Nachhaltigkeit im Alltag: Wie Sie ganz persönlich die Umwelt retten können

Einfach besser leben – Teil 3: Der Umwelt etwas Gutes tun und gleichzeitig Geld sparen? Das geht!

Riesige Plastikteppiche treiben im Meer, Eisberge schmelzen weiter, der Wasserspiegel der Weltmeere steigt. Und bereits Ende März hatte Deutschland CO2 fürs ganze Jahr produziert. Die Meldungen erschüttern uns. Jeder von uns denkt dann: Wir sollten alle mit anpacken. Aber kann ich als einzelne Person wirklich etwas beitragen? Das können Sie! Wir geben Tipps, wie Sie mehr Nachhaltigkeit im Alltag mit einfachen Maßnahmen leben können.

Nachhaltigkeit im Alltag: Was bedeutet das?

Im Alltag nachhaltig zu leben bedeutet, dass man sein Handeln und die damit verbunden Auswirkungen bewusst überdenkt. Das Ziel ist: Negative Folgen für Menschen und Umwelt zu vermeiden, um die Welt zu erhalten oder zu verbessern. Denken Sie immer daran: Man ist nicht alleine auf der Welt – auch unsere Kinder, Enkel und die Tiere brauchen eine lebenswerte Umwelt. Gehen Sie daher achtsam durchs Leben. Wenn also jeder nur einige kleine Schritte tut, können wir alle zusammen die Welt retten. Wir garantieren: Nachhaltigkeit im alltäglichen Leben ist viel einfacher, als gedacht. Wie es geht? So!

Plastik und Müll – das können Sie stoppen!

45 Millionen Tonnen Müll produzieren die Deutschen pro Jahr – das ist eine kaum vorstellbare Menge. Eine Plastiktüte schadet ja nicht? Und ob! Allein durch den Tütenverzicht werden heute bei uns 50.000 Tonnen Plastik im Jahr eingespart. Plastik vermeiden ist also notwendig und wichtig, denn im Meer treiben Plastikteppiche, die 4,5 Mal so groß wie Deutschland sind. Auch Coffee-to-go-Becher sind alles andere als hip und zu einem echten Müllproblem geworden. Nehmen Sie Ihren eigenen Becher zum Auffüllen mit, denn immer Coffee-Shop-Ketten reagieren mittlerweile auf die durch den „Trend" verursachten Müllberge und bieten denjenigen, die ihre eigenen Becher mitbringen, Vergünstigungen und Rabatte an.

Auch nachhaltig Einkaufen ist im Alltäglichen ganz einfach: Kaufen Sie Aufschnitt und Käse an Frischetheken statt Plastikverpacktes, wählen Sie große Joghurt-Größen statt vieler kleiner Becher. Und vermeiden Sie verschwenderisch Eingepacktes, wie übertriebene Geschenkboxen mit Süßigkeiten. 

Wir müssen uns klarmachen: Herumtreibendes Plastik im Meer tötet nicht nur viele Meeresbewohner. Plastik, das von den Fisch gegessen wird, landet schließlich und endlich auch in unserem Magen. Ganz aktuell ist im menschlichen Darm Mikroplastik nachgewiesen worden. Und wir reden nicht über Plastikberge nur in der Karibik – auch in europäischen Gewässern türmt sich der Müll. Wollen wir das?

45 Millionen Tonnen Müll produzieren die Deutschen pro Jahr!

Lebensmittel: Wie viel Nachhaltigkeit im Alltag ist möglich?

Eine ganze Menge! Aktuelle Zahlen sagen: Allein durch das Essen verursacht jeder Deutsche 1,43 Tonnen CO2 pro Jahr. Und: Im Schnitt werfen wir 82 Kilogramm Lebensmittel weg. Da kann man praktisch sein hart erarbeitetes Geld auch direkt in die Mülltonne werfen. 

