American Football wird auch in Deutschland immer beliebter

Die Beliebtheit des American Footballs wächst hierzulande rasant an. Das liegt sicherlich mit daran, dass es im Free-TV Sender gibt, die ganze Spiele oder Spieltage übertragen, aber auch daran, dass Streamingdienste eben diesen Sport mit in ihr Programm aufgenommen haben. Die Berührung mit der amerikanischen Sportart ist also viel enger, als sie es einst war. Aber wie sieht es rund um den Sport aus? 

Die Szene in Deutschland 

Mit dem AFVD, dem American Football Verband Deutschland ist der Sport schon lange in unseren Breitengraden vertreten. Was viele spontane Zuschauer jedoch nicht wissen, ist, wie »alt« American Football in Deutschland tatsächlich ist. 

Seit 1979 gibt es die German Football League. Sie ist die erste Bundesliga der Herren, wobei sie von ihrem Stellenwert nicht mit der ersten Handball- oder Fußballbundesliga vergleichbar ist. Zwar sind seit 2001 Lizenzierungsverfahren für die teilnehmenden Vereine notwendig, doch gilt die Liga weiterhin als Amateurliga. 

Nach einer Saison, die mit einer Nord- und Südstaffel begonnen wird, werden über die Playoffs die Endspielgegner erspielt. Im Finale, dem German Bowl, wird also der Deutsche Meister ermittelt. Der Seriensieger in Deutschland sind die New Yorker Lions aus Braunschweig, die schon zwölf Mal den Titel errangen. Auch die Schwäbisch Hall Unicorns und Frankfurt Universe fielen in den letzten Jahren immer wieder durch ihre Endspielteilnahme auf. 

Online-Communitys begehrt

Viel spielt sich in der Football-Community jedoch online ab. Es gibt Foren, Facebookgruppen, aber natürlich auch gemeinsame Abende, wenn wieder die großen Teams aus den USA übertragen werden. Auch wird vermehrt gewettet, da nun immer mehr Buchmacher den American Football, teils sogar in seiner deutschen Form, mit in ihr Angebot aufnehmen. Hierbei sollten Tipper jedoch auch stete ein Blick auf die Konditionen der Anbieter werfen. Dazu gehört beispielsweise der Sportwetten Bonus, aber auch die Quoten, die ein Buchmacher zur Verfügung stellt.

Große Community 

Aktive Fans sind bei Sportarten oft gar nicht so leicht zu beziffern. Heute gibt es schlichtweg zu viele Möglichkeiten, mitsamt vereinseigener Fanradios oder auch Fanstreams von Spielen. Ein gutes Kriterium ist hingegen der allgemeine Zuschauerschnitt bei den Spielen. Hier punkten die New Yorker Lions erneut, denn sie haben durchschnittlich 3.318 Zuschauer bei ihren Heimspielen, den geringsten Schnitt haben die Kirchdorf Wildcats mit 673. Zum Vergleich kann die oberste Amateurliga des Fußballs herangezogen werden. Abseits von Rot-Weiß Essen (11.100) liegt dort der Schnitt zwischen 624 und 5.220.

Es lässt sich gut erkennen, dass durchaus eine größere Fanzahl wöchentlich in die Stadien strömt und sich American Football in Deutschland live anzuschauen. 

Das deutsche Regelwerk 

Jährlich werden die Regeln in Anlehnung an die national Collegiate Athletic Association angepasst. Während die Regeln des deutschen Spiels sich kaum von dem Original unterscheiden, fällt allerdings die Spielzeit auf. Anstelle der 4 x 15 Minuten wird in Deutschland nur 4 x 12 Minuten gespielt. Diese Vorgehensweise soll den Sport für die Zuschauer interessanter machen. Zudem wird ein Yard anders definiert, nämlich als ein Zwanzigstel des Spielfelds. Diese Änderung ist darin begründet, dass die deutschen Sportstätten selten die Yard-Länge von 109,728 Metern haben.

Fazit – wie Fußball, nur anders

So wird American Football ganz gerne beschrieben und für Fans des Sports steht fest, dass die Spannung garantiert ebenso groß ist. Gerade in Online-Communitys boomt die Sportart, während die Spitzenteams fest auf ihre treuen Anhänger im Stadion vertrauen können. Wer Lust hat, der sollte sich so ein Spiel einmal live ansehen. Mit dem US-Volkssport ist also neben diversen Shopping-Trends und Halloween ein weiteres Element der US-Kultur dabei, sich auch in unsere Herzen zu spielen.