Mein eigener Blog:

Profitipps für Aufbau und Gestaltung

Einen eigenen Blog zu schreiben ist ein tolles Hobby, bei dem man sich kreativ sehr vielseitig ausleben kann. Und wer weiß, ob daraus nicht noch etwas mehr wird. Eine solide Aufmachung und hochwertige Gestaltung tragen dazu bei, dass der Webauftritt professionell wirkt und sich positiv von der Masse abheben kann. Wir zeigen, auf was es dabei ankommt. 

Die Gründe für einen eigenen Blog können sehr unterschiedlich sein – Tatsache ist, dass es sich dabei um ein unglaublich vielseitiges Medienformat handelt, mit dem wir uns ausdrücken können. Wer schon immer einmal seine Ideen, Gedanken oder Ratschläge mit anderen teilen wollte, kann übers Internet viele Menschen erreichen.

Wie viele aktive Blogs es gibt, lässt sich nur schwer beziffern – es sind Millionen allein im deutschsprachigen Raum. Davon sollte man sich jedoch nicht abschrecken lassen, selbst aktiv zu werden. Denn wer ein paar Tipps beachtet, kann dafür sorgen, dass sein Blog vorteilhaft aus der großen Masse hervorsticht und schnell Leser dazugewinnen.

Die wichtigsten Überlegungen zu Beginn

Als allererstes wird man wohl eine Idee zur thematischen Ausrichtung seines Blogs haben. Am Leichtesten ist es dabei, ein passendes Gebiet zu finden, mit dem man sich leidenschaftlich und langfristig auseinandersetzen möchte. Beide Punkte sind für den Erfolg des Blogs wichtig:

  • Die Leidenschaft ist der perfekte Motivator, um Inhalte zu erstellen und sich regelmäßig um neue Beiträge zu kümmern.
  • Ausdauer ist notwendig, denn als nur auf kurze Dauer ausgelegtes Unterfangen ist der Aufwand, einen Blog zu erstellen einfach zu groß.  

Wer herausfinden möchte, ob das bloggen überhaupt etwas für einen ist, könnte sich als Gastautor bei einem anderen Blog ausprobieren. Dabei entsteht ein erster Eindruck darüber, welche Aufgaben vor allem bei der fortwährenden Pflege des Blogs anfallen. Zudem kann man herausfinden, was einem besonders Spaß macht.

Hobby oder Berufung?

Schließlich stellt sich die Frage, welche Intention hinter dem Vorhaben steht. Soll der Blog ausschließlich im Rahmen eines Hobbies betrieben werden oder soll damit langfristig auch Geld verdient werden? An dieser Entscheidung hängen verschiedene weitere Schritte ab, um den Blog in die richtige Richtung zu bringen:

  • Aufbau und Struktur des Blogs: Je nachdem, wie viele Beiträge regelmäßig veröffentlicht werden sollen, bieten sich unterschiedliche Struktur- und Archiviermöglichkeiten an. Man sollte sich darüber Gedanken machen, wo einzelne Inhalte abgelegt und wie sie (vom Leser) gefunden werden können.
  • Die richtige Plattform / das passende Content Management System (CMS): Anfänger oder Hobby-Blogger können auf verschiedene kostenlose Plattformen und CM-Systeme zurückgreifen. Das individuell geplante Vorhaben bestimmt, was hierfür am besten geeignet ist. Dazu später mehr.  
  • Das geeignete Webhosting: Ähnliches gilt für das Hosting – also die Bereitstellung des für den Blog notwendigen „Platzes“ im Internet auf einem Server durch einen speziellen Anbieter.
  • Die regelmäßig zu investierende Zeit: Wir der Blog allein als Hobby betrieben hat man keinerlei Druck oder Zwang, stetig neue Inhalte zu produzieren. Ist das Ziel hingegen, damit auch Geld zu verdienen, sollte überlegt werden, wieviel Zeit dafür investiert werden muss.

