Stressfrei Weihnachten feiern – minimalistisch

Eigentlich ist die Adventszeit eine ruhige, besinnliche und gemütliche Zeit. Überall schimmert Kerzenschein. Es gibt Weihnachtsleckereien, abends ist es draußen schon früh dunkel. Das macht das Ganze noch gemütlicher. Wenn da nur nicht der alljährliche Weihnachtswahnsinn wäre … Die Jagd nach Geschenken, das 3-Gänge-Menü für den Weihnachtsabend für die ganze Familie, die Wohnung dekorieren, alles vorbereiten für ein perfektes Weihnachten. Diese Zeit bedeutet für alle viel mehr Stress als gewöhnlich. Doch was tun? 

Die Erwartungen sind hoch, schließlich soll es allen schmecken, allen gefallen und Streit soll es – dieses Jahr – bitte auch keinen geben. Ziemlich hohe Anforderungen an so ein kleines Fest wie die Geburt eines Kindes. Über ein paar Dinge sollte sich jeder Gedanken machen. Braucht es wirklich Geschenke für alle Freunde und Verwandte? Müssen es wieder mindestens zehn Sorten Plätzchen sein? Ist der große Vorrat an Stollen und Lebkuchen wirklich notwendig? Ist es notwendig, sich durch Weihnachtsmärkte zu quälen und durch Geschäfte zu quetschen, wenn schon keiner mehr reinpasst, nur um noch mehr Geschenke zu kaufen? Am Ende ist es dann wie jedes Jahr: Alle sind froh, wenn die anstrengenden Feiertage vorbei sind. 

Das geht auch anders – Weihnachten ohne Stress

Keiner muss all dies mitmachen. Das sind Entscheidungen, die jeder Einzelne für sich selbst trifft. Was passiert, wenn sich jemand dem weihnachtlichen Konsumrausch einfach entzieht, sich entscheidet, am kollektiven Stress einfach nicht teilzuhaben? Mit ein wenig Minimalismus wird das Weihnachtsfest wieder ursprünglicher und jeder kann es bewusster genießen. Das ist auch die Meinung einer Minimalistin bei deutschlandfunk.de

Es sei nämlich weder möglich noch nötig, für alle Freunde ein adäquates Geschenk zu finden. Und: Schöne Weihnachtsdeko muss nicht zeitaufwendig sein. Bei porta.de gibt es schöne Inspirationen für gemütliche Winter- und Weihnachtsdeko und gleich das richtige Zubehör. So macht Dekorieren Spaß, kostet nicht die Welt und vor allem nicht viel Zeit. Zum Thema minimalistisch Weihnachten vorbereiten und feiern gibt es nachfolgend ein paar interessante Tipps.

Geschenke selber machen

Stressige Shopping-Touren und Konsumwahn bringen nur Frust und verderben die Vorfreude auf Weihnachten. Es ist nicht notwendig, allen Freunden, Bekannten oder Nachbarn etwas zu schenken. Wie wäre es, nur die Menschen zu beschenken, die auch wirklich eine Bedeutung im eigenen Leben haben? Diese Menschen freuen sich besonders über selbst gemachte Kleinigkeiten. Das ist sehr persönlich und entzieht sich dem Konsumwahn. Diese kleinen, selbst gemachten Weihnachtsgeschenke in Serie zu produzieren, spart viel Zeit. So bekommen zwar mehrere Menschen das Gleiche. Das ändert jedoch nichts daran, dass das Geschenk von Herzen kommt und mit Liebe gemacht ist. Geschenke aus der Küche sind hier sehr beliebt, wie frische Marmelade, Kekse, Brotaufstrich oder auch Pflegeprodukte oder selbst gegossene Kerzen. NDR.de zeigt, wie das geht. Doch auch selbst Gestricktes und Gehäkeltes erfreut sich wachsender Beliebtheit.

