Costa del Azahar – Urlaub an der Küste der Orangenblüten

Im Costa del Azahar Urlaub wird entspannt und gut gegessen

19. April 2016
Spanische Orangen frisch vom Baum pflücken können, das ist echter Urlaubsgenuß An der Costa del Azahar warten lange Sandstrände auf Urlauber Spanien bietet neben fröhlichen Urlaubstagen natürlich allerlei kulturelle Stätten

Kennen Sie den Flecken Erde, an dem fast zehn Monate im Jahr die Sonne scheint, die Luft erfüllt ist von frischem Zitrusduft, es Strände gibt, die mehr zu bieten haben, als einen Blick aufs offene Meer, und Städte, die einfach Spaß machen? Wir schon. Und Sie jetzt auch. Die Costa del Azahar in Spanien: Urlaub vom Feinsten!

Die Silhouette von Peñíscola ist unverkennbar. In der Dunkelheit, wenn der mittelalterliche Ortskern stimmungsvoll orangegelb beleuchtet wird, und erst recht am helllichten Tag. Weithin sichtbar erhebt sich das vom Meer umspülte Castillo über der historischen Altstadt. Dabei wirkt die stattliche Templerburg aus dem 13. Jahrhundert an manchem Sommertag im Flimmern der heißen Luft wie eine Fata Morgana. Doch zum Glück löst sich der steinerne Traum auch bei frischer Brise nicht einfach wieder in Luft auf.

Costa del Azahar: Urlaub im Sonnenparadies Peñíscola

Peñíscola gehört zu den Schmuckstücken an der rund 120 Kilometer langen Costa del Azahar. Ein Urlaub hier führt in eine reizvolle und klimatisch besonders begünstigte Region Ostspaniens. An mehr als 300 Tagen im Jahr lacht die Sonne vom tintenblauen Himmel. Passend dazu bieten sich an herrlichen Sandstränden und kleinen, einsamen Buchten zig Möglichkeiten für ein Bad im erfrischenden Nass. Entlang des Küstenstrichs ziehen sich knorrige Mandel- und Olivenhaine, Gemüsefelder sowie kilometerweite Orangenplantagen. Wer einmal im Frühjahr erlebt hat, welch betörenden Duft die üppig blühenden Zitrusbäume verströmen, weiß am besten, weshalb man auch von der Orangenblütenküste spricht. Für Ausflüge im Costa-del-Azahar-Urlaub bietet sich das gebirgige Hinterland an, z. B. mit Stopps im Bilderbuchstädtchen Morella oder in Villafamés. Das Dorf überrascht mit einem bemerkenswerten Kunstmuseum, das u. a. Werke von Miró und Serrano beheimatet.

Costa del Azahar: Sehenswürdigkeiten in Valencia

Gerade einmal 150 Kilometer oder eineinhalb Stunden Autofahrt Richtung Süden sind es von Peñíscola bis nach Valencia. Wer an die Costa del Azahar in den Urlaub fährt, muss auch Spaniens drittgrößte Stadt besuchen: Sie liegt idyllisch an der Ostküste mit dem Mittelmeer vor der Tür. Hier lässt es sich morgens Geschichte atmen, nachmittags Zukunftsarchitektur bestaunen und gegen Abend den Sundowner in einer Bar mit Strandblick einnehmen.

Trotz seiner knapp 800.000 Einwohner wirkt Valencia kleinstädtisch, und man fühlt sich auf Anhieb wohl. Dicht an dicht drängen sich im Zentrum die Bistro-Tische. Besucher und Einheimische nehmen gerne Platz daran, um eine Horchata, eine kühle, sämig-süße Erdmandelmilch, oder den Stadtdrink Agua de Valencia, gemischt aus Cointreau, Orangensaft und Sekt, zu genießen. Immer und fast überall weht einem der verführerische Duft von Paella um die Nase. Überhaupt empfiehlt sich die Stadt perfekt für eine kulinarische Entdeckungsreise. Ein einziger Gang durch die prächtige Halle Mercado Central, in der täglich bis 14 Uhr Fische, Krustentiere und zahllose andere Köstlichkeiten ausliegen, macht begreiflich, warum Valencia als Feinschmeckermekka gilt.

Costa-del-Azahar-Urlaub: Tradition und Moderne

Gleich gegenüber des Schlaraffentempels befindet sich die wie eine spätgotische Kirche anmutende Handelsbörse Lonja de la Seda. Im kühlen Inneren des eleganten Baus machten im 15. Jahrhundert Seidenhändler ihre Geschäfte. Auch alle weiteren Sehenswürdigkeiten liegen in bequemer Laufweite zueinander: der Rathausplatz mit seinen wunderbaren Stuckfassaden, die monumentale Post, das Keramikmuseum. Die weite Plaza de la Virgen, der Jungfrauplatz, ist Valencias schönste Bühne. Hier tagt jeden Donnerstag um Punkt 12 Uhr vor dem Apostelportal der Kathedrale ein einzigartiges Gericht: Acht Herren urteilen – wenn auch nur der Tradition zuliebe – über Streitereien ums Wasser in den „huertas“, den Gemüsegärten im Westen der Stadt.

Doch Valencia ruht sich nicht allein auf dem Glanz alter Zeiten aus. Im trockenen Bett des Río Turia hat in der Stadt der Künste und Wissenschaften die Zukunft längst begonnen. Die raumschiffartigen Bauten des Architekten Santiago Calatrava, nahe des America’s Cup Hafens und des Strandes Las Arenas, sind ein architektonisches Bonbon. Und dass nicht nur die Verpackung stimmt, sondern auch der Inhalt qualitativ überzeugt, wird jeder bestätigen, der z. B. in das L’Oceanogràfic eintaucht. Das größte Aquarium Europas ist ganz einfach fantástico. Spaniens Costa del Azahar: Urlaub zwischen Tradition und Moderne.

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