Haartransplantation in der Türkei: Urlaub und Schönheit beim Testsieger

Wenn man das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden kann

08. Januar 2020

Haare sind für viele eines der wichtigsten Einzelmerkmale, die über das Aussehen bestimmen. Leider können jedoch zahlreiche Umweltfaktoren der – männlichen wie weiblichen – Prachtmähne den Garaus machen. Eine Haartransplantation in der Türkei bietet dann die Möglichkeit, die unschönen Lücken wieder füllen zu lassen und gleichzeitig noch Urlaubssonne zu tanken.

Warum Haare sich verabschieden

Die meisten Leser dürften jemanden kennen, dessen Haarpracht nicht mehr so aussieht wie auf seinen Fotos vom Schulabschluss – vielleicht sogar kennen sie diese Person durch den Blick in den Spiegel. 

Dass es so viele gibt, die damit zu kämpfen haben, liegt daran, dass hinter dem Haarausfall ganz unterschiedliche Auslöser stecken. Die wichtigsten sind:

  1. Der erbliche oder anlagebedingte Haarausfall. Er ist die bei weitem meistverbreitete Form, unter der mehr als drei Viertel aller Männer und ein Viertel aller Frauen leiden. Durch Alterungsprozesse und Überempfindlichkeit gegen männliche Geschlechtshormone wachsen neue Haare immer kürzer, bis sie wieder ausfallen. Dadurch werden sie nicht nur in der Länge kürzer, sondern auch dünner, bis sie schließlich ganz ausbleiben. Bei Männern kann dies schon zum Ende der Pubertät auftreten, bei Frauen häufiger erst Richtung Menopause, wenn sich der Hormonhaushalt umstellt. 
  2. Der diffuse Haarausfall. Er tritt auf dem gesamten Kopf gleichermaßen auf. Dadurch wird die Haartracht insgesamt dünner, oft wird die Kopfhaut überdeutlich sichtbar. Hierhinter stecken praktisch immer andere Krankheitsbilder. Stress ist ein häufiger Auslöser, dazu Nährstoffmangel, teils auch Schilddrüsen-Fehlfunktionen, auch kann der diffuse Haarausfall durch die Einnahme von Medikamenten verursacht werden – hier sollten Betroffene immer erst Rücksprache mit dem Hausarzt halten, bevor sie den Haarverlust selbst bekämpfen; er ist wie gesagt oft eine Auswirkung von tieferen Ursachen. 
  3. Der kreisrunde Haarausfall. Bei ihm entstehen, oft innerhalb sehr kurzer Zeit, runde oder ovale, scharf abgegrenzte Lücken im Haupthaar. Nachdem lange Jahre unklar war, was dahintersteckt, weiß die Wissenschaft nun, dass es T-Lymphozyten sind – eine Klasse von Abwehrzellen. Stark vereinfacht ausgedrückt reagieren der Körper falsch auf das Vorhandensein dieser Zellen, sie greifen den Unterbau der Haare an, sodass diese ausfallen. Auch hier können andere Faktoren zwischen Stress, Medikamenten und Hormonen auslösend oder begünstigend wirken, aber gänzlich verstanden hat die Medizin diese Autoimmunreaktion noch nicht. 

Diese drei Varianten sind für einen ganz erheblichen Teil aller Haarausfälle verantwortlich. Zwar gibt es noch andere Faktoren, etwa die psychisch bedingte Trichotillomanie, bei der Betroffene sich zwanghaft Haare ausreißen oder Traktionsalopezie, bei der Haare durch mechanische Einwirkungen – etwa stramm gebundene Zöpfe – ausfallen. Aber diese kommen nur in sehr geringerem Maß vor. 

Warum eine Haartransplantation in der Türkei?

Ganz primär deshalb, weil das Land am Bosporus als eines der wichtigsten Zentren für Haartransplantationen gilt. Zwar gibt es praktisch in jedem Land Kliniken, die derartiges durchführen. Aber in den jüngsten Jahrzehnten haben sich in der Türkei besonders viele Spezialisten angesiedelt.

Das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass hier ein anderes Preisniveau herrscht. Und da wird es für deutsche Leser interessant: Das deutsche Kassensystem lehnt in aller Regel die Übernahme von Transplantationen ab – nur in (seltenen) Ausnahmefällen, etwa wenn man durch einen Facharzt eine sehr große psychologische Belastung nachweisen kann oder eine Erkrankung dahintersteckt, zahlt die Kasse.