Was also tun? Nicht mehr einkaufen, als man verbraucht. Gehen Sie daher mit einem Einkaufszettel in den Supermarkt, denn das verhindert überflüssige (Fehl-)Käufe und spart Geld. Frieren Sie Essensreste ein oder kochen Sie aus überreifem Obst Brotaufstrich – seien Sie kreativ und werfen Sie Lebenmittel nicht einfach weg. Für eine bessere CO2-Bilanz vermeiden Sie Lebensmittel mit langen Transportwegen – die Erdbeeren müssen nicht aus Spanien kommen und das Rindfleisch nicht aus Argentinien. Kaufen Sie regionale und saisonale Produkte. Im Winter Grünkohl, im Frühling Spargel, im Sommer Himbeeren, im Herbst Feldsalat. Es gibt leckeres und vielseitiges Obst und Gemüse, das in Deutschland wächst. Das stärkt auch heimische Erzeuger nachhaltig und ist für eine gesunde Kreislaufwirtschaft wichtig. Und wer im Winter Erdbeeren braucht, friert im Juli oder August einfach eine große Ladung ein. Welches Obst und Gemüse gerade Saison hat, verraten diverse Saisonkalender.

So bewähltigen Sie den Haushalt im Alltag nachhaltig

Gerade im Haushalt kann man mit Mini-Schritten eine Menge für Natur und Umwelt tun. Beispielsweise mit Stromsparen. Ein Wasserkocher mit einer geringeren Watt-Zahl braucht zwar länger für seine Arbeit, dafür aber weniger Strom. Falls noch vorhanden, tauschen Sie alte Glühbirnen gegen LED- oder Energiesparleuchten aus. Sind sämtlich Geräte bei Ihnen auf Standby? Das ist nicht nur schlecht für den Stromverbrauch und die CO2-Bilanz, sondern auch für Ihren Geldbeutel. Schalten Sie Ihre Geräte einfach mal ab! Veraltete Haushaltsgeräte sollten Sie nach und nach gegen neue mit weniger Verbrauch austauschen. Kaufen bzw. nutzen Sie bei Wasch- und Spülmaschinen Eco-Programmen. Erwiesen ist: Eine volle Spülmaschine im Eco-Programm ist effizienter als das Spülen mit der Hand. 

Bei Putzmitteln kaufen Sie am besten umweltverträgliche Produkte. Diese erkennen Sie beispielsweise am Blaue-Engel-Siegel. Oder Sie setzen auf entsprechende Bio-Produkte. Effektiv und sehr günstig sind die guten, alten Hausmittel wie Essig. Aus Natron, Kernseife und Zitronensaft können Sie auch hervorragende Allzweckreiniger herstellen. Mehr nachhaltige Tipps gibt es auf www.utopia.de.

Kleidung nachhaltig und „fair“ kaufen

Im Schnitt kaufen wir pro Jahr 60 Kleidungsstücke – und genauso viele werfen wir weg. Zum einen sind das eine Menge Ressourcen, zum anderen werden die Stücke oft in Ländern produziert, in denen die Arbeiter ausgebeutet werden. Aber woher weiß man, ob die Arbeitsbedingungen korrekt sind oder ob es sich um Greenwashing handelt, also dem Vortäuschen von Umweltbewusstsein? Da hilft der Wegweiser durch das Label-Labyrinth auf www.ci-romero.de.

Mit Klamotten nachhaltig im Alltag umzugehen, ist denkbar einfach: Achten Sie auch darauf, welche Rohstoffe verwendet werden und wie produziert wird. Firmen, die umweltverträglich arbeiten, tragen ein Siegel wie Naturland, GOTS, Organic Cotton. Außerdem: Lieber weniger, dafür aber hochwertiger einkaufen. Die Weisheit „billig gekauft ist zweimal gekauft“ kommt nicht von ungefähr. Angesagt sind auch Klamottentausch-Börsen oder Klamotten-Upcycling, dem Aufrüschen der Kleider. 

Sie sehen, so schwer ist es nicht, Nachhaltigkeit im Alltag zu leben. Überprüfen Sie immer wieder Ihre Gewohnheiten und passen diese an. Hören Sie auch Ihren Kindern zu – diese wissen oft ganz intuitiv, was gut ist und was nicht.

Themen