Sechs Spartipps für den eigenen Webauftritt

Homepage für Einsteiger

25. September 2020

Sie möchten gerne eine eigene Website starten, wissen aber nicht, wie das funktioniert? Vielleicht haben Sie ja auch die Befürchtung, dass man viele IT-Kenntnisse besitzen muss oder eine Website zu betreiben heißt, ein Unternehmen zu gründen und so steuerliche Verpflichtungen auf Sie zukommen? Dann sind Sie nicht allein.

Doch wir können Sie beruhigen – eine Website aufzustellen, ist heutzutage ein Kinderspiel – Sie müssen nichts von Hand programmieren und können wirklich alles selbst gestalten, was Ihr Herz begehrt. Außerdem dank der vielen Anbieter und Hosts (der Website-Betreiber, der Ihnen alle Werkzeuge zur Verfügung stellt), haben Sie eine gigantische Auswahl an Designs, Plug-ins und Marketing-Tools. Alles zu einem ganz geringen Preis – im Gegensatz zu vor 20 Jahren, als es noch IT-Experten und Tausende Euros benötigte, um eine Website ans Laufen zu bekommen. 

Fixe Kosten für eine eigene Homepage

Wenn Sie eine Webseite selbst kreieren wollen, dann gibt es dennoch ein paar Kostenfaktoren die auf Sie zukommen:

Hosting: Das Hosting stellt sicher, dass die Webseite überhaupt 24 Stunden pro Tag im Web erreichbar ist. Beim gewählten Hoster liegen sowohl die Webseite als auch passende E-Mail-Konten. Für einen guten Hoster müssen Sie dennoch nur um die zehn Euro kalkulieren. Wenn Sie eine Webseite mit einem hohen Besucherstrom haben, sollte es ein stärkerer Hoster für um die 25 Euro pro Monat sein. 

Domain: Die Domainkosten fallen jährlich an, wobei bei einem Hosting-Paket meist mindestens eine Domain mit inklusive ist. Sollten Sie Domain einzeln erwerben müssen, kostet sie meistens um die zehn bis 15 Euro pro Jahr.

Technischer Support: Je nach eigenem Kenntnisstand können Sie einiges selbst erledigen, wenn es um Ihre Webseite geht. Sind Sie technisch bewandert, sparen Sie sich die technische Wartung. Diese Kosten je nach Service-Anbieter um die 20 Euro pro Monat. 

SSL: Bei einer guten Webseite sollten Sie auch über ein SSL-Zertifikat nachdenken. Falls dieses nicht gratis im Hosting-Paket enthalten ist, können hierfür ein paar hundert Euro zusätzlich pro Jahr anfallen.

Die variablen Kosten

Wenn Sie zusätzliche Dienste in Anspruch nehmen wollen, fallen noch Kosten für die Suchmaschinenoptimierung, Marketing, Texte, Social-Media-Betreuung, Rechtsberatung, Steuerberatung, Programmierung oder Design an. Diese zusätzlichen Kosten können je nach Situation steuerlich abgeschrieben werden. Lassen Sie sich beispielsweise eine Homepage von einem externen Dienstleister erstellen, lässt sich dies als Aufwendungen über zwei bis drei Jahre abschreiben. Bei geschäftlichen Homepages ist ohne Frage das Marketing eine ganz zentrale Fragestellung. Einerseits, wenn Sie Produkte oder Dienstleistungen über die Internetseite bewerben und vertreiben möchten, andererseits aber auch, um potenzielle Interessenten auf Ihren Internetauftritt aufmerksam zu machen und Klicks zu generieren. Marketing ist demnach etwas kostspieliger, dennoch gibt es auch dafür viele Möglichkeiten, welche Sparfüchsen gefallen werden. Bevor wir zu den verschiedenen Spar-Tipps des Websitegründens übergehen, möchten wir Ihnen zuerst verschiedene Homepage-Varianten vorstellen.

