Die richtige Balance im Beruf: Karriere, aber bitte stressfrei

Schon vor der Ausbildung oder Studium haben es viele als Ziel vor Augen: Nach dem Berufseinstieg möglichst schnell Karriere machen. Das Ansehen und die immer höheren Löhne in Führungspositionen klingen äußerst verlockend. Doch es gibt auch Nachteile, mit denen man geschickt umgehen sollte.

Zeit für Erfolg: Die Karriere ruft

Der Aufstieg im Job, von Beförderung zu Beförderung, ist ein Traum vieler. Schließlich winken ein hohes Gehalt, gute Konditionen und einige beeindruckende Zeilen im Lebenslauf. Da gibt es kaum etwas zu meckern.
Doch natürlich ist auch der berufliche Erfolg, wie so vieles im Leben, nicht ganz frei von Nachteilen. Zum einen ist in vielen Branchen der Konkurrenzdruck sehr groß. Neben herausragenden Leistungen, einer guten Ausbildung und überdurchschnittlicher Zeitinvestition ist auch etwas Glück und gutes Networking wichtig, um beruflich aufzusteigen.

Dadurch muss man sich für den Traum vom Managertitel in vielen Fällen mehrere Jahre lang aufopfern und nicht selten das Privatleben hintenanstellen. Das Sprichwort „mit dem Beruf verheiratet“ kommt nicht von ungefähr.
Gleichzeitig ist aber nach großen öffentlichen Diskussionen rund um die Themen Burnout und Work-Life-Balance auch das Bewusstsein, das Leben mehr zu genießen immer mehr ins Rampenlicht gerückt.

Manche verzichten deshalb bewusst auf den großen Wurf in der Karriere, während andere versuchen, die richtige Balance zu finden. Wie bekommen junge Menschen, die gerade am Anfang des Berufslebens stehen, diese Aspekte am besten unter einen Hut?

Schneller Aufstieg, schnelles Geld?

Wer Schritt für Schritt die Karriereleiter hinaufklettert, kommt dem Wunsch des finanziellen Wohlstandes immer näher. Selbst, wer eigentlich gar keinen raketenähnlichen Aufstieg geplant hatte, kann nach einer Beförderung und der damit verbundenen Gehaltserhöhung schnell auf den Geschmack kommen.
Doch bevor man sich im Chefsessel etwas zurücklehnen kann, erwartet einen normalerweise eine längere Zeit, in der man die eigenen Prioritäten deutlich zur Arbeit hin verschieben muss.

Zusätzlich zur beruflichen Leistung kommt auch noch die Fokussierung auf den Aufstieg, die dringend notwendig ist. Wer auf seiner Position sehr gute Arbeit macht, wird natürlich gerne dortbehalten. Also gehören auch etwas Networking und Fingerspitzengefühl, sowie der Wille zum aktiven Bewerben auf internen Positionen dazu.


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Die richtige Balance zwischen Arbeit und Privatleben

Damit man also diese ambitionierten Ziele meistern kann, aber dabei die eigene Gesundheit und das Privatleben und den Stressabbau nicht vergisst, sollte man aktiv auf die richtigen Ausgleich achten. 

Die so genannte Work-Life-Balance ist in den letzten Jahren immer mehr in das Licht der Öffentlichkeit gerückt. Trotz wirtschaftlicher Höhenflüge wollen Extrembeispiele wie die Schicksale japanischer „Salarymen“, von denen auch nach Feierabend das Ausgehen mit Kollegen erwartet wird, vermieden werden. 
Diese arbeiten in hoch angesehenen Unternehmen für sehr hohe Löhne, müssen dabei allerdings ihr Privatleben praktisch aufgeben und extrem viele Überstunden unter hohem Druck ableisten. Das ist kulturell so berüchtigt, dass es dort sogar einen eigenen Begriff, Karōshi, für den Tod durch Überarbeitung gibt.