Wer einen Blog startet, macht dies niemals nur für sich selbst. Es ist der ureigene Charakter dieses Medienformats, sich an eine gewisse Öffentlichkeit und eine bestimmte Zielgruppe zu richten. Auch, wenn es sich bei den Inhalten um sehr persönliche Gedanken handelt, werden sie nach mehr oder weniger strengen journalistischen Richtlinien für andere aufbereitet.

Der Name ist Programm

Auch der Wahl des genauen Titels des Blogs sollte viel Aufmerksamkeit gewidmet werden. Hier werden die Weichen für die inhaltliche Ausrichtung gestellt: Er sollte einerseits direkt deutlich machen, um was es geht, gleichzeitig aber auch genügend Spielraum zum Entfalten in verschiedene Richtungen lassen. Weitere Kriterien für einen guten Blogtitel:

  • Kurz und knackig
  • Individuell und kreativ
  • Einmalig und einprägsam

Bei einem professionellen Blick kann beim Namen bereits auf relevante Suchwörter geachtet werden. Besonders einzigartig sind Fantasiewörter oder Abwandlungen von bestehenden Begriffen. Manchmal helfen charakteristische Besonderheiten der Zielgruppe als Inspiration weiter.

Tipp: Ob Kochen, Handarbeiten, Sport, Karriere oder ganz persönliche Themen – im Grunde existiert zu jedem Bereich bereits eine riesige Vielfalt an Blogs. Hier eine Nische zu finden und clever zu besetzen kann sich als echte Chance erweisen, um sich von der Masse abzuheben.

Einen Plan machen

Hat die grundlegende Idee einmal Gestalt angenommen, sollte das weitere Vorgehen detailliert geplant werden. Eine Recherche kann Aufschluss darüber geben, welche anderen Blogs es zu dem gewünschten Schwerpunkt bereits gibt. Folglich lassen sich Möglichkeiten für ein eigenes Alleinstellungsmerkmal herausarbeiten.

Neben der Recherche kann man sich bereits Gedanken machen, wie der Blog als Webseite aussehen soll. Die einzelnen Plattformen oder Webbaukästen bieten in der Regel eine Auswahl an Vorlagen (Templates) an, die sich zusätzlich noch individuell anpassen lassen – sowohl strukturell als auch formal.

Genauso gut können jetzt bereits Ideen für die ersten Beiträge festgehalten werden. Wenn hier eine längere Liste zusammenkommt, lassen sich die einzelnen Punkte ebenfalls schon thematisch strukturieren.

Tipp: Gegebenenfalls kann daraus ein erster Redaktionsplan erarbeitet werden – also ein übersichtlicher Fahrplan wann welcher Beitrag erstellt und veröffentlicht werden soll und welche Arbeiten dabei anfallen. Für alle, die ihren Blog professionell aufbauen möchten, ist dies eine sinnvolle Vorgehensweise.

Bei der Ausrichtung des eigenen Blogs spielen die eigenen Interessen nicht nur in Bezug auf das Thema eine Rolle. Auch bei der Art der Inhalte können verschiedene Schwerpunkte gesetzt werden:

  • Wer gerne fotografiert und ein Talent für grafische Gestaltung hat, kann beispielsweise viele visuelle Elemente für sein Webprojekt einplanen.
  • Wer eher wortgewandt ist, wird vermutlich lieber auf Textinhalte setzen.
  • Und wer Erfahrung im Drehen von Videos hat, kann seinen Blog auch als Videoblog ausrichten.

Man muss zu Beginn nicht bereits in allen Bereichen ein Profi sein. Bloggen ist ein Lernprozess, bei dem man sich mit vielen neuen Dingen beschäftigen und sich neue Fähigkeiten und Wissen aneignen kann. Gerade die Nutzung verschiedener Medienformate – passend zum Thema der Beiträge – ist spannend und auch für die Leser abwechslungsreich und interessant.  

