7 Reiseziele vor der Haustüre: Die schönsten Ecken in Deutschland

Es muss nicht unbedingt Balkonien sein

So schön ist Urlaub in Deutschland Die Speicherstadt in Hamburg ist immer einen Besuch wert Das „Weinland Die deutsche Hauptstadt lockt jährlich mehrere Millionen Touristen an

Manchmal reicht das Geld oder die Zeit nicht aus, um einen Urlaub in weiter Ferne zu buchen und unbekannte Kulturen zu erkunden. Das bedeutet aber keinesfalls, dass Sie zur Langeweile auf „Balkonien“ verdammt sind. Auch in Deutschland gibt es nämlich zahlreiche spannende Reiseziele für einen Tagesausflug, Kurztrip über das Wochenende oder auch mehrwöchigen Urlaub. Wir präsentieren Ihnen deshalb die sieben schönsten Reiseziele „vor der Haustüre“:

Tipp #1: Speicherstadt in Hamburg

Die Speicherstadt im norddeutschen Hamburg ist seit dem 5. Juli 2015 offiziell das 40. Deutsche UNESCO-Weltkulturerbe. Backsteinhäuser, alte Brücken sowie zahlreiche verwinkelte Kanäle zeichnen die Speicherstadt aus und machen sie ebenso sehenswert wie das Wasserschloss, der Traditionsschiffhafen oder das Miniatur Wunderland um die Ecke. Hier treffen die Architektur der 1920er Jahren und die Moderne zusammen. Vor allem im Abendlicht ist die Speicherstadt ein beliebtes Ziel der touristischen Hafenrundfahrten und besticht durch Backsteingotik ebenso wie durch Türmchen, Giebel und den weltgrößten zusammenhängenden Lagerhauskomplex mit über einhundertjähriger Geschichte. Doch nicht nur die Speicherstadt, sondern auch die Hansestadt an sich hat eine Menge zu bieten: St. Pauli, Jungfernstieg, Elbphilharmonie, Reeperbahn oder das Mahnmal St. Nikolai sind nur einige Beispiele für Sehenswürdigkeiten in Hamburg, welche sich kein Besucher entgehen lassen sollte. Die Freie und Hansestadt Hamburg zählt rund 1,8 Millionen Einwohner und wird aufgrund der zahlreichen Flüsse, Kanäle und Fleeten auch als das „Venedig des Nordens“ betitelt. Zudem hat Hamburg natürlich sämtliche Vorzüge einer belebten Großstadt zu bieten: Ein reges Nachtleben, eine hohe Restaurantdichte sowie eine Menge Kultur. Langweilig wird Ihnen hier auf jeden Fall auch nach mehreren Tagen bis Wochen garantiert noch nicht!

Tipp #2: Strandidylle in Sylt

Vom „Venedig des Nordens“ geht es nun ins „St. Tropez des Nordens“. Sylt ist die größte der nordfriesischen Inseln in der Nordsee. Angesiedelt vor der Küste Schleswig-Holsteins und Dänemarks, suchen vor allem wohlsituierte Deutsche hier in ihren Feriendomizilen nach Entspannung und sommerlichem Strandfeeling. Doch auch für kleinere Geldbeutel ist auf Sylt so einiges geboten: Besucher können natürlich am Meer relaxen, nur macht das windige Klima diesem Plan leider häufig einen Strich durch die Rechnung. Aber keine Sorge: Alternativen gibt es mit einer Wattwanderung, Schifffahrten, der Halbinsel Ellenbogen, Fahrradtouren, gemütlichen Cafés oder Sonnenuntergängen am Roten Kliff zahlreiche. Sylt ist nicht ohne Grund eines der beliebtesten Reiseziele in Deutschland, leider liegt es gerade für Besucher aus dem Süden nicht gerade „um die Ecke“.

Tipp #3: Zeppelin am Bodensee

Für Reisende aus Süddeutschland wäre da das „Schwäbische Meer“ vielleicht die attraktivere Möglichkeit auf Sonne, Strand und Wasser. Der Bodensee liegt im Dreiländereck zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dementsprechend viel Abwechslung hat er zu bieten, was ihn zu einem beliebten Reiseziel für deutsche Touristen macht. Hier können Sie ebenso im See baden wie durch antike Städtchen bummeln oder einen Abstecher für eine Wanderung in den Schweizer Bergen machen. Das Wahrzeichen der Stadt Friedrichshafen und damit die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit am Bodensee ist der Zeppelin. Wer es sich leisten kann, steigt kurzerhand selbst zu einem Rundflug mit ein. Ein Schnäppchen ist das allerdings nicht, doch auch vom Boden aus steht in Friedrichshafen vieles unter dem Motto des Luftschiffes. Wer sich hingegen nicht für die „schwebenden Zigarren“ begeistern kann, der kann in der Bodenseeregion dennoch mit Fahrradtouren, einem Lagerfeuer am Strand oder bei der Besichtigung der Blumeninsel Mainau seine Zeit vertreiben.

