Der erste eigene Hund: Tipps für einen gelungenen Start

Ratgeber

Zieht erstmals ein Hund im eigenen Haushalt ein, ändert sich für die Familie einiges. Ein neues Kapitel beginnt, in dem der vierbeinige Freund das eigene Leben mitunter gehörig auf den Kopf stellt.  Ob zerkaute Socken oder verschwundene Schuhe, die plötzlich woanders auftauchen: Mit einem vierbeinigen Freund ist der Alltag vielfach um einiges lebendiger. Wer erstmals einen Hund – ganz gleich, ob Welpe oder ausgewachsenes Tier – bei sich aufnimmt, muss einige Hinweise berücksichtigen. Der nachfolgende Beitrag verrät, wie ein guter Start mit dem neuen Familienmitglied gelingt.

Hund altersgerecht richtig füttern

Zwischen Herrchen und Hund besteht oftmals von Anfang an eine besonders starke emotionale Bindung. Folglich ist es nur natürlich, sich um das Wohlergehen des Tieres zu sorgen. Damit das Tier gesund heranwächst, ist es wichtig, von klein auf das richtige und artgerechte Futter zu kaufen. Welpen etwa benötigen zunächst spezielles, vom Züchter oder Tierheim bereitgestelltes Futter. Anschließend bewährt es sich laut tierärztlicher Empfehlung, das Futtermittel in einem langsamen Prozess anzupassen. Generell haben Welpen einen hohen Bedarf an Calcium, der im Erwachsenenfutter oft nicht gedeckt ist.

Für Junghunde zwischen sechs und zwölf Monaten ist Junghundefutter die richtige Wahl. Idealerweise erhält der Vierbeiner zwei größere Mahlzeiten am Tag. Es ist absolut unproblematisch, von Anfang an Trockenfutter zu kaufen. Wichtig ist, dass Sie Ihren Hund immer erst nach einer größeren „Belastung“ wie einem Spaziergang oder einem langen Spiel füttern. Auf diese Weise bleibt das Tier gesund, da ein sich gedrehter, stark gefüllter Magen sogar lebensbedrohlich sein kann. 
Erst ab einem Lebensalter von 12 Monaten empfiehlt es sich, ein Alleinfuttermittel zu kaufen. Damit der Wechsel einfach gelingt, benötigt der Vierbeiner eine gewisse Umgewöhnungszeit. Um Magen-Darm-Verstimmungen zu vermeiden, sollte das neue Futtermittel zunächst im Verhältnis von 25 Prozent beigemengt werden. Diese Menge lässt sich nach und nach steigern.

Idealerweise sollte das gewählte Futtermittel alle wichtigen Nährstoffe wie Vitamine, Fette sowie Obst und Gemüse enthalten. Zusätzlich zum herkömmlichen Nass- oder Trockenfutter kann halbfeuchtes Hundefutter eine wertvolle Ergänzung sein. Halbfeuchtes Futter ist allgemein sehr verträglich und schnell verdaulich.

Erfahrungsberichten zufolge eignet sich auserlesenes Trockenfutter ebenso, damit erwachsene Vierbeiner grundsätzlich genügend Energie bekommen. Sie sollten lediglich hochwertiges Trockenfutter wie Platinum Adult Chicken oder auch Wolfsblut mit klar deklarierten Inhaltsstoffen kaufen. Deren Bestandteile wie Löwenzahn, getrockneter Brokkoli und frisches Hähnchenfleisch enthalten Bewertungen zufolge keine schädlichen Anteile. Weiterhin lassen sich frische Möhren und anderes Gemüse problemlos mit dem Futter vermengen. Wichtig bleibt allerdings, dass der Hund bei jeder Mahlzeit zusätzlich Wasser trinkt. Eine weitere Option besteht darin, eine gemischte Fütterung vorzunehmen. Beispielsweise lässt sich Nassfutter morgens und Trockenfutter abends verabreichen.

Erziehung konsequent voranbringen

Aller Anfang ist schwer – dieses Sprichwort trifft natürlich auch auf die Erziehung des Hundes zu.  Den tierischen neuen Freund zu erziehen, erfordert anfänglich Geduld und Fingerspitzengefühl. Dennoch lohnt es sich, konsequent daran zu arbeiten. Neben guten Manieren ist eine positive Grundhaltung zum Tier enorm wichtig. Fühlt sich der Hund etwa durch Leckerlies und Belohnungen bestätigt, verhält er sich dementsprechend.