Das ist zwar ein Extrembeispiel, aber dennoch ist es überaus wichtig, sich um Ausgeglichenheit im Alltag zu bemühen. Mit einigen grundlegenden Maßnahmen kann man es schaffen, trotz einer Fokussierung auf die Karriere den Ausgleich und das Privatleben nicht aus den Augen zu verlieren.

Gesunde Work-Life-Balance: Die Grundlagen

Die Basis ist eigentlich ganz einfach. Lange Arbeitstage, vor allem bei hektischen oder verantwortungsintensiven Tätigkeiten, kosten viel Energie und lösen Stress aus. Wer dann noch im Kopf die Arbeit mit nach Hause nimmt und auch nach Feierabend nur an die Pflichten der nächsten Arbeitstage denken kann, manövriert sich in eine auf Dauer ungesunde Sackgasse.

Da kommt nun die Work-Life-Balance ins Spiel. Mit einer passenden Freizeitbeschäftigung oder der richtigen Entspannung ist das Ziel, die Belastung der Arbeit zumindest kurzzeitig zu vergessen und Stress abzubauen.

Für jeden ist die Gestaltung des Freizeitprogramms für den bestmöglichen Ausgleich natürlich individuell unterschiedlich. Jeder muss für sich selbst herausfinden, wie man die Zeit verbringen möchte, nachdem man das Büro verlässt.

Die grundlegenden Möglichkeiten sind zweierlei:

  • Fordernde, zeitintensive Hobbys: Tätigkeiten, die die vollständige Konzentration erfordern, wie etwa Mannschaftssport oder gestalterische Tätigkeiten. Solche Hobbys sind sehr gut dafür geeignet, sich völlig abzulenken, um jeden Gedanken an die Arbeit nach Feierabend zu verhindern. Außerdem können intensiv betriebene Hobbys einen großen Teil zur Entfaltung der eigenen Persönlichkeit und Selbstverwirklichung beitragen. Natürlich muss man hier aufpassen, dass man nicht nach Feierabend noch allzu viel Energie investieren muss und dadurch noch gestresster wird.
  • Wellness und Entspannung: Andere wiederum entspannen sich lieber in Ruhe auf der Couch oder in der Badewanne, etwa mit einem guten Buch oder der Lieblingsmusik. Wer es dabei schafft, komplett abzuschalten, sich ganz auf sich selbst zu fokussieren und vollständig zu entspannen, kann sich gut regenerieren und neue Energie schöpfen. Diese ist für die nächsten Arbeitstage dringend notwendig.

Natürlich ist auch jede Kombination dieser beiden Freizeitgestaltungen möglich. Wichtig ist immer die Tatsache, dass man sich so ablenkt, dass die Gedanken nicht an den Schreibtisch im Büro zurückkehren. Nur dann ist gewährleistet, dass man auf lange Sicht genügend Energie für die Karriere übrighat und sich nicht überarbeitet.


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Wir haben noch ein paar weitere Tipps für eine optimale Vorbereitung auf eine gesundheitlich nicht belastende Karriere:

