Anzeige

Sextoy Testbericht: Partnervibrator We Vibe 4+

Michael H. aus Würzburg hat sich mit seiner Partnerin vergnügt

06. Oktober 2016

Da möchte ich doch mal ganz langsam und bedächtig anfangen und mich von außen nach innen vorarbeiten, auch wenn ich meine Begeisterung kaum zurückhalten kann. Das Partnertoy kommt in einer hochwertigen und künstlerisch ansprechend gestalteten Verpackung aus umweltfreundlichem Karton, die bereits Lust auf den abgebildeten Inhalt macht. Schnell geöffnet und durch den hochwertigen Inhalt, der weit umfangreicher ist, als die Abbildung auf der Vorderseite verrät, beginnt der Spaß schon beim Auspacken.

Die Ladestation des We Vibe wird einfach über ein normales USB-Kabel an ein Netzteil oder den USB-Anschluss eines entsprechenden Gerätes angeschlossen und schon lädt sich der Akku induktiv, sobald das Toy in der Ladestation steht. Das ist genial, denn man hat einerseits immer ein vollgeladenes Spielzeug griffbereit und muss keine Angst haben, dass einem im entscheidenden Moment die Batterien ausgehen. Andererseits muss man nicht wie bei anderen Toys jedes mal irgendwo ein Kabel reinfummeln, um ein Ladegerät anzustecken. We Vibe in die Station stellen und gut ist es, was man dann unschwer am Kontrolllämpchen erkennen kann.

Leider gibt es ausgerechnet in diesem Zusammenhang einen kleinen Mangel zu berichten, da wir ein passendes Steckernetzteil im Lieferumfang vermisst haben und zunächst immer abwechselnd mit dem Handy geladen haben. Das nervt aber, weil man dann immer umstecken muss und so haben wir uns ein handelsübliches USB-Steckernetzteil dazugekauft.

Dafür entschädigt die Ladestation ein wenig mit einer Abdeckung aus weißem Kunststoff, die sowohl We Vibe als auch die mitgelieferte Fernbedienung vor Staub und neugierigen Blicken schützt.

Das Toy selbst hat eine extrem angenehme Haptik, fühlt sich hochwertig und fast schon ein wenig samtig an der Oberfläche an — einladend zu ersten Experimenten in Form von Streicheleinheiten an unterschiedlichen Hautpartien.

An dieser Stelle habe ich dann meine Frau erst mal für einen kleinen Selbstversuch alleine gelassen und mir die Gratis-App zur Steuerung der We Vibe aufs Smartphone geladen. Als ich kurze Zeit später zurückkam, war an eine Verbindung von Vibe und Phone nicht mehr zu denken, denn meine Liebe war schon ganz heiß…

So haben wir dann den Test des Vibe mit Fernbedienung erst mal auf später verschoben. Dabei konnten wir dann aber mit sehr viel Spaß eine ganze Reihe unterschiedlicher Vibrationsprogramme für innen und außen durchprobieren. Das geht mit der handlichen kleinen Fernbedienung, die immer griffbereit beim Toy in der Ladestation aufbewahrt wird, super einfach. Die vier griffigen Tasten lassen sich wie ein Wippschalter bedienen und springen so der Reihe nach durch die Programme oder verändern die Intensität der Vibration. So lässt sich dann einerseits ein Überraschungsprogramm für die Anwenderin auch aus größerer Entfernung gestalten und andererseits kann sie natürlich auch ihn beim gemeinsamen Genießen überraschen. Die Fernbedienung erlaubt so äußerst ungewöhnliche und kreative Spiele auch im Soft-SM-Bereich.

Gesteigert wird dieser Effekt noch, wenn man schließlich die App auf dem Smartphone hat und neben den vorgegebenen Vibrationsprogrammen auch noch eigene Kompositionen entwickeln kann. Leider hat es bei uns mehrere Wochen gedauert und eines intensiven Kontakts mit dem Support des Herstellers bedurft, bis die Vibe sich mit dem Smartphone verbinden ließ. Dabei ist jedoch der Support absolut zu loben, denn man war dort sehr um eine Lösung des Problems bemüht und nach einem Update der App hat schließlich auch alles geklappt. Ab da ging der Spaß dann erst richtig los! Wir haben schon mal viel Freude daran gehabt, dass jeder eine kleine Überraschungssymphonie aus Vibrationen für den anderen „komponiert“ hat. Mit der App lassen sich vorgegebene Vibrationsmuster zusammenstellen und variieren oder ganz eigene entwickeln. Dabei können die Vibrationsintensität und der Vibrationsrhythmus innen und außen getrennt geregelt werden und es können für die einzelnen Elemente einer solchen Komposition Zeitdauern vorgegeben werden. Dadurch lässt sich beispielsweise ein sanftes, einleitendes Vorspiel arrangieren, das, ähnlich wie die Ouvertüre in der klassischen Musik zum Hauptthema hinführt, mit einem ersten Höhepunkt in Form des Einsetzens des We Vibe Spannung und Lust steigert und sich dann mit unterschiedlichsten Rhythmen der Vereinigung annähert, bis es schließlich mit starker Vibration im Stakkato in einem orgiastischen Höhepunkt gipfelt. Damit dieses Spiel dann nicht zu abrupt endet, lässt sich für den Ausklang wiederum eine sanftere Vibration mit einem Wellenschlag in Moll programmieren…

Dabei wird im Smartphone alles sehr anschaulich graphisch dargestellt, sodass man intuitiv sehr schnell zu tollen Ergebnissen kommt. Die Intensität der Vibrationen lässt sich auch während der Anwendung eines Vibrationsprogrammes noch durch das Smartphone verändern und auch ein Umschalten zwischen den Programmen ist jederzeit ohne Unterbrechung möglich.