Andere „Marotten“ wie etwa anfängliches Anspringen lassen sich durch Körpersprache unterbinden. Wegdrehen oder das Knie anziehen signalisieren dem Hund, sich anders zu verhalten. Gleichzeitig benötigt der Vierbeiner einen gewissen „Grundgehorsam“. Kommandos wie „Pfui“, „Platz“ und „Sitz“ sollte ein Neuankömmling frühestmöglich verstehen lernen. 

Auf die Körperpflege achten

Hunde brauchen in vielerlei Hinsicht Pflege. Auch das Fell des Vierbeiners soll langfristig gesund und schön bleiben. Idealerweise gewöhnt sich das neue Familienmitglied schon als Welpe an die regelmäßige Fellpflege. Sofern die Haare des Hundes nicht komplett verfilzt oder verdreckt sind, reicht es aus, ihn alle paar Wochen zu baden. Neben der Hundewäsche sollten lange Krallen regelmäßig geschnitten werden.

Für tierische Wasserraten gilt: Nach dem Plantschen immer die Ohren putzen. Verbleibt Teichwasser im Gehörkanal, kann dieser sich schlimm entzünden. Auf Wasser oder Alkohol als Reinigungsmittel gilt es jedoch zu verzichten. Es gibt spezielle Spülungen und Ohrenreinigungsmittel, welche die verbliebene Feuchtigkeit schonend entfernen.

Haushalt hundesicher gestalten

In vielerlei Hinsicht verhält es sich mit einem kleinen Hund ebenso wie mit einem kleinen Kind. Es ist nicht nur so, dass Kinder und Hunde eine ganz besondere Verbindung zueinander haben. Auch die Fürsorge, die Menschen für Hunde entwickeln können, ähnelt der Sorge um den Nachwuchs. Und so verursacht der Gedanke, den Hund das erste Mal alleine im Haus zu lassen, ein ebenso mulmiges Gefühl. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte das Tier bei Abwesenheit lediglich in einem bestimmten Bereich verbleiben. In diesem Terrain sollten gefährliche Haushaltsgegenstände wie Reinigungsmittel oder elektrische Kabel sicher verwahrt sein. Genussmittel aller Art – auch die geliebte Tafel Schokolade – gehören für den neuen Mitbewohner unzugänglich gelagert.

Verabschiedungen halten Hundebesitzer bestenfalls so kurz wie möglich. Idealerweise wird das Fortgehen nicht kommentiert. Nur auf diese Weise lernt das neue Familienmitglied, für einige Stunden alleine zurechtzukommen. Dennoch ist es angebracht, das Alleine bleiben in kleinen Schritten zu trainieren, um das Tier nicht zu überfordern.

Erstausstattung besorgen

Schon bevor das neue Familienmitglied einzieht, bedarf es einer umfangreichen Erstausstattung. Im Fokus sollte ein hundegerechter Schlafplatz stehen. Vordergründig gilt es, das Hundebett oder den Hundekorb sauber und gemütlich zu gestalten. Hierfür bietet sich ein waschbarer Bezug an, der nach Bedarf abgezogen und gereinigt werden kann.  
Selbstverständlich sollte man für die erste Ausstattung auch Fressnäpfe und Spielzeug dazu kaufen. Zusätzlich ist an eine ausreichend große Transportbox sowie Hundegschirr inklusive Leine und Halsband zu denken. 

Hundehaftpflichtversicherung abschließen

Auch bei einem Hund kommt das leidige Thema Versicherung auf. Eine Tierhalterhaftversicherung ist sinnvoll, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Schnappt der Vierbeiner trotz guter Erziehung einmal zu, kann es ansonsten teuer werden. Einige Bundesländer wie Brandenburg, Berlin und Thüringen schreiben diese Versicherung für Hunde sogar gesetzlich vor. Abhängig vom Anbieter kosten die Prämien zwischen 40 und 130 Euro im Jahr. Idealerweise greift die gewählte Versicherung auch bei dritten Personen sowie bei Wohnungsschäden und dem leinenlosen Führen.

Datum: 01.07.2020