  • Zeitverschwendung abstellen: Gerade in Zeiten von ständig verfügbaren Inhalten Bildschirmgeräten kann man dazu neigen, viele Stunden am Tag verstreichen zu lassen, ohne bewusst etwas zu tun. Daher sollte man darauf achten, seine Zeit sinnvoll zu nutzen. Das kann sowohl eine aktive Beschäftigung sein, aber auch einfach ein bewusstes Entspannen. Wichtig ist, dass man die Zeit für sich selbst nimmt, anstatt an den Bildschirm gebannt Minute für Minute verstreichen zu lassen.
  • Urlaube und Sabbaticals nehmen: Auch, wenn man vielleicht das Gefühl hat, dass zu lange Urlaube nicht besonders förderlich sind, wenn man schnell im Unternehmen aufsteigen möchte, sollte man darauf achten, zumindest hin und wieder etwas anderes zu sehen und die Akkus aufzuladen. Gerade, wer konstant gute Leistung bringen möchte, wird verstehen, dass man ohne Erholung kaum ein ganzes Jahr die Quantität und Qualität der Arbeit auf einem hohen Niveau halten kann. Gute Arbeitgeber gönnen ihren produktiven Mitarbeitern ohnehin regelmäßige Erholungspausen beziehungsweise wissen, dass ohne Regeneration die Arbeit leiden würde.
  • Auslandsjahr vor Karrierebeginn: Das kann ein wichtiger Schritt sein, um sich auf eine anstrengende Einstiegsphase inklusive Probezeit vorzubereiten. Vor dem Antritt des ersten Arbeitstages etwas länger zu reisen oder sogar ein Auslandsjahr einzulegen, kann dabei helfen, die nötige Energie für den Eintritt in die Arbeitswelt aufzubauen und hochmotiviert loszulegen. Gut erholt kann man dann in den Alltag starten und sich um die Karriere kümmern. Die Erfahrungen im Ausland und die dadurch gewonnene Perspektive sieht noch dazu super auf jedem Lebenslauf aus.
  • Altersteilzeit: Dies betrifft das andere Ende des Spektrums. Wer bereits eine lange, erfolgreiche Karriere hinter sich hat und in all diesen Jahren viel Lebensenergie in die Arbeit gesteckt hat, kann eventuell Probleme beim Absprung haben. Ein großer, wichtiger Teil des Lebens fällt dann plötzlich weg. Ein Segen für viele, ein Schock für einige andere. Daher kann es eine gute Idee sein, sich schon vor dem Ausstieg mit Altersteilzeit darauf vorzubereiten. Dabei wird die Arbeitszeit vor der Rente für einige Zeit halbiert, so dass man einen fließenderen Übergang in den Ruhestand erhält. Auch kann man so bereits früher damit beginnen, die Zeit anders einzuteilen und etwas Entspannung zu pflegen.

Wie bereits erwähnt, ist es durchaus ein Trend in den letzten Jahren, dass sich jüngere Generationen mehr darauf konzentrieren, das Leben mit mehr als Arbeit und Karriere zu füllen. Doch das muss nicht bedeuten, dass weniger Wert auf beruflichen Erfolg gelegt wird.

Ein komfortables Gehalt ist nach wie vor sehr wichtig für viele, wodurch sie natürlich auch auf beruflicher Ebene durchstarten müssen. Es ist nur eine andere Art der Balance, die immer wichtiger wird.

Die Arbeitssituation in der Realität 

Theoretisch ist es also recht einfach, neben der Arbeit ein gutes Gleichgewicht zwischen sozialen oder sportlichen Aktivitäten und gemütlicher Entspannung finden, damit man am Feierabend die Aufgaben für den nächsten Tag vergessen kann. 

Dazu noch eine faire Arbeitszeit ohne zu viele Überstunden und fertig ist die Work-Life-Balance, die auch mit einer rasanten Karriere funktionieren kann, so zumindest die Theorie.

In der Wirklichkeit sieh dies leider oft etwas anders aus. Selbst, wer verschiedene Hobbies hat und sich dafür regelmäßig Zeit nimmt, kann eventuell nicht ganz abschalten. An den kurzen Feierabenden ist man dann nicht völlig von der Arbeit isoliert, grübelt beispielsweise auch beim Joggen weiterhin darüber nach.


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Trennung von Beruf und Freizeit

Auch mit dem immer populärer werdenden Home-Office oder generell Arbeitsschritten, die auch von zuhause per E-Mail erledigt werden können, gibt es diesbezüglich große Herausforderungen. Man nimmt sich die Arbeit mit nach Hause und erledigt auch nach Feierabend schnell noch etwas, was dringend bearbeitet werden muss.

So schaltet man nie wirklich einen Gang zurück, was auf Dauer auf Gesundheit und Leistungsfähigkeit schlagen kann. Auch oder gerade diejenigen, die sehr in ihrer Arbeit aufgehen und sich trotz vieler Stunden pro Tag nicht wirklich belastet fühlen, gehen dieses Risiko ein.

