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Selbstbefriedigung – Fakten, Tipps und Empfehlungen

So gesund und wichtig ist das Liebesspiel mit sich selbst

29. September 2016

Mittlerweile dürfte es bis in den letzten noch so versteckten Winkel jedes Schlafzimmers vorgedrungen sein, dass Selbstbefriedigung nicht blind macht. Dennoch ist Masturbation oder der weibliche Orgasmus für viele immer noch ein Tabuthema und steckt auch heutzutage noch voller Mysterien, Scham und Vorurteile. Dabei ist Selbstbefriedigung nicht nur völlig natürlich, sondern auch noch gesund: Durch Masturbation wird Stress abgebaut, die Beckenbodenmuskulatur wird gestärkt, es werden Glücksgefühle frei und die Herzkranzgefäße werden gestärkt. Außerdem senkt regelmäßiges Masturbieren das Risiko für Diabetes, Depressionen, Schlafstörungen oder Gebärmutterhals-Infektionen. Die Selbstliebe hat also medizinisch betrachtet sowieso nur Vorteile. Mal ganz abgesehen von den ganzen anderen Pluspunkten …

Studien haben gezeigt, dass sich 90% aller Männer und Frauen regelmäßig selbst befriedigen. Masturbieren ist etwas ganz Gewöhnliches, das fast jeder tut. Die Liebe zu sich selbst kennt kein Alter, keinen Beziehungsstatus, keine Kleidergrößen oder sonstige Einschränkungen. Erlaubt ist, was gefällt – und wer weiß das besser als man selbst?! Interessanterweise sind es häufig die Personen mit einem regen Sexualleben, die noch häufiger masturbieren. Auch deren Ehen sind angeblich im Schnitt glücklicher und halten länger. Wenn das mal kein weiteres gutes Argument für die Selbstbefriedigung ist! Ganz nebenbei kann Selbstbefriedigung übrigens auch ein toller Teil des Vorspiels sein. Männer finden es unglaublich erregend, wenn frau weiß, was sie will und ihr gefällt. Es wäre daher doch eine durchaus positive Überraschung, wenn er mal dabei zusehen dürfte. Dann wird sich auch seine Lust ins Unermessliche steigern.

Kommen wir zurück zu der Sache mit dem Tabuthema: Viele Frauen masturbieren tatsächlich nie, weil sie Schuldgefühle oder ein schlechtes Gewissen haben. Andere Frauen wissen einfach nicht, wie sie es anstellen sollen. Wenn dann noch Orgasmusprobleme beim Sex dazu kommen, ist die Frustrationsgrenze meist nicht besonders hoch. Letztendlich verpasst frau dadurch aber nur ganz viele tolle Momente und Erfahrungen. Denn nur wer weiß, was er will, kann diese Wünsche und Erfahrungen auch an den Partner weitergeben und so das sexuelle Erlebnis für beide verbessern. Es ist daher durchaus ratsam, sich ab und zu mit sich selbst und seinem Körper zu beschäftigen. So kann man ungestört und ohne Schamgefühl herausfinden, was einem selbst gefällt, wo vielleicht besonders empfindliche Stellen sind und welche Berührungen aufregend prickeln. Ich haben daher mal ein paar Tipps zusammengetragen, die sowohl für Neulinge der Selbstliebe als auch für erfahrene Frauen interessant sein können.

