Entspannt schlafen: So oft sollte das Bettzeug im Idealfall gewechselt werden

Ratgeber

Betten neu zu beziehen, gehört nicht unbedingt zu den beliebtesten Haushaltsaufgaben der Deutschen. Das alte Bettzeug abzuziehen, zu waschen und anschließend in den Schrank zu räumen und das Bett mit neuer Bettwäsche zu beziehen, ist immerhin alles andere als unaufwändig und kostet eine Menge Zeit - kein Wunder also, dass diese Aufgabe gerne vor sich hergeschoben wird.

Solange die Bettwäsche nicht unangenehm riecht oder sich sichtbare Flecken darauf befinden, macht es schließlich keinen Unterschied, ob die Bettwäsche nun eine Woche mehr oder weniger benutzt wird, oder?

Schweiß, Hautschüppchen und Haare - Bettwäsche ist nicht immer so sauber, wie sie vielleicht wirkt



Im Durchschnitt alle drei Wochen wechseln die Deutschen im Schnitt die Bettwäsche und liegen dabei im internationalen Vergleich eher hinten. Auch wenn es nicht notwendig ist, das Bettzeug wie die Mexikaner jede Woche zu wechseln, sollte es die goldene Mitte sein. Alle zwei Wochen sollte die Bettwäsche im Idealfall gewechselt werden - auch dann, wenn diese nach dieser Zeit eigentlich noch ganz frisch erscheint. Nicht sichtbar sind allerdings während der Nacht ausgeschiedener Schweiß, abgestorbene Hautschüppchen und ausgefallene Haare. Gerade in warmen Sommernächten kann eine Menge von bis zu einem halben Liter Schweiß zusammenkommen - wer generell ein Problem mit nächtlichen Schweißattacken hat, kommt unter Umständen das ganze Jahr über auf diese beträchtliche Menge. Eine ideale Brutstätte für Bakterien also, doch auch Milben und Pilze fühlen sich pudelwohl im warmen Bett, die durch Schweiß und Hautschüppchen genug zu essen haben. Was sich nicht nur eklig anhört, ist es auch: Bakterien, Milben und Pilze, die sich auf der Bettwäsche befinden, können so problemlos auf Matratze und auch auf die Haut übergehen und so zu unangenehmen Folgen führen. 

Wer schwitzt oder krank ist, sollte die Bettwäsche deutlich öfter wechseln



Schnupfen, Husten, Niesen oder auch juckende Augen und sichtbare Ausschläge auf der Haut - nicht immer sind die Auswirkungen von nicht ganz so frischer Bettwäsche genau darauf zurückzuführen. Immerhin ähneln die Symptome auch anderen Allergien wie Heuschnupfen oder einer leichten Erkältung. Wer sich jedoch häufiger krank fühlt, sollte in Zukunft unbedingt darauf achten, die Bettwäsche mindestens alle zwei Wochen zu wechseln, im Winter reicht es unter Umständen aus, die Bettwäsche von Tchibo oder anderer Marken nur alle vier Wochen zu wechseln, sofern nicht viel geschwitzt wird. Wer viel schwitzt, sollte das Bettzeug natürlich öfter wechseln. Das Gleiche gilt für alle, die gerne nackt oder nur leicht bekleidet schlafen. Hier gelangen nicht nur deutlich mehr Hautschüppchen an das Bettzeug, sondern auch Reste von Cremes und anderen Körperprodukten. Wer einen Magen-Darm-Infekt oder eine Erkältung hat, sollte die Bettwäsche spätestens nach überstandener Krankheit wechseln. In diesem Fall ist es sinnvoll, die Textilien bei 60 Grad zu waschen - nur dann werden sie hygienisch rein. Wer gesund ist und sein Bettzeug regelmäßig wechselt, kann dieses jedoch auch bei 40 Grad in der Waschmaschine waschen. Das schont nicht nur den Stoff, sondern auch die Umwelt. Für zusätzliche Sicherheit sorgt ein Hygienespüler, der mit in die Wäsche gegeben wird.

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