Telefonbetrug: Diese drei Maschen sollten Sie kennen

So schützen Sie sich vor Fake-Anrufen

Das Telefon klingelt. Komische Nummer! Vielleicht Telefonbetrug? Wer jetzt rangeht, könnte sein blaues Wunder erleben und auf dem Konto einige Euro weniger haben. Wir haben die fiesesten Fallen zusammengetragen und geben Ihnen Tipps, wie Sie sich am besten vor fieser Abzocke schützen können.

Jeden Tag locken sie ahnungslose Menschen in die Falle, betreiben Telefonbetrug und scheffeln damit Unsummen. Uns hauen sie aber nicht übers Ohr! Wir klären Sie über die 3 gängigsten Arten der Fake Anrufe auf. 

Ping-Calls

So läuft die Masche:

Das Telefon klingelt nur kurz, dann wird wieder aufgelegt. Die Absicht dahinter: Sie sollen den Fake Anrufer zurückrufen. Wenn Sie das tun, landen Sie im Ausland, und zwar nicht in Europa, sondern irgendwo in Afrika oder dem Nahen Osten. Das wird richtig teuer – und von den Gebühren fließt ein Teil in die Taschen der Betrüger. Die Rufnummern bekommen diese im Übrigen von Adresshändlern oder – was am häufigsten der Fall ist – durch Computer-Programme, die Handyvorwahlen und Rufnummernblöcke automatisch ansteuern.

So schützen sie sich:

Schauen Sie sich die Nummer gut an, die kurz durchgeklingelt hat. Hat sie zwei Nullen vorweg oder das „+“-Zeichen? Dann rufen Sie auf gar keinen Fall zurück.

Call-ID-Spooning

So läuft die Masche:

Es klingelt und die Nummer, die angezeigt wird, meint man zu kennen (etwa die Polizei), doch in Wirklichkeit kommt der Anruf von einem ganz anderen Anschluss. Ein angeblicher „Polizist“ bittet die meist älteren Menschen am Telefon, ihre Kreditkartennummer herauszugeben oder Schmuck an einen Boten zu übergeben oder Geld ins Ausland zu überweisen. Die Betrüger versuchen also, das Vertrauen der Opfer in die Polizei einfach nur schamlos auszunutzen.

So schützen sie sich:

Geben Sie am Telefon nie sensible Daten wie Kontonummern heraus, und sagen Sie das unbedingt den älteren Menschen in Ihrem Umfeld weiter. Kein Polizist würde am Telefon von jemandem verlangen, Daten zu nennen oder Geld gar zu überweisen. Wer nach einem solchen Anruf unsicher ist, sollte die örtliche Polizei anrufen und nachfragen oder einfach die Notrufnummer 110 wählen – nur eben nicht über die Rückruftaste.

Ja-Falle

So läuft die Masche:

Jemand ruft Sie an, stellt Ihnen Fragen oder verwickelt Sie in ein Gespräch. Das wirkt erst einmal harmlos. Doch Ihre Antworten werden dabei aufgezeichnet. Ein Ja von Ihnen wird herausgefiltert und in eine andere Aufnahme hineingespielt. Und schon haben Sie einem Kaufvertrag oder Abo zugestimmt.

So schützen sie sich:

Rechtlich bindend ist so ein Vertrag nicht, aber manche lassen sich davon überrumpeln. Unbedingt Widerruf einlegen. Und bei seltsamen Anrufen einfach sofort auflegen.