Bedeutet, man muss in aller Regel selbst das Portemonnaie öffnen. In hiesigen Kliniken hat das zur Folge, dass man wegen des „deutschen Preisniveaus“ mehr zahlt – und nicht selten durch Personal mit weniger Routine in der Haartransplantation betreut wird. Ähnlich sieht es auch in vielen anderen europäischen Ländern aus und es ist ein wichtiger Grund dafür, warum die Türkei ein solches Zentrum für Haartransplantationen geworden ist. Dort ist das Preisniveau niedriger, ohne dass es auch die Qualität wäre. Drei Ärzte haben sich in der Türkei besonders im Bereich der Haartransplantation etabliert:

  • Der angesehene Experte Dr. Balwi, Testsieger im Bereich der Haartransplantation in der Türkei, arbeitet ausschließlich in der Istinye Üniversitesi Klinik – als Schwerpunktklinik für plastische Chirurgie und Haartransplantationen die erste Adresse und Testsieger unter den vielen Kliniken in Istanbul, die Schönheitschirurgie auf modernstem Niveau anbieten. Seit der Gründung von Elithairtansplant im Jahr 2006 wurden bereits über 20.000 Haartransplantationen durchgeführt – in 95% der Fälle konnten die Probleme der Patienten dadurch beseitig werden. Der Schwerpunkt bei Dr. Balwi liegt dabei auf der FUE Haartransplantation, die als besonders schonend gilt.
  • Auch Dr. Koray Erdogan arbeitet im ASMED Zentrum für medizinische Chirurgie mit dieser Technik der Haartransplantation in der Türkei. Bereits seit 2000 ist er im Bereich der Haarverpflanzung aktiv und eröffnete 2001 seine eigene Klinik ASMED in Istanbul. Während er zunächst mit dem FUT-Verfahren arbeitete, begann er ab 2004, dieses mit dem FUE-Verfahren zu kombinieren – mit Erfolg, denn er empfängt Patienten aus der ganzen Welt.
  • Auch Dr. Ibrahim ist ein erfolgreicher Arzt im Bereich der Haartransplantation in der Türkei und hat sich auf die FUE Haartransplantation konzentriert. Er hat zahlreiche Weiterbildungen und Entwicklungsprogramme zum Thema Haartransplantation absolviert und ist somit stets auf dem neuesten Stand über mögliche neue Technologien. So kann er auch bereits über 3.000 zufriedene Kunden nachweisen.

Das ist auch deshalb interessant, weil in der Türkei vergleichsweise viel Forschung betrieben wird – es gibt derzeit ein gutes Dutzend unterschiedlicher Haupt- und Untertechniken, um Haare dort wieder wachsen zu lassen, wo sie es auf natürlichem Weg nicht mehr taten. In vielem davon sind die türkischen Kliniken ein wichtiger Vorreiter, teils auch Erst-Durchführer.  

Wie eine Haartransplantation abläuft

Alles beginnt damit – so der Hausarzt festgestellt hat, dass keine ernsthafteren Krankheiten dahinterstecken, die zunächst zu behandeln sind – dass man sich mit der Istinye Üniversitesi Klinik in Verbindung setzt. Das geschieht über ein Haaranalyse-Tool auf Homepage von Dr. Balwi, welches man mit seinen persönlichen Haarausfall-Eckdaten bestückt. 

Das Klinikpersonal wertet diese Daten im Anschluss aus und kontaktiert einen dann per E-Mail mit einer Einschätzung der Kosten – diese beginnen bei 1899 Euro, falls man sich für ein Komplettpaket entscheidet, das auch die Unterbringung in einem 4-Sterne-Hotel beinhaltet. Ohne diesen Service starten die Preise bei 1499 Euro.

Nachdem man den Termin geklärt und den Flugtransfer organisiert hat, erfolgt in der Klinik das Vorgespräch – man ist dort durch Dolmetscher auf deutschsprachige Patienten eingerichtet, ferner spricht das Team fließend Englisch. Dabei wird der tatsächliche Haarausfall am Patienten selbst untersucht, es werden Methoden durchgesprochen und der exakte Termin für die Behandlung anberaumt. In den meisten Fällen ist für die Transplantation nur eine Sitzung notwendig. 

In der Zwischenzeit – auch weil es sich um keinen schwerwiegenden körperlichen Eingriff handelt – steht es Patienten frei, sich als Urlauber durch die Stadt zu bewegen und ihre schönsten Ecken zu erkunden. In der Klinik erfolgt dann auch die Nachbehandlung. Auch sind alle notwendigen Pflegemittel und Medikamente im Preis inkludiert.  

Übrigens können bei dieser Gelegenheit auch Narben im Bereich der Kopfhaut korrigiert werden. 

Fazit

Haarausfall ist kein Schicksal, mit dem man sich abfinden müsste. Allerdings finden sich die modernsten Behandlungsmethoden längst nicht mehr in Mitteleuropa, sondern am Bosporus. Immer mehr Menschen nutzen diese Tatsache, um eine nötige Transplantation mit einem Städtetrip zu kombinieren – Medizintourismus im positiven Sinne.

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