Online Roulette ab 2021 in ganz Deutschland legal?

Der neue Glücksspielstaatsvertrag sieht vor, online Glücksspiele ab Mitte 2021 deutschlandweit zu legalisieren. Suchtberater befürworten den Schritt, da so Suchtgefährdete und Verbraucher gleichermaßen gut geschützt würden. Das Ziel ist es, den Markt zu kontrollieren, statt des Glücksspiel per se zu verbieten. Wichtig ist es, dass eine Kontrolle durch die Behörden stattfindet. Zudem müssen einige Regelungen auf ihre Funktionalität hin geprüft werden. 

Erlauben und kontrollieren statt zu verbieten

Die Bundesregierung plant einen neuen Ansatz im Umgang mit Online Glücksspielen. Bisher waren diese deutschlandweit verboten und es galt nur eine Ausnahmeregelung für Schleswig-Holstein. In Zukunft sollen solche Spiele jedoch legalisiert werden. Hierdurch soll verhindert werden, dass Anbieter aus dem Ausland ihre Angebote unkontrolliert in Deutschland zur Verfügung stellen.

Der neue Ansatz sieht vor, Deutschland für Onlinespiel Glücksspiele zu öffnen, jedoch umfassende Kontrollen durchzuführen. Das Ziel hierbei ist es, Ausweichbewegungen zu vermeiden und es Spielern zu ermöglichen, auf legalen und kontrollierten Portalen sicher zu spielen. Die neuen Regelungen wurden von den Bundesländern beschlossen, wobei Nordrhein-Westfalen eine Vorreiterrolle bei den Verhandlungen eingenommen hat. Im März 2020 müssen die Ministerpräsidenten dem neuen Staatsvertrag noch zustimmen. Sollte dies geschehen, können die neuen Regelungen am 1. Juli 2021 in Kraft treten.

Von Online Roulette bis Online Poker ist alles vertreten

Die neuen Regelungen umfassen alle erdenklichen Arten des Glücksspiels. So ist es ab 2021 voraussichtlich möglich, Online Roulette zu spielen und hierbei Geld zu verdienen. Aber auch andere Spiele wie Online Poker oder Blackjack sind von dieser Regelung betroffen. Interessierte müssen sich also nicht mehr aktiv auf den Weg in ein Casino machen, sondern können ihrem Hobby ganz bequem von zu Hause aus nachgehen.

Hierdurch wird eine größtmögliche Bandbreite an Spielen erreicht, sodass Nutzer ein tatsächliches Casino-Feeling erleben. Hierbei steht der Verbraucherschutz Im Vordergrund. Das Ziel ist es, dass die Spieler sich auf sicheren Seiten begeben. So sind beispielsweise einige Anbieter von Spielbank.de getestet und bringen somit eine hohe Sicherheit und ein großes Spielvergnügen mit. Wer auf der Suche nach einem seriösen Anbieter ist, sollte sich an solchen Empfehlungen zuverlässiger Stellen orientieren.

Suchtberater halten Legalisierung für richtigen Schritt

Suchtberater sind grundsätzlich davon überzeugt, dass die Legalisierung von Online Roulette und anderem Glücksspiel ein richtiger Schritt sei. Das Verbieten würde die Spieler lediglich in die Kriminalität treiben und das Spiel an sich nicht verhindern. Zudem gebe es immer wieder Angebote aus anderen Ländern, in denen das Glücksspiel erlaubt sei. Hierdurch entstünde eine rechtliche Grauzone, die sowohl die Anbieter als auch die Spieler massiv verunsichere. Durch die Legalisierung würde jetzt Klarheit und Rechtssicherheit geschaffen. Hierbei sei es jedoch wichtig, für einen optimalen Verbraucherschutz zu sorgen und sicherzustellen, dass alles unternommen wird, um Spielsucht zu vermeiden. 