Blog: Einen Blog verwenden Sie, um Beispielsweise Texte, Meinungen, Artikel oder auch Foto-Portfolios zu veröffentlichen und Interaktion mit anderen zu erzielen. Vielleicht kochen Sie ja gerne, probieren immer die leckersten Rezepte aus und möchten die Welt beispielsweise am neuesten Flammkuchen-Rezept teilhaben lassen – Ihre Erfahrungen können Sie so über einen Blog mitteilen. Einfach einen kleinen Text schreiben, ein paar Fotos oder Videos dazu und fertig! Da der Blog in der Regel rein privat ist, können Sie diesen sogar komplett kostenlos betreiben. 

Private Website: Auf einer privaten Website geben Sie Infos über jegliches von Ihnen gewünschtes Thema bekannt. Wenn Sie beispielsweise ein echter Innenarchitektur-Experte sind, so können Sie die verschiedenen Typen und Einrichtungsstile in verschiedenen Kategorien auf Ihrer Website erklären und Verlinkungen zu renommierten Magazinen oder Designern geben. Da es sich hier nicht um gewerbliche Zwecke handelt und Sie über die Website kein Geld einnehmen möchten, so ist diese ebenfalls, genauso wie der Blog, kostenlos erstellbar. Wenn Sie allerdings Geld verdienen wollen, indem Sie beispielsweise Tapeten-Tipps mit Affiliate-Links geben, dann müssen Sie auch die Steuern und Gewerbeanmeldung beachten.

Geschäftliche Website: Geld verdienen steht im Mittelpunkt bei einer geschäftlichen Website. Kunden anlocken, Kunden informieren und Kunden zum Kauf überzeugen, egal ob Produkt oder Dienstleistung – Umsatz generieren ist Ihr Ziel. Dies kann zum Beispiel der Online-Auftritt ihres Blumenladens sein. Zeigen Sie die bezaubernden Veilchen in voller Blütezeit, geben Sie Tipps zur Pflege und vermitteln Sie, dass Sie genug auf Vorrat haben. Zeigen Sie sich von der guten Seite und überzeugen Sie den Kunden, dass Sie mehr als der übliche Blumenladen sind – in Ihnen findet der Kunde einen wahren Blumenliebhaber und -experten. Auf diese Art und Weise locken Sie Käufer über die Website in den Laden und erzielen den erwünschten Verkauf. Hierbei ist es jedoch wichtig, eine große Reichweite mit der Website zu erzielen – das heißt, Online-Marketing ist nötig. Wie Sie hierbei sparen, das erklären wir Ihnen gleich.

Online-Shop: Es dreht sich ebenfalls wie bei der geschäftlichen Website um den Verkauf. Entscheidender Unterschied ist jedoch, dass Sie direkt im Online-Shop die Produkte (aber auch Dienstleistungen) anbieten und der Kunde per Klick jene erwerben kann – nachfolgend versenden Sie das Produkt dann üblicherweise an den Käufer. Sie können den Online-Shop auch direkt mit Ihrer geschäftlichen Website verbinden – so findet der Käufer Informationen, die ihn überzeugen und kann direkt ohne zu zögern den Kauf vornehmen. Online-Zahlungsmethoden, kostenloser Versand und eine große Produktvielfalt auf Lager sind unschlagbare Aspekte für den Klienten. Es kommt also wieder auf den optimalen Online-Auftritt an. Wie Sie diesen kostengünstig verwirklichen, das kommt jetzt – lassen Sie sich die Tipps auf keinen Fall entgehen.

1. Verwenden Sie kostenlose Grafiken

Suchen Sie sich kostenlose Bilder im Internet. Viele Websites wie gettyimage.com, shutterstock.com oder istockphoto.com bieten Ihnen zahlreiche Bilder, Grafiken, Illustrationen und Emojis kostenlos an, welche Sie legal auf Ihrer Website verwenden dürfen. Lediglich eine Verlinkung an den Eigentümer des Fotos erstellen und fertig. So müssen Sie keinen teuren Grafik-Designer beauftragen.