Zu Weihnachten Zeit schenken

In der heutigen schnelllebigen Zeit gibt es kaum etwas Wertvolleres als gemeinsam verbrachte Zeit. Ein sehr persönliches Geschenk ist ein gemeinsames Erlebnis, wenn wir das Wertvollste verschenken, das wir haben: unsere Zeit. Schöne Beispiele sind: 

-    eine Einladung zu einem selbst gekochten Essen, 
-    ein selbst organisierter Ausflug, 
-    ein gemeinsamer Konzertbesuch nach Wahl des Beschenkten
-    oder eine gemeinsame Wanderung. 

Diese Geschenke verstauben nicht im Regal und sie machen gleich zweimal zwei Menschen glücklich: am Weihnachtstag, wenn es das Geschenk gibt, und wenn das Erlebnis wahr gemacht wird.

Der ewige Geschenke-Kreislauf

Großen Stress verursachen die Gedanken darüber, dass die anderen Geschenke erwarten. Unangenehm ist auch die Situation, etwas geschenkt zu bekommen, ohne selbst ein Geschenk zu haben. Das bringt einen in Verlegenheit. Damit keiner unnützen und überflüssigen Kram bekommt, für den er sich auch noch bedanken muss, gibt es eine einfache Vorgehensweise. Im Vorfeld mit Freunden und der Familie reden, und sagen, wie das mit den Geschenken laufen soll und warum, ist eine gute Idee. Wenn sich das Schenken und Beschenkt werden nicht vermeiden lassen, kann jeder ganz konkret sagen, was er sich wünscht. Das bedeutet weniger unnützen Kram und weniger Stress beim Schenkenden.

Umgekehrt gilt das Gleiche: Unnützen Kram zu verschenken, nützt wirklich Keinem etwas. Sinnvoller ist es, sich vorher über die Wünsche der Menschen zu informieren und herauszufinden, was sie wirklich brauchen und auch wollen. Damit lassen sich auf einfache Weise Geschenke vermeiden, die nach Weihnachten auf dem Dachboden verschwinden. Eine gute Idee ist es auch, Dinge zu verschenken, die die Beschenkten dann verbrauchen, wie die Lieblingscreme zum Beispiel.

Das Weihnachtsessen

Warum gibt es an Weihnachten eigentlich immer Gans oder Ente? Es gibt viele leckere Gerichte, die weniger zeitaufwendig, gesünder und sehr lecker sind. Wer also zu Weihnachten keine Lust auf Küchenstress hat, sollte sein Weihnachtsmenü überdenken. Schön ist es beispielsweise, das Weihnachtsessen gemeinsam zu planen und dann auch gemeinsam zuzubereiten. Es lohnt sich also tatsächlich, die kulinarischen Weihnachtstraditionen zu überdenken. Auch in der Vorweihnachtszeit bedeutet es viel weniger Stress, wenn alle gemeinsam die Plätzchen backen. 

Weder das Essen noch die Plätzchen müssen absolut perfekt sein. Kochen und Backen mit Familie und Freunden macht Spaß, das Essen schmeckt gleich nochmal so gut und die gemeinsam verbrachte Zeit ist einfach unbezahlbar. Und in der Erinnerung bleiben das gute Gefühl und der gemütliche Abend und nicht, ob es den extravaganten Salat gab, drei Beilagen und das ausgefallene Dessert.

Die Weihnachtsdeko – weniger ist mehr

Dekoration braucht eigentlich niemand, schon gar nicht den billigen Weihnachtsschmuck aus dem Dekoladen oder dem Discounter. Viel schöner ist auch hier selbst gemachter Weihnachtsschmuck. Auch die Weihnachtskarten, die alljährlich um die Welt gehen, sind selbst gebastelt viel persönlicher. 
Wie wäre es mit:

  • einem selbst gebastelten Adventskranz aus Naturmaterialien?
  • einem Recycling-Adventskalender, dessen Päckchen aus leeren Toilettenpapier-Rollen bestehen? Darin finden kleine Leckereien, wie selbst bemachte Pralinen, leicht Platz.
  • geflochtenen Kränzchen aus Lockenweide?
  • kleinen Sternen aus Papierröllchen?
  • einem Kerzenglas, das mit Naturmaterialien dekoriert ist?

 

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