Diese Regelungen zum Verbraucherschutz gelten mit dem neuen Gesetz

Ganz im Sinne der Suchtberater dürfte es daher sein, dass der neue Glücksspielstaatsvertrag eine Vielzahl von Regelungen zum Verbraucherschutz und zur Vermeidung von Spielsucht vorsieht. So werden in dem Vertrag die Anbieter von Sportwetten, Online Casino Spielen und Online Poker dazu verpflichtet, ein "automatisiertes System" zu nutzen, mit dem es ihnen möglich ist, eine Gefährdung von Spielern festzustellen. Hierdurch ist es möglich, eine eventuelle Glücksspielsucht frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen dagegen zu ergreifen.

Des Weiteren wurden strikte Regelungen für die Werbung für Online Glücksspiele beschlossen. Das bedeutet beispielsweise, dass im Online Bereich nur unter ganz konkreten Voraussetzungen für Online Glücksspiel geworben werden darf. Ähnliches gilt für den Bereich der Sportwetten. Diese sollen zwischen 6 und 21 Uhr weder im Rundfunk noch im Internet beworben werden dürfen. Ein großes Ziel hierbei ist der Schutz von Minderjährigen, Die von einer Spielsucht besonders gefährdet wären. Ein weiterer Schritt in diese Richtung besteht darin, dass Wetten auf Sportveranstaltungen von Minderjährigen verboten sein sollen.

Ist das 1.000 €-Limit naiv?

Eine weitere Regelung des Glücksspielstaatsvertrag sieht vor, dass für online Glücksspiele ein Limit von 1000 € gelten soll. Das bedeutet, dass Spieler nicht mehr als 1000 € auf ein Konto einzahlen dürfen, um damit zu spielen. Hierdurch soll verhindert werden, dass Menschen Unmengen an Geld auf solche Konten laden und ihr Spielverhalten nicht mehr kontrollieren können. Sobald das Limit erreicht wurde, wird das Benutzerkonto gesperrt. Hierbei ist zu beachten, dass eventuelle Gewinne von diesem Betrag ausgeschlossen sind. Wer also ein glückliches Händchen hat und bei Online Glücksspielen viel gewinnt, kann somit deutlich mehr als 1000 € auf dem Benutzerkonto haben.

Diese spezielle Regelung im Glücksspielstaatsvertrag wird von Kritikern als zutiefst naiv empfunden. Sie sind davon überzeugt, dass Spielsüchtige Mittel und Wege finden werden, um diese Regelung außer Kraft zu setzen. So sei es beispielsweise möglich, Konten unter falschen Namen anzulegen, um so der Limitierung der Einzelbeträge zu entgehen. Die Hoffnung, dass das 1000 € Limit ein effizientes Mittel gegen Spielsucht sei, wird daher von vielen Suchtberatern als blauäugig bezeichnet.

Kontrolle durch die Behörden

Selbst die strengsten Regelungen werden nur dann eingehalten, wenn Ihre Durchsetzung überwacht wird. Deswegen soll es eine zentrale Glücksspielbehörde geben, die für genau diese Überwachung verantwortlich ist. Sie soll länderübergreifend arbeiten und über eine Sperrdatei verfügen, in der sämtliche Spieler aufgelistet werden, deren Konten gesperrt wurden oder die ihre Kunden selbst haben sperren lassen. Somit soll ein eventuelles Suchtverhalten frühzeitig erkannt und ein effizienter Spielerschutz etabliert werden.

Die Anbieter werden dazu verpflichtet, die Daten ihrer Spieler immer bereitzuhalten. Die Behörden werden somit das Recht haben, auf diese Daten zuzugreifen und sie bei Bedarf zu kontrollieren. Hierdurch soll zusätzlich sichergestellt werden, dass keine Manipulation der Spiele erfolgt und dass die Spielverläufe gesetzeskonform sind. Aktuell finden Gespräche in sogenannten Verhandlungskreisen statt, in denen Verbände zu Wort kommen können. Im März soll dann eine Zustimmung der Minister zum Staatsvertrag erfolgen. Sobald dies geschehen ist, müssen noch die einzelnen Landesparlamente den Vertrag ratifizieren. Anvisiert ist es, die neue Regelung zum 1. Juli 2021 in Kraft treten zu lassen, wodurch die geltenden Regelungen gegenstandslos würden.