Neuer Trend Roadtrip - worauf muss geachtet werden

Richtige Planung entscheidend

Roadtrips liegen im Trend. Immer mehr Menschen lernen die damit verbundene Freiheit und Flexibilität zu schätzen. Ein Roadtrip ermöglicht eine Zeitplanung nach individuellen Wünschen und bietet die Gelegenheit, möglichst viel von