2. Benutzen Sie einen Homepage-Baukasten

Anstatt programmieren zu lassen, verwenden Sie Templates bzw. Themes für WordPress, die schon ein komplett fertiges Design aufweisen und von professionellen Web-Designern entworfen worden. Sie können sich also der Qualität dieser sicher sein. Der Host des Baukastens gibt Ihnen da viele Gestaltungsmöglichkeiten, die für die verschiedensten Zwecke einwandfrei funktionieren. Farben, Formen und Struktur der Website sind von Ihnen mit ein paar Klicks anpassbar

3. Ihr privater Social-Media-Account dient als Marketing-Tool

Nutzen Sie Ihre eigene Social-Media-Präsenz, um Werbung für ihre Website zu machen. Dies geht kostenlos über Ihr privates Profil oder über ein Geschäftsprofil mit bezahlter Werbung in beispielsweise Facebook oder Instagram. 
Posten Sie Fotos oder Videos in Ihrem Profil oder in den Stories. Interagieren Sie mit anderen Mitgliedern, schreiben Sie interessante Beschreibungen zu Ihren Produkten oder lassen Sie sogenannte Influencer von Ihren Dienstleistungen in dessen Profilen berichten. Wenn Sie Facebook oder Instagram für Sie die Arbeit erledigen lassen möchten, so können Sie bezahlte Werbung schalten. Es reicht schon, wenn sie drei bis fünf Euro am Tag ausgeben, um Werbeanzeigen zu platzieren und so Interessenten auf Ihre Website zu locken.
Zu beachten ist dabei allerdings, dass Sie mit privaten Informationen und Bildern sparsam umeghen in sozialen Netzwerken. Gerade, wenn Sie die Kanäle auch geschäftlich nutzen.

4. Recherchieren Sie auf sozialen Netzwerken

Fotos und Videos werden im Online-Marketing immer wichtiger. Außerdem hält sich ein Jeder von uns mittlerweile täglich eine gewisse Zeit auf Social-Media-Plattformen auf. Werbe- und Online-Auftritte müssen immer prägnanter werden, da wir alle heute in Sekundenschnelle eine gigantische Menge an Daten konsumieren. 
Sorgen Sie für die passende Recherche, indem Sie Ihre Zielgruppe besser kennenlernen. Diese ist möglicherweise auf Facebook, Instagram, YouTube oder anderen Plattformen unterwegs. Sie können durch Bilder, Kommentare, Gruppen und weitere Möglichkeiten herausfinden, was Ihre Zielgruppe sich konkret wünscht.

5. Halten Sie es schlicht

Weniger ist mehr. Dies gilt auch für Ihren Online-Auftritt. Zu viele Daten oder Unterkategorien auf Ihrer Homepage machen es dem Besucher schwer, sich zu orientieren. Je einfacher Sie die Website und Ihr Ziel gestalten, desto geringer werden auch die Kosten in der Regel sein. Für jeden, der nicht gewerbliche Zwecke mit seinem Internetauftritt verfolgt, dem empfiehlt es sich, den Homepage-Baukasten zu nutzen und sein privates Social-Media-Profil für die Bewerbung der Website zu nutzen. So entstehen absolut keine Kosten. Falls Sie doch gewerblich-professionelle Ziele verfolgen, so bieten Ihnen viele Hosts direkt Templates für Marketing-Funnels, Online-Shops und digitale Zahlungsmethoden. Diese erhalten Sie für einen geringen Aufpreis und sind ideal auf die Grundstruktur der Website aus dem Baukasten abgestimmt. 

6. Lassen Sie sich Ihre Website programmieren

Besteht keine andere Möglichkeit, als dass Sie Ihren Online-Auftritt komplett individuell gestalten müssen, so könne Sie dies natürlich tun und einen Experten und Web-Designer programmieren lassen. Ohne Frage ist diese spezielle Programmierung etwas teurer – hier kommt es auf Ihr Budget und Ihre Wünsche an. Jedoch bieten der Host der Homepage-Baukasten auch schon individuellen Programmierservice an. Da es sich bei jenen Hosts um große Unternehmen mit vielen Programmierern handelt, sind die Kosten für eine Dienstleistung dieser Art viel geringer, als wenn Sie das private IT-Unternehmen aus der Nachbarschaft beauftragen.

Datum: 25.09.2020

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