Am „unkompliziertesten“ ist wohl die Stimulation mit den Fingern. Am einfachsten ist hierbei eine sitzende oder liegende Position, aber auch jede andere, als bequem wahrgenommene Position ist natürlich in Ordnung. Oft ist es ratsam sich selbst ein wenig zu streicheln, um ein wenig in Stimmung zu kommen. Die Brüste und Brustwarzen sind dabei häufig besonders empfindlich. Auch ein erstes Annähern an die eigene Scham durch leichtes Streicheln oder Massieren der Schamlippen fördert die Erregung und macht Lust auf mehr. Wer es gerne mag, kann sich auch ein, zwei oder drei Finger in die Scheide einführen und diese rhythmisch hinein und hinaus gleiten lassen. Durch leichtes Spreizen der Schamlippen kann die Klitoris stimuliert werden. Einfach mit einem oder mehreren Fingern sanft über diesen sensiblen Punkt kreisen. Der Rhythmus und der Druck können dabei mehrfach verändert werden, so lange bis jede Frau für sich herausgefunden hat, wann sie die höchste Erregung empfindet. Diese Technik dann einfach beibehalten und im selben Tempo weitermachen bis zum Orgasmus. In welcher Reihenfolge dabei vorgegangen wird und in welcher Position welche Vorgehensweise am erregendsten ist, variiert natürlich von Frau zu Frau und kann und sollte einfach durch Probieren herausgefunden werden. Falls es „untenrum“ nicht feucht genug ist, kann ein wenig Gleitgel helfen, damit hinterher kein unangenehmes oder wundes Gefühl entsteht. Auch z.B. ein Kissen unter dem Po kann die Erregung fördern.

Womit wir schon bei dem zweiten Gebiet wären, der Selbstbefriedigung mit Hilfsmitteln. Auch hier ist eine bequeme Position für einen guten Start entscheidend. Im Prinzip funktioniert es genauso wie die Masturbation mit den Fingern, nur dass diesmal ein Hilfsmittel statt der Finger verwendet wird. Dies kann ein Kissen, eine Decke oder auch ein Stofftier sein. Mit dem Hilfsmittelchen wird dann wie bereits beschrieben verfahren, nur dass dieses in größeren Bewegungen im Schambereich angewendet werden kann. Ein Kissen kann zum Beispiel wie beim Sex hin und her bewegt werden beziehungsweise kann man sich auch im Sitzen über das Kissen bewegen. Entscheidend ist nur, dass die Klitoris in das Spiel mit einbezogen wird und durch die Bewegungen entsprechend gereizt wird. Auch hier können Rhythmus und Druck individuell ausprobiert werden, so dass jede Frau zu ihrem Höhepunkt gelangen kann. Auch der Duschkopf kann unter der Dusche oder in der Badewanne als Hilfsmittelchen dienen und für sinnliche Massagen sorgen. Mit dem Wasserstrahl lassen sich Vagina und Schamlippen herrlich erregen. Die Stärke des Wasserstrahls kann zusätzlich variiert werden. Einigen Frauen reicht die Erregung durch Hilfsmittel aus, um zu einem Höhepunkt zu gelangen, andere verwenden unterstützend die Finger. Auch hier gilt: Einfach ausprobieren wie es einem am besten gefällt!

Als dritte Variante bliebe noch die Stimulation durch ein Sexspielzeug. Die Auswahl ist vielfältig: vibrierend oder nicht vibrierend, dick oder dünn, groß oder klein, hart oder weich, naturgetreu oder knallbunt … Da sollte wohl für jede Frau etwas Passendes dabei sein. Neben den eher klassischen Sextoys Vibrator oder Dildo gibt es auch spezielle Sexspielzeuge, die zum Beispiel gezielt nur die Klitoris stimulieren. Auch hier hilft es einmal auszuprobieren, was einem besonders gut gefällt. Viele Sextoys lassen sich auch auf vielfältige Weise verwenden und können zum Beispiel sowohl äußerlich als auch innerlich stimulieren. Natürlich lässt sich ein Sexspielzeug auch wunderbar mit den anderen Varianten der Selbstbefriedigung kombinieren. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt! Wasserdichte Toys ermöglichen darüber hinaus auch einen feucht-fröhlichen Einsatz in der Dusche oder der Badewanne. Wer sich gerne mal an Toys ausprobieren oder etwas Neues kennenlernen möchte, der kann sich ja mal bei ORION umsehen und sich inspirieren lassen. ;)

Lust bekommen? Selbstbefriedigung schadet nicht, macht zufriedener und steigert das sexuelle Erlebnis. Also einfach mal fallen lassen und sich selbst lieben!

ORION Bloggerin Shirin

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