Lerntipp: Natürlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Bei einem Bloggerstammtisch kann man sich mit Gleichgesinnten austauschen und wertvolle Tipps erhalten. Für bestimmte Kenntnisse wie zum Beispiel hochwertige Videobeiträge erstellt werden, kann auch ein VHS-Kurs weiterhelfen.

Tipps zur Gestaltung

Beim Durchforsten der Templates oder bei der Recherche zur „Konkurrenz“ formt sich meist schon ein klareres Bild, wie der Blog einmal aussehen könnte. Die Strukturierung oder das Layout der Seiten, die verwendeten Farben und Schriften – hier gibt es unzählige Möglichkeiten seine Ideen zu verwirklichen. Dennoch sollte man sich beim Gestalten an verschiedenen Kriterien orientieren. Zum einen gibt es verschiedene Vorgaben der jeweiligen Web-Plattform, zum anderen sollten Verhaltensmuster beim Lesen von Webseiten und Online-Inhalten berücksichtigt werden. 

Grundlegende Gestaltungsregeln

Der richtige visuelle Aufbau des Blogs richtet sich also auch nach einer einfachen Bedienbarkeit und Lesbarkeit. Hier kann und sollte sich jeder an einfachen Grundlagen orientieren:

  • Lesbarkeit: Diese zwei Punkte sollten einem allzu außergewöhnlichen Design oder Layout immer untergeordnet werden. Damit sich die Inhalte schnell erfassen lassen sollte Schrift und Hintergrund etwa einen guten Kontrast bilden – das betrifft die Schriftfarbe genauso wie die –größe.
  • Leserichtung: Bei uns verläuft die Leserichtung stets von links oben nach rechts unten. Wer bei der Platzierung einzelner Elemente und wichtiger Inhalte Rücksicht nimmt, kann seine Leser gezielt auf besondere Dinge aufmerksam machen und Verwirrungen vermeiden.
  • Weniger ist mehr: Viele Blogs wirken unübersichtlich, vor allem, weil sehr viel auf engem Raum untergebracht ist. Dies ist für Leser nicht nur anstrengend, sondern in Anbetracht einer relativ kurzen Aufmerksamkeitsspanne auch für viele ein Grund, nicht weiterzulesen. Sinnvoller ist es deshalb, sich Gedanken über eine gute Struktur zu machen, einzelnen Inhalten genügend Platz zu lassen und auf weitere Beiträge durch eine clevere Navigation und Verlinkung zu verweisen. 
  • Intuitive Bedienung: Beim Umgang mit dem Medium Internet haben wir uns über die Zeit verschiedene Verhaltens- und Vorgehensweisen angeeignet. Auch daran sollte man sich orientieren. Eine Unterstreichung ist beispielsweise der „Code“ für einen Link. Wird dies einfach nur zur Hervorhebung eingesetzt, kann dies ebenfalls Verwirrung stiften. Auch andere interaktive Elemente wie Buttons sollten deutlich als solche erkennbar sein.

Bei der Mobilversion einer Webseite spielt die Gestensteuerung mit ganz eigenen Bewegungen eine Rolle. Zudem wird der Blog hier anders als am Desktop-PC meist im Hochformat angesehen. Die Vorlagen der Webbaukästen und CM-Systeme sind heute in der Regel so ausgelegt, dass sie auf den unterschiedlichsten Bildschirmformaten und –größen funktionieren.

Lerntipp: Bei der Gestaltung von Webseiten gibt es wie fast überall auch Trends. Dennoch gibt es ein paar Dinge, die immer Geltung haben: Farben als Hilfsmittel zur Orientierung und Strukturierung, Raster und die passende Schrift sind die zentralen Elemente. 

