es für einen Orgasmus ein Patentrezept. Gibt es aber nicht. Und warum nicht? Weil es hier um Menschen geht und Menschen fühlen unterschiedlich. Und selbst wenn man für die eine Frau, der man es gern so richtig besorgen möchte, die richtige Technik für Oralsex hat, kann es sein, dass sie (noch) gar nicht richtig in Stimmung ist. Und dann wird das auch wieder nichts. Denn das ist das Problematische und doch auch Schönste am Sex: Weder Technik, Stellung noch Einfühlungsvermögen allein machen den Kohl fett. Es muss eine gute Mischung aus beidem sein!

Wenn Sie also Ihre Liebste mit Ihrer Zunge und Ihren Lippen verwöhnen bringen wollen, schauen Sie, ob Sie überhaupt den richtigen Zeitpunkt erwischt haben! Wenn sie ohnehin schon gelangweilt in den Laken liegt, alles doppelt sieht, kurz vor dem Einschlafen ist oder Sie nur ranlässt, um ihre Ruhe zu haben, stehen die Chancen denkbar schlecht für einen erfolgreichen Abschluss. In jeder Hinsicht. Da sollte man sich ernsthaft überlegen, ob Sex jetzt gerade das Richtige ist. Sie finden das zu negativ? Ja, das ist es auch. Aber viel zu oft kommt es tatsächlich zu solchen Situationen und dann fragt man sich, warum das alles nicht so klappt, wie gewünscht.

Oralverkehr: Lustvoll lecken

Also gehen wir es lustvoll an. Sie sind beide entspannt, haben Lust aufeinander und Zeit bis zum Umfallen. Dann nix wie los. Stürzen Sie sich auf sie, schieben Sie ihre Beine auseinander, sagen Sie ihr, wie gut sie aussieht, wie sehr Sie den Anblick ihrer Vagina mögen, wie gut sie riecht und schmeckt. Und achten Sie ganz genau auf ihre Reaktionen. Streckt sie sich Ihnen entgegen? Was macht ihr Atem? Wird er schneller? Tiefer? Nicht alle Menschen trauen sich, lustvoll zu stöhnen. Gerade Frauen mögen ihre Erregung oft nicht so offen zeigen, schämen sich fast dafür. Gehen Sie mit guten Beispiel voran, und zeigen Sie ihr, wie sehr Sie das hier gerade wollen. Küssen, lecken, lieben Sie die inneren und äußeren Schamlippen. Rauf und runter mit der Zunge, rechtsherum, linksherum, umkreisen Sie die Klitoris, nähern Sie sich langsam diesem Hotspot der weiblichen Lust. Stöhnen Sie genussvoll und zeigen damit, dass Sie es wirklich genießen. Denn nichts ist schöner, als zu merken, dass der Partner oder die Partnerin gerade so richtig Lust auf das hat, was sie oder er macht. Sie können ein Kissen unter ihr Becken schieben und sich damit in eine noch bessere Position begeben. Erkunden Sie mit der Zunge auch ihren Scheideneingang. Wie tief kommen Sie wohl hinein? Damm und Anus gehören auch noch zu der hochsensiblen Zone. Entscheiden Sie, wie weit Sie sich trauen und achten Sie auf die Reaktionen Ihrer Liebsten. Natürlich dürfen Sie auch Ihre Finger zur Unterstützung benutzen. Ein kleiner Tipp: Es ist nicht das Rein-Raus, das die sensiblen Scheidenwände stimuliert. Es ist der Druck und den erreichen Sie mit kreisenden Bewegungen. Probieren Sie das einmal aus! Wenn Sie Ihre Partnerin nach allen Regeln der Kunst verwöhnt haben, dann hat sie vielleicht auch Lust auf Fellatio. Wenn nicht, dann muss das aber auch in Ordnung sein. Ich wünsche ich Ihnen viel Spaß dabei!

P.S.: Wer die Sexpartnerinnen häufig wechselt, sollte in Sachen Safer Sex beim Cunnilingus ein Lecktuch (Dentaldam) verwenden. Analog gehen auch Frischhaltefolie oder aufgeschnittene Einmalhandschuhe.

Cunnilingus: Do's and Don'ts

Machen:

  • Wenn sich die Partner oral befriedigen, ist Körperhygiene ist wichtig. Gehen Sie vorher duschen oder nehmen sie ein Bad – auch gern gemeinsam.
  • Männer sollten darauf achten, ob ihre Partnerin in Stimmung ist.
  • Zeigen Sie ihr, dass es auch Ihnen Spaß macht!
  • Erforschen Sie den Intimbereich vorsichtig, aber forschend – lassen Sie Ihre Zunge von den Schamlippen über den Scheideneingang und zum Kitzler tanzen und befolgen Sie dabei auch ihre Anweisungen.
  • Beziehen Sie Finger und Sextoys gern mit ein – kreisende Bewegungen führen zum Ziel.
  • Safer Sex ist bei wechselnden Partnerinnen wichtig.

Lassen:

  • Werden Sie beim Cunnilingus nicht zum Hündchen. Es sei denn, es ist ein Rollenspiel.
  • Passen Sie mit den Zähnen auf, Frau möchte keine Bissspuren auf Klitoris und Co. haben.
  • Lecken Sie Ihre Partnerin nicht nur, um selber einen geblasen zu kriegen – seien Sie auch mal uneigennützig!
  • Denken Sie nicht, dass eine Frau wie die andere ist – das funktioniert anderes herum schließlich auch nicht.

Anja Drews – Sexualwissenschaftlerin für ORION

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