Wer der Meinung ist, die eigene Tätigkeit besonders zu genießen, sollte sich dennoch darum kümmern, es nicht zu übertreiben und hin und wieder einen Ausgleich zu bekommen. Denn wie bei so vielem gilt auch hier: Die Dosis macht das Gift. Es wäre ja auch sehr schade, wenn man sich gerade so einen geliebten Job zermürben würde, nur, weil es letztendlich doch etwas zu viel des Guten war.

Arbeitskultur heute

Egal, ob man in einem Startup den Einstieg in eine Branche sucht, oder ob man in großen, marktführenden Konzernen beginnt, die Karriereleiter hochzuklettern, überall ist das Potential für einen stressreichen Arbeitsalltag vorhanden.

In modernen Neugründungen läuft zwar grundlegend alles etwas lockerer ab, doch das bedeutet nicht, dass das auch auf die Arbeitsintensität zutrifft, denn gerade diese kann in Startups recht hoch sein. Aufgrund des häufig großen Wachstums fallen einem schnell mehr und mehr neue Aufgaben zu.

In der dabei entstehenden Arbeitskultur wird dann durchaus erwartet, dass man auch über das Minimum hinaus anpackt und viel Verantwortung übernimmt. So ist zwar ein steiler Aufstieg möglich, jedoch ist hier häufig eine große Zeitinvestition nötig, die nicht selten über die Normalarbeitszeit hinaus geht. 

Auch können junge Unternehmen mit kleinen Teams das anfallende Volumen nicht auf viele Redundanzen verteilen, wodurch nicht selten die Konditionen bezüglich Urlaubszeit und Arbeitszeit eher unterdurchschnittlich sind. In großen Konzernen ist der Aufstieg zwar etwas langwieriger, da man sich üblicherweise langsam durch das etablierte System mit vielen Ebenen arbeiten muss, dafür sind die Voraussetzungen für eine gute Balance häufig erfüllt.

Das bedeutet jedoch nicht, dass dadurch automatisch der Alltag entspannend ist, gerade in Branchen, in denen ein Karriereaufstieg vielversprechend ist, ist der Konkurrenzdruck sehr groß. Man ist ständig damit bemüht, andere Anwärter zu übertreffen und einen möglichst guten Eindruck bei Vorgesetzten zu machen, um bei offenen Stellen in höheren Positionen ein Chance zu haben.


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Work-Life-Balance aus der Sicht der Arbeitgeber

Wie bereits erwähnt wurde, bieten vor allem größere, stabile Unternehmen häufiger gute Arbeitskonditionen und überdurchschnittlich viel Urlaub Redundanzen, um Abwesenheiten auszugleichen.

Auf der anderen Seite liegt das allerdings daran, dass Geschäftsführern ebenfalls bewusst ist, dass gute Konditionen äußerst wichtig sind, wenn man die beste Leistung aus den Mitarbeitern herausholen möchte. Man denke nur an die Worte von Robert Bosch, der schon vor fast 100 Jahren sagte: 

Ich zahle nicht gute Löhne, weil ich viel Geld habe, sondern ich habe viel Geld, weil ich gute Löhne bezahle.

Das bedeutet nichts anderes, als dass nur motivierte Mitarbeiter es auf Dauer schaffen werden, die gewünschten Leistungen bei gleichbleibender Qualität zu vollbringen. Dass heutzutage nicht nur Geld, sondern eben auch genügend Freizeit und Gesundheit die Voraussetzungen für eine glückliche Belegschaft sind, ist ebenfalls kein Geheimnis mehr.

Der Fachkräftemangel verbessert die Bedingungen

Außerdem ist es, gerade für Unternehmen in Branchen, in denen gut ausgebildete Fachkräfte Mangelware sind, ein sehr wichtiges Kriterium für Bewerber, wenn die Konditionen stimmen. 

So gibt es auch einen Trend, der Arbeitskräften zu Gute kommt: Über Arbeitszeiten und Urlaubstage hinaus bieten Unternehmen immer mehr sogenannte zusätzliche Benefits an, um den Arbeitstag möglichst angenehm zu gestalten und Mitarbeitern Chancen zum Ausgleich zu bieten. Wichtige Argumente, um sich von anderen Firmen positiv abzuheben sind dann etwa Aspekte wie ein tägliches Buffet zum Frühstück, Unterhaltungsangebote für die Pausen und eine verbesserte Krankenversicherung.