Tipp #4: „Weinland“ in der Pfalz

Etwas weiter im Westen, aber immer noch als perfektes Reiseziel für Besucher aus Süd- und Mitteldeutschland, hat die Pfalz allerhand Natur, Kultur & Co zu bieten. Im Süden des Bundeslandes Rheinland-Pfalz liegt das „Weinland Pfalz“. Das zweitgrößte Weinanbaugebiet Deutschlands bietet beste klimatische Voraussetzungen für einen edlen Tropfen und wird daher auch als „Toskana von Deutschland“ bezeichnet. Zwischen sanften Hügeln, wohlduftenden Weinreben und einer Kultur mit sowohl deutschen als auch französischen Wurzeln ist die Pfalz für Natur- und Weinliebhaber ein wahres Paradies. Doch auch, wer sich mit Wein nicht auskennt oder kein Interesse an dem Besuch von Weingütern sowie einer Weinverkostung hat, wird an der Pfalz Freude finden: Abenteurer fühlen sich im Eifelpark zu Hause, Fußballfans kommen im Fritz-Walter-Stadion auf ihre Kosten und Kinder können sich auf der Sommerrodelbahn so richtig austoben. Auch Exit Games, Kartfahren oder in einem Thermalbad entspannen steht auf Ihrer To-Do-Liste für den Urlaub in der Pfalz. Also egal, ob Sie lieber mit der Sesselbahn zum Wandern fahren oder im Schwarzlichtpark Minigolf spielen, sind Sie im Weinland definitiv gut aufgehoben.

Tipp #5: Schloss Neuschwanstein in Bayern

Ebenfalls im Süden, jedoch weiter östlich im Freistaat Bayern, befindet sich mit dem Schloss Neuschwanstein eines der berühmtesten Schlösser der Welt. In Hohenschwangau bei Füssen errichtete ab dem Jahr 1869 der damalige König Ludwig II. von Bayern gleich mehrere Schlösser: Neben Neuschwanstein verzaubern auch die kleineren Ausführungen namens Linderhof und Herrenchiemsee die Besucher der „Ludwig-Schlösser“, welche als UNESCO-Weltkulturerbe deklariert werden sollen. Der König hegte allerdings solch hohe Ansprüche, dass die Pläne des Schlosses häufig geändert wurden und seine Kosten in die Höhe schnellten. Rund 6,1 Millionen Mark soll allein das Schloss Neuschwanstein bis zum Tod Ludwigs II. gekostet haben. Bereits zuvor war er jedoch mit mehr als sieben Millionen Mark hoch verschuldet. Zudem erlebte er die Fertigstellung seines eigenen Schlosses nicht mehr. Trotzdem gilt Neuschwanstein heutzutage als ein Hauptwerk des Historismus im 19. Jahrhundert. Viele Touristen kommen jedes Jahr aus den USA, aus Japan oder anderen weit entfernten Ländern extra angereist, um das „Märchenschloss“ mit eigenen Augen zu sehen. Für deutsche Touristen gibt es also keine Ausrede, das Reiseziel „um die Ecke“ nicht anzusteuern.

Tipp #6: Herrenhäuser Gärten in Niedersachsen

Das nächste Urlaubsziel liegt wieder im Norden Deutschlands, nicht allzu weit entfernt von Hamburg. Die Herrenhäuser Gärten in Niedersachsen gehören zu den größten sowie wichtigsten und bekanntesten Barockgärten in ganz Europa. Vier an der Zahl bieten der Große Garten, der Berggarten, der Georgengarten und der Welfengarten ihren Besuchern eine große Bandbreite an landschaftlicher sowie floraler Variabilität. So wurden zum Beispiel der Welfen- und Georgengarten im Stil englischer Landschaftsgärten entworfen, während der Große Garten als historisches Kernstück der Herrenhäuser einen klassischen Barockgarten darstellt. Der Berggarten wurde früher vor allem für den Gemüseanbau genutzt, erstrahlt mittlerweile aber in botanischer Pracht. In den frühen Jahren des 21. Jahrhunderts wurden zudem moderne Elemente wie das Regenwaldhaus und ein Aquarium hinzugefügt. Wer die Herrenhäuser Gärten besichtigt hat und dennoch in der Gegend bleiben will, kann sich in der Großstadt Hannover im Nachtleben, bei kulinarischen Köstlichkeiten, beim Sightseeing oder im Zoo über aufregende Tage und Abende freuen.

Tipp #7: Brandenburger Tor in Berlin

Last but not least darf natürlich die deutsche Hauptstadt nicht fehlen. Wer noch nie in Berlin war, sollte das schleunigst nachholen – allein schon unserer heimischen Geschichte wegen. Das Brandenburger Tor stellt ein frühklassizistisches Triumphtor im Herzen Berlins und damit das Wahrzeichen Deutschlands dar. Es wird sowohl mit dem Ende der napoleonischen Herrschaft als auch mit dem Verfassungstag der Weimarer Republik und dem wiedervereinigten Deutschland in Verbindung gebracht. Apropos: Zum Thema Zweiter Weltkrieg, Holocaust sowie Berliner Mauer gibt es in der Hauptstadt noch zahlreiche weitere geschichtsträchtige Sehenswürdigkeiten wie das Holocaust-Mahnmal, den Checkpoint Charlie oder Teile der Berliner Mauer selbst. Zudem können Sie in Berlin den Reichstag besichtigen, im KaDeWe einkaufen gehen oder über den Kudamm schlendern und dabei einen Blick auf die Gedächtniskirche werfen. Dann sind da noch das Olympiastadion, die Siegessäule, das Schloss Charlottenburg und und und… Berlin ist damit wohl eine der abwechslungsreichsten und sehenswertesten Städte in Deutschland, die Sie nicht nur einige Tage, sondern auch wochenlang beschäftigen kann, ohne dass Ihnen langweilig wird – garantiert!