Gleitgel ist bei der Anwendung des Toys nicht schlecht, aber letztendlich nicht erforderlich, wenn mann/frau es nicht sofort im noch unerregten Zustand einführen will. Bei ein bisschen kreativem Vorspiel mit den unzähligen Möglichkeiten, die dieses Spielzeug bietet, steigt die Erregung so schnell, dass jegliches Gleitgel im wahrsten Sinne des Wortes überflüssig wird.

Beispielsweise lässt sich die WeVibe dank der gebogenen Form zunächst gut in der Hand halten und beim Vorspiel mit individuell kreierten Vibrationen für erotisch massierende Streicheleinheiten nutzen, die sich in einem Spannungsbogen immer mehr ihrem Lustzentrum nähern. Dieses Vorspiel kann dann mit einer oder mehreren anderen Vibrationen darin gipfeln, dass das Toy wie ein Auflegevibrator zunächst nur äußerlich zur Stimulation der Klitoris genutzt wird, wobei hier einer oder beide Partner gemeinsam Hand anlegen können. Das ist besonders reizvoll auch bei SM- oder Bondage Spielen, bei denen sie seiner Willkür ausgeliefert ist und darauf hoffen muss, dass er ihre wachsende Lust befriedigt. Schließlich kommt der Einstieg in die nächste Phase der Lust, wenn der zweite „Arm“ des WeVibe endlich zum Einsatz kommt, eingeführt und zur Stimulation des G-Punktes genutzt wird. Hier führt der Weg zum mehrfachen Orgasmus, da die Stimulation innen und außen so schnell und gut variiert oder auch plötzlich ausgeschaltet werden kann, dass die Erregung erhalten bleibt und immer weiter steigt. Wenn die Lust dann gar nicht mehr auszuhalten ist, macht die Vereinigung natürlich besonders viel Spaß und hierbei lässt das Toy die Freiheit den Coitus vaginal oder anal zu erleben, denn es ist ja extra so gebaut, dass beide Partner etwas davon haben. Auch hinsichtlich der Stellungen ist alles möglich und natürlich resultieren aus den unterschiedlichen Stellungen insbesondere für ihn die verschiedensten Stimulationen, je nachdem, wo der innere vibrierende Teil des WeVibe sein bestes Stück berührt und stimuliert: „Doggy“ und „Löffelchen“ mehr unten, „Missionar“ mehr oben, es geht aber auch an der Seite oder nur an der Eichel. Hier gilt „Probieren geht über Studieren“! Wer die Fernbedienung oder das Smartphone hat, hat auch in dieser dritten Phase etwas mehr Macht, kann sich dafür aber der Lust nicht ganz so frei hingeben, solange er/sie noch von Hand Veränderungen an den Vibrationen vornimmt. Bei einer vorgefertigten „Symphonie“ entfällt der Kontrolleffekt, aber dafür können beide gleichermaßen genießen…

Wie gesagt kann hier nur ein Beispiel für die Anwendungsmöglichkeiten des WeVibe gegeben werden, denn tatsächlich ist die Testzeit einfach viel zu kurz, um die unendlichen Möglichkeiten des Spielzeugs wirklich zu erfassen, aber sie ist in jedem Fall lang genug gewesen, um zwei überzeugte We Vibe Fans zu gewinnen und mit unserem Testbericht vielleicht einen kleinen Einblick in das Lustpotenzial dieses Toys zu geben.

Wir müssen uns jetzt leider verabschieden, denn bereits das Schreiben über den WeVibe 4+ macht so viel Lust, dass wir jetzt gleich unbedingt nochmal eine Runde mit dem Toy spielen müssen.

Zusammenfassend bleibt festzustellen, dass der We Vibe 4+ unser bisher bestes Bettspielzeug ist, das unübertroffen in Design, Funktion und Anwendungsmöglichkeiten ist:

+ variable und individuell vorprogrammierbare Vibrationen für beide Partner, aber auch für einen alleine

+ Fernbedienbarkeit nicht nur direkt im Bett, sondern mit der Fernbedienung auch aus größerer Entfernung und mit dem Handy sogar weltweit

+ unübertroffen vielfältige Einsatzmöglichkeiten

+ in allen Stellungen mit tollem Effekt verwendbar

- Steckernetzteil wird nicht mitgeliefert, ist aber durch handelsübliches Handynetzteil zu ergänzen

Empfehlenswert ist das Toy also für alle, die es gerne abwechslungsreich mögen und auf intensive und vor allem individuell angepasste Stimulation stehen.

Wir vergeben volle 5 Herzen!

ORION Produkttester Michael H. aus Würzburg