Die Attraktivität für Arbeitnehmer, die durch solche zusätzlichen Benefits entstehen, dient der Work-Life-Balance, da sie schon während der Arbeitszeit zum Abbau von Stress beitragen und somit ein gutes Gefühl schaffen. Das reduziert die Anspannung während des Arbeitstages und vereinfacht so auch den Eintritt in einen entspannten Feierabend, dem keine dauerhafte Belastung nachhängt.

Für Arbeitnehmer wiederum bedeutet das: Wenn man sich für einen Arbeitgeber mit guten Konditionen entscheidet, geht der Aufstieg möglicherweise nicht ganz so schnell, aber dafür nachhaltiger, denn auch die eigene Gesundheit ist eine Ressource, mit der man haushalten muss.


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Ein Ausblick für die Zukunft

Es sind bereits Veränderungen in der Einstellung von Arbeitnehmern bezüglich ihrer Lebensgestaltung zu beobachten. In den letzten Generationen haben sich Aspekte wie Freizeit, Gesundheit, Selbstverwirklichung und Reisen eine immer größere Rolle erobern können.

Auf diese Trends reagieren natürlich immer mehr Arbeitgeber und bieten ein Arbeitsumfeld an, das diesen modernen Erwartungshaltungen entspricht. Doch es ist auch anderen Entwicklungen zuzuschreiben, die sich parallel gebildet haben.

Die Arbeitswelt, beziehungsweise der Begriff Arbeitsplatz an sich, hat sich im Zuge der Digitalisierung und der zunehmenden Relevanz von informationsbasierten Jobs grundlegen verändert.

Immer flexiblere Arbeitszeiten sind eine große Folge davon, selbst die typischen Kernarbeitszeiten verabschieden sich nach und nach immer mehr. Auch die Erfolgsstory vom Home-Office und die grundlegende Möglichkeit, einzelne Arbeitsschritte noch von zuhause zu erledigen, haben einen großen Effekt.

Das Privatleben und die Arbeitswelt verändern sich also parallel und zwar in eine Richtung, in der sie kaum mehr voneinander zu trennen sind. Das hat dazu geführt, dass ein neues Stichwort immer häufiger genannt wird, wenn ein gesunder und nachhaltiger Umgang mit dem Arbeitsleben diskutiert wird.

Work-Life-Integration als neues Modell

Die so genannte Work-Life-Integration ist prinzipiell das gleiche wie die Balance, jedoch mit einigen feinen Unterschieden. Das Privatleben und die Arbeit sind keine voneinander separaten, klar trennbaren Einheiten mehr. Daher kann man sie nicht mehr in dem Sinne „balancieren“, sondern muss die Verbindung der beiden fest verzahnten Elemente möglichst positiv gestalten.

Auch die Art der Arbeit, die einen immer größeren Teil des Arbeitsmarktes ausmacht, hat einen Effekt auf dieses Geflecht. Da hochkonzentrierte Bildschirmarbeit kaum für die vollen acht Stunden eines traditionellen Arbeitstages möglich sind, zumindest nicht auf gesunde Weise, kündigen sich auch hier Änderungen an.

Eine 36-Stunden-Woche ist beispielsweise immer häufiger im Gespräch, oder auch eine Reduzierung der gewöhnlichen Arbeitswoche auf vier Werktage. Erst kürzlich haben sich Politiker in Irland und Großbritannien wiederholt positiv dazu geäußert und immer mehr Unternehmen starten Pilotprojekte dazu.

Dabei ist zu beachten, dass gerade flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit, von zuhause zu arbeiten, immer effektiver werden, je weniger Arbeitsstunden man in eine Woche packen muss. Es scheint also deutlich positive Entwicklungen auf diesem Gebiet zu geben.