Ab in die eigenen vier Wände: Wer mit Gas heizen möchte, sollte einiges beachten

Während der Bauphase stoßen Sie immer wieder auf neue Herausforderungen, die das Einarbeiten in diverse Materien verlangt. So auch, wenn es darum geht, sich für eine Beheizungsmethode der eignen vier Wände zu entscheiden. Schließlich soll es im Winter nicht kalt werden.
 

Den Gaspreisvergleich zu Ihrem Vorteil nutzen

Um den Gaspreis Vergleich unter den herrschenden Angeboten von Gaslieferanten kommen Sie nicht herum. Wer einen fairen Tarif mit optimalen Konditionen nutzen möchte, sollte zuvor auf die Suche nach den unterschiedlichen Anbietern gehen. Im Internet gibt es zahlreiche Vergleichsportale wie Verivox und Co, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Ihnen eine Hilfestellung zu geben. Schließlich kann es ziemlich mühselig sein, wenn zehn oder mehr Anbieter einzelne anzufragen sind. Sie schalten einfach nur das Smartphone, Tablet oder den PC ein, geben Ihre Werte und Daten ein und schon erhalten Sie einen Überblick über die herrschenden Konditionen.

Im Anschluss können Sie zahlreiche weitere Parameter abprüfen. Soll ein Bonus einberechnet werden? Möchten Sie nur Öko- und Klimatarife aufgezeigt bekommen oder suchen Sie nach Anbietern, die eine hohe Kundenempfehlungsquote vermerken können? Alles wird perfekt auf Ihre Angaben abgestimmt, sodass am Ende übersichtlich Ihre Anbieterfavoriten zu sehen sind.

Prüfen, Planen, Vorschriften einhalten

Im Vorfeld sollte ein wichtiger Schritt gegangen werden: und zwar der Gang zum Bauamt oder auch zum Gasnetzbetreiber. Hier sollten Sie zunächst abklären, ob ein Gasanschluss überhaupt für Ihr Gebäude und den Ortsteil, in dem das Haus gebaut wird, eingerichtet werden kann. Nicht in jedem Teil Deutschlands ist ein Gasanschluss verfügbar. Wenn Sie hier Ihr Haus auf Gas auslegen würden, können Sie keine Gaszuleitung vom Gasnetzbetreiber erhalten.

Erhalten Sie ein positives Feedback zu Ihrer Anfrage, sollten Sie sich erkundigen, wer für die Verlegung der Gasleitungen auf Ihrem Grundstück zuständig ist. Es gibt zahlreiche Anlaufstellen, die Ihnen hierbei sicherlich weiterhelfen können. So zum Beispiel der lokale Gasversorger. Oftmals übernimmt er den Anschluss an das Gasnetz und sorgt dafür, dass Sie einen Gaszähler im Haus montiert bekommen. Sobald diese Aufgabe erfüllt ist, müssen Sie die Gasleitungen innerhalb des Hauses von einem Spezialisten anschließen lassen. Dies ist eine Aufgabe, die Sie besser dem Fachmann überlassen, denn schon der kleinste Fehler kann zu immensen Schäden führen. 

Zudem gibt es einige Regeln bezüglich des Heizmediums, die unbedingt zu beachten sind. So gilt für die Verlegung der Gasrohrleitungen eine maximale Einlassungstiefe in den Untergrund von zwei Metern. Dieser Wert darf nicht überschritten werden, da sonst die Demontage mit erneuerter Montage droht. Hierbei handelt es sich nicht nur um einen immensen Zeit- sondern auch Kostenaufwand. Zudem sollten Sie sich informieren, ob die zuständigen Bauarbeiter die wichtigsten Verordnungen und Vorschriften kennen. Hierzu zählten beispielsweise:

  • Verordnung über Allgemeine Bedingungen für den Netzanschluss und dessen Nutzung für die Gasversorgung in Niederdruck“ (NDAV)
  • Verordnung über Allgemeine Bedingungen für den Netzanschluss“ (NAV) und die 
  • „Technische Regel für Gasinstallationen“ (TRGI) der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfachs“ (DVGW)

Was tun, wenn Sie keinen Gasanbieter finden?

Wie bereits beschrieben muss ein lokaler Gasanbieter Ihren Antrag genehmigen und sicherstellen, dass Sie eine Gasleitung erhalten können. Wenn dies jedoch nicht möglich ist, können Sie sich über das sogenannte Flüssiggas informieren. Hierbei handelt es sich um eine spezielle Form der Beheizung mit Gas, die jedoch mit höheren Kosten einhergeht. Beim Flüssiggas handelt es sich um eine spezielle Form der Heiz- und Koch Methode. Flüssiggas ist ein Widerspruch, wenn man das Wort einmal in seine zwei Bestandteile zerlegt. Doch um ein Gas in flüssigem Aggregatzustand zu halten, muss es unter Druck stehen. Schon kann das Gas flüssig aufbewahrt werden, bis es dann zum Einsatz kommen soll. Beim Verbrennen des Flüssiggases entsteht für die Umwelt ein geringerer Schaden. Schließlich entsteht deutlich weniger CO2 oder Feinstaub, als bei der alternativen Heizmethode "Heizöl". Zudem haben Sie im Gegensatz zum Heizöl die Möglichkeit einen Gasherd mit diesem Medium zu betreiben. 

Besonders lukrativ ist das Heizen mit Flüssiggas in ländlichen Gebieten. Hier ist meist noch kein Gasanschluss verlegt, der Ihnen ans Haus angeschlossen werden könnte. Wenn Erdgas- und Fernwärmenetze nicht gut ausgebaut sind, fragen sich die Menschen oftmals, wie Sie Ihr Haus alternativ und ohne einen hohen Co2 Ausstoß beheizen können. Flüssiggas kann aber mehr als nur Heizen. Es lässt sich auch mit einer Solarthermieanlage kombinieren oder an ein Blockheizkraftwerk sowie an Wärmepumpen anschließen. Die Möglichkeit, bares Geld zu sparen und somit den relativ hohen Preis für Flüssiggas auszugleichen, besteht daher.