Bilder und Fotos für den Blog

Gerade was Bilder anbelangt herrscht oft Uneinigkeit. Im Querformat auf dem großen Bildschirm wirken entsprechend ausgerichtete Fotos besser. Auf dem Smartphone sind sie im Hochformat dann effektvoller. Hier muss jeder für sich selbst eine Entscheidung treffen – auch in Abhängigkeit, was nebenbei an Inhalten bereitgestellt wird.

Bilder sind schneller erfassbar als Text. Dies kann man sich für seinen Blog an verschiedenen Stellen zunutze machen. Wichtig ist allerdings, hier ein paar Grundlagen zu beachten:

  • Das passende Motiv: Bilder und Grafiken nur um ihrer selbst willen wirken schnell beliebig. Mit passenden Motiven kann ein Mehrwert als Erweiterung zum restlichen Inhalt geschaffen werden. Bestenfalls lösen sie beim Betrachter die richtigen Emotionen aus.  
  • Die richtige Größe und Auflösung: Damit Bilder auf dem Blog schnell geladen werden können, ist eine schlanke Dateigröße das A und O. Bildgröße und –auflösung stehen direkt miteinander im Zusammenhang und wirken sich auf die Dateigröße aus. Mit den passenden Einstellungen können die Bilder optimal für den Einsatz auf dem Blog abgestimmt werden. Einfache Anpassungen lassen sich bereits mit Paint bewerkstelligen, umfangreichere Möglichkeiten bieten die speziellen Bearbeitungsprogramme. Alternativ lassen sich auch Onlinetools zur Optimierung von Bildern nutzen.

Bilder tauchen aber nicht nur in einzelnen Blogbeiträgen auf, sondern können auch als Teaser oder visuelle Elemente für den Webauftritt eingesetzt werden. Wer auf ein einheitliches Erscheinungsbild seines Blogs achten möchte, sollte sich zudem über die Bildsprache Gedanken machen. Dies betrifft etwa die Farbigkeit, aber auch weitere stilistische Merkmale wie Format, Komposition, Kontrastwirkung oder Motivauswahl.

Lerntipp: Wer für seinen Blog hochwertige eigene Fotos einsetzen möchte, sollte sich intensiver mit verschiedenen Bildbearbeitungsprogrammen auseinandersetzen. Hier stehen praktische Bearbeitungswerkzeuge zur Verfügung, die gerade für Webprojekte interessant sein können und neue Möglichkeiten eröffnen.

Die großformatigen sogenannten „Hero Images“, die sich meist über den gesamten Bildschirm erstrecken wirken besonders eindrucksvoll und sind seit einiger Zeit ein beliebtes Element. Darüber können mit dem Rahmenwerkzeug von Photoshop weitere kleinere Bilder platziert werden, die zusätzliche Anreize setzen oder Inhalte zeigen. Diese neue Funktion schafft somit noch mehr Gestaltungsmöglichkeiten, die über die Einschränkungen bei verschiedenen Webbaukästen hinausgehen. Zudem lassen sich auch Änderungen leicht bewerkstelligen.

Die Startseite

Dieser Seite sollte besonders viel Aufmerksamkeit bei der Gestaltung gewidmet werden, immerhin ist sie so etwas wie das Aushängeschild des Blogs und soll einen ansprechenden Einstieg für die Leser bieten.

Hier muss (zusätzlich zum aussagekräftigen Namen des Blogs) ebenfalls schnell ersichtlich sein, um was es geht. Manchmal bietet es sich an, statt einer ausschließlich chronologischen Präsentation der einzelnen Beiträge besonders Gelungene oder Aussagekräftige zusätzlich auf der Startseite bereitzuhalten.

Neben einer einladenden Aufmachung liegt der Fokus bei der Startseite auf einer intuitiv erfassbaren Navigation. Sie gibt das Grundgerüst vor und der Nutzer kann sich darüber die Struktur und groben Inhalte auf den ersten Blick erschließen.

Text und Bild im Einklang

Die Möglichkeiten, visuelle, bildhafte Elemente für seinen Blog zu nutzen, sind heute so umfangreich wie nie. War das Bloggen zu seinen Anfangszeiten eine sehr textlastige Angelegenheit und hatte noch mehr Ähnlichkeit mit einem digitalen Logbuch, haben die technischen Neuerungen inzwischen für mehr Abwechslung gesorgt.

Dies heißt zwar nicht, dass Blogs, die überwiegend auf Textinhalte ausgerichtet sind, keine Bedeutung mehr haben, allerdings ist es auch dann ratsam, die Beiträge durch Bilder oder andere grafische Elemente aufzulockern. Das Lesen am Bildschirm strengt mehr an als bei einem Buch. Deshalb sollte man auf zu große Textblöcke verzichten und mit mehr Zwischenüberschriften, Absätzen oder anderen Layoutmöglichkeiten arbeiten, um den Text lesbarer zu machen.  

Tipps zu Struktur und Aufbau

Um das geplante Aussehen des Blogs nun umsetzen zu können, muss dafür das passende technische Gerüst gefunden werden. Dann kann man endlich loslegen und den Blog schrittweise aufbauen.

Die passende Plattform finden

Für CMS und Hosting gibt es sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Angebote. Der Preis ist nicht zwangsläufig ausschlaggebend über die Qualität oder Eignung. Selbst große und kommerzielle Webprojekte nutzen etwa WordPress, das zu den bekanntesten CM-Systemen gehört. Darüber hinaus gibt es noch eine ganze Menge anderer freier Systeme, die sich zum Teil stark unterscheiden. Die folgenden Punkte können bei der Entscheidung helfen:

  • Einrichtung und Bedienung: Wie leicht lässt sich das System installieren und bedienen? Dabei zählt vor allem, wie man ganz persönlich damit klarkommt, die Struktur versteht und die einzelnen Funktionen gut handhaben kann.
  • Funktionsumfang: Stehen mit dem jeweiligen System alle gewünschten Funktionen zur Verfügung? Können zusätzliche Elemente (z.B. als Plug‑In) einfach integriert werden? Sind diese kostenlos?
  • Supportmöglichkeiten: Gibt es eine Hotline, die bei Fragen und Problemen kontaktiert werden kann? Finden sich im Web spezielle Tutorials, die den Umgang mit dem CMS veranschaulichen?
  • Für einen professionellen Blog muss das CMS unter Umständen ganz spezielle Kriterien erfüllen, vor allem aus technischer Sicht – etwa, wenn später ein eigener Webshop integriert werden soll.   

Für das Hosting ist die Auswahl ebenfalls riesig. Für einen Hobby-Blog genügt meist sogar die Gratisvariante. Allerdings sind hier die Gestaltungsmöglichkeiten und der (Daten-)Umfang des gesamten Blogs oft eingeschränkt.  

In Anbetracht steigender Zugriffszahlen durch interessierte Leser macht eine kostenpflichtige Alternative für professionell aufgezogene Blogs mehr Sinn, denn hier wird je nach gebuchtem Paket sichergestellt, dass die Seiten dann auch bei großer Nachfrage immer erreichbar sind.   

Welche Elemente braucht ein Blog

Jeder Blog sollte standardmäßig bestimmte Inhalte besitzen, manche davon sind sogar verpflichtend.

  • Navigation: Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Fehlt sie allerdings ganz, hat der Leser keine Möglichkeit, einfach zu den verschiedenen Inhalten zu gelangen.
  • Über mich: Dieser Punkt ist kein Muss, kann aber an der passenden Stelle kurz über die Intention und den Autor hinter dem Blog Auskunft geben.
  • Impressum: Auch bei einem nicht kommerziell ausgerichteten Blog ist das Impressum heute Pflicht. Hier müssen verschiedene Informationen hinterlegt sein.

Seit der Einführung der DSGVO gilt der Einhaltung dieser Gesetzesvorgaben ein besonderes Augenmerk. Welche Maßnahmen im Einzelnen getroffen werden müssen, hängt davon ab, welche Inhalte und Elemente genutzt werden. Für die Verwendung von Cookies ist etwa das Einverständnis der Nutzer notwendig, was über ein kleines Formular eingeholt werden kann. Auch eine Datenschutzerklärung ist meist sinnvoll. Viele CM-Systeme haben dafür praktische Plug‑Ins, welche sich für den DSGVO-konformen Aufbau des Blogs nutzen lassen. 

Struktur und Navigation

Die Navigation ist das Rückgrad jeden Webauftritts und ein zentrales Element für die Strukturierung der Seite. Sie hilft dabei, Inhalte schnell finden zu können, Querverbindungen herzustellen und alles zu ordnen. Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten:  

  • Als grundlegende Basis gilt eine Navigationsleiste mit allen wichtigen Kategorien oder Menüpunkten ganz oben (horizontal) oder in einem seitlichen Bereich neben den Hauptinhalten (vertikal). Hier sollte darauf geachtet werden, dass nicht zu viele Punkte auftauchen, damit es übersichtlich bleibt. Fünf bis sieben Kategorien sind optimal. Für zusätzliche Positionen ist es dann besser, Unterpunkte zu schaffen.
  • Bei manchen Blogs kann zusätzlich eine sogenannte Wortwolke als Navigationsmöglichkeit eingesetzt werden. Sie enthält die wichtigsten und häufigsten Schlagworte, unter denen einzelne Beiträge abgelegt wurden. Bei einem Klick auf eines davon, werden entsprechend die thematisch passenden Inhalte angezeigt.
  • Die sogenannte Breadcrumb- oder Brotkrumen-Navigation wird meist oberhalb der einzelnen Beiträge eingebunden. Sie hilft dabei, sich innerhalb verschiedenen Hierarchieebenen leichter zu bewegen.  
  • Innerhalb eines Beitrags kann durch Links auf weiterführende Inhalte auf dem eigenen Blog verwiesen werden. So bietet es sich an, auch am Ende eines Textes auf verwandte Beiträge zu verlinken.

Bei den meisten CM-Systemen gibt es fertige Bausteine um die einzelnen Navigationselemente auch ganz ohne Programmierkenntnisse für seinen Blog einzusetzen.

Lerntipp: Wer dennoch tiefer in die Materie einsteigen will und mehr Einfluss auf die Einstellungen seines Blogs haben möchte, sollte sich Grundlagen zu HTML aneignen.

Die ersten Inhalte

Nun kann es endlich losgehen. Wer regelmäßig neue Beiträge erstellt, wird bald individuell funktionierende Routinen entwickeln können und vieles dazulernen. Wichtig ist es, von Anfang an die einzelnen Inhalte gut zu strukturieren und etwa durch das Versehen mit Schlagworten im Archiv abzulegen. Dies macht es einfacher, sie selbst wiederzufinden oder sie bei der thematischen Strukturierung des Blogs passend zu positionieren. 

Um schnell neue Leser und Interessenten für seinen Blog zu gewinnen, macht es Sinn, die Seite auch mit verschiedenen Social-Media Kanälen zu verbinden. Mit einem analogen Auftritt bei Facebook, Instagram und Co. fällt es dann leichter die Reichweite zu erhöhen. Hier können neue Beiträge angeteasert werden und die Leser einfacher zur Interaktion aufgefordert werden.

Fazit

Die ganze Vorplanung und Organisation der technischen Dinge erscheint auf den ersten Blick oft abschreckend. Doch die heutigen Angebote und Systeme machen es auch Einsteigern sehr einfach mit einem eigenen Blog zu starten. Mit den richtigen Entscheidungen zu Beginn kann daraus ein spannendes Hobby werden oder auch ein lukrativer Dazuverdienst entstehen.