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Der eigene Duft als sexueller Lockstoff

Oder was die Kopuline mit der Lust am erotischen Vergnügen zu tun haben...

07. März 2016

Welche Frau liebt es nicht, sich vor dem Verlassen der heimischen vier Wände in sanft zerstäubte Spritzer ihres Lieblings-Duftes zu hüllen? Unsere Nasen verbinden so manchen Duft mit bestimmten Personen – die Note gehört schon fast zum Charakter. Aber weckt sie auch die sexuelle Lust, ist sie ein guter Sexual-Lockstoff?

Denn Parfüm & Co. überdecken dabei einen eigentlich noch viel wichtigeren Geruch, nämlich den körpereigenen. Dabei werden wirkungsvolle (Sexual-)Lockstoffe von künstlichem Duft verschleiert. Wer den Film „Das Parfum“ gesehen hat, weiß genau, wovon hier die Rede ist. In dem Film versucht der Hauptdarsteller genau diesen besagten Duft der Frau zu konservieren. Der menschliche Körper produziert also seine ganz eigene, persönliche Duftnote, die unterschwellig Duftbotschaften freisetzt. Rund um den Eisprung der Frau zum Beispiel entsteht in dieser Phase des weiblichen Zyklus ein säuerlicher Geruch, der, wenn er die Nase des Mannes trifft, ganz unbewusst seinen Testosteronspiegel steigen lässt. Das bewirkt unter anderem, dass Frauen attraktiver auf die Herren wirken. Es muss also nicht immer das teure Duftwasser sein, denn die dufte Finte der Natur ist wesentlich kostengünstiger.

So entsteht nichtsahnend durch den Geruch unserer Körper eine Art der Kommunikation zwischen den beiden Geschlechtern. Die sogenannten Kopuline der Frau signalisieren Fruchtbarkeit, was vom Körper des Mannes wahrgenommen wird und dafür sorgt, dass bei ihm Stress und Spannung abgebaut werden. Auch das ist keineswegs Zufall, denn die beiden Faktoren gelten als Ursache für das leidige Thema Impotenz. Unsere Pheromone leben also ihr ganz eigenes Leben und machen unbewusst ihren Job. Zwar gelten die Kopuline der Frau nicht direkt als reines Pheromon, – da es sich hierbei genauer gesagt um eine Mischung aus unterschiedlichen Fettsäuren handelt – doch der Verlockung dienen sie dennoch. Durch Körperwärme wird diese Duftnote übrigens intensiviert und bahnt sich dadurch noch schneller den Weg in die Nase des Mannes. Ziel ist die Hirnregion, die den Urinstinkt steuert, der uns in solchen Situationen unbewusst handeln lässt.

Die umgekehrte Variante funktioniert übrigens auch – es gibt so manche Frau, die durchaus Männerschweiß als betörend empfindet. Frischer Männerschweiß versteht sich! Habt Ihr „Feuchtgebiete“ gelesen? Den Skandalroman von Charlotte Roche? Auch hier ist das Ganze ein Thema, denn die Hauptfigur tupft sich körpereigene Säfte hinter die Ohren, um mit deren Geruch die Männer zu verführen. Frauen können sich natürlich auch untereinander unbewusst riechen – ob die Wahrnehmung der Kopuline, die dafür sorgt das unter den Damen Konkurrenzgefühle ausgelöst werden, wohl Schuld an dem guten alten Zickenkrieg ist? ;) Zwar ist es bestimmt nicht jedermanns Sache, aber mit diesem Wissen lässt sich auch das Interesse an getragener Wäsche erklären, welche manche Menschen als erregend empfinden … Wem all dies irgendwie zu merkwürdig erscheint, der kann auch auf Hilfsmittel zurückgreifen, in denen synthetische Pheromone enthalten sind.

ORION Bloggerin Maike