Haus bauen und es anschließend wieder verkaufen

Ein Überblick

Sofern eine Privatperson den Hausbau plant, aber um hieraus über einen Verkauf einen Gewinn einzuholen, dann muss der Gewinn auch entsprechend versteuert werden. Diese Steuer fällt aber auch nur dann an, wenn sich das Haus nicht 10 Jahre im eigenen Besitz befunden hat. Ein Überblick.

Wann fällt eine Steuer bei Verkaufsgewinn an?

Die Zehnjahresfrist gilt für jede Privatperson, welche eine Immobilie innerhalb der 10 Jahre verkaufen möchten. Der Verkauf ist möglich, aber eben unter der Zahlung von Steuern, welche im Rahmen der Einkommenssteuer abgeführt werden müssen. Wenn das Haus demnach am 1. Januar 2020 erworben wurde, dann kann am 1. Januar 2030 steuerfrei verkauft werden. 

Doch wie in vielen Regelungen gibt es auch dem hinsichtlich Ausnahmen, die mit einem Steuerberater abgeklärt werden können. So entfällt die Frist, wenn die Immobilie zu eigenen Wohnzwecken verwendet wurde. Eine Steuer auf den Erlös ist insofern nicht zu entrichten, selbst wenn die Immobilie schon nach nur einem Jahr verkauft wird.

Diese Ausnahme gilt aber nicht nur für den Hauptwohnsitz, sondern umschließt auch Ferienwohnungen oder den Zweitwohnsitz. Ein City Immobilienmakler ist sich hierüber zumeist in Kenntnis und könnte für weitere Aufklärung Sorgen. Generell sollte der Verkauf auch nur durch einen Makler erfolgen, denn dieser übernimmt alle bürokratischen Hürden.

Wie hoch ist die Einkommenssteuer?

In Deutschland gibt es keine pauschalen Einkommenssteuersätze, daher richtet sich der Steuersatz je nach Einkommenshöhe. Zudem werden aber auch alle Verbindlichkeiten angerechnet, so zum Beispiel auch die Kosten für den Notar, einen Immobilienmakler und auch für Fahrtkosten zu Besichtigungsterminen und Ausgaben für Inserate.

Der Verkaufserlös und alle Aufwendungen werden unter der Anlage „Sonstige Einkünfte“ verbucht. Sofern eine Ratenzahlung vereinbart wurde, gibt es sogar noch eine Entlastung. Der Verkäufer profitiert entsprechend von der Freigrenze hin Höhe von 600 Euro pro Jahr. Sinnvoll könnte auch die Verschiebung des Veräußerungsgewinns sein, wenn im nächsten Jahr mit weniger Einkünften gerechnet wird.

Wie kann eine Immobilie verkauft werden?

Aktuell gibt es sowohl beim Hausbau als auch beim Verkauf einige Hürden aufgrund von Corona. Bauunternehmen haben zumeist das Problem, dass die Materialien nicht beschaffen werden können, da einige Firmen den Betrieb eingestellt haben. Andererseits kommt es im Verkauf zu Einschränkungen, da gewöhnliche Besichtigungen kaum noch möglich sind.

Die Branche wechselt daher auf Online-Besichtigungen, welche zum Beispiel über FaceTime, Zoom oder Skype stattfinden. Sollte der Interessent weiterhin ein ernsthaftes Interesse haben, dann sollte auch eine reale Besichtigung stattfinden, allerdings unter Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Meter.

All diese Regelungen und Herausforderungen erschweren den Verkauf der Immobilie ungemein, wodurch sich kaum noch eine Privatperson den Stress antut, sondern direkt einen Makler engagiert. Dieser verfügt auch über Kenntnisse hinsichtlich des Steuerrechts, wodurch sich womöglich noch mehr Geld sparen lassen würde.

Datum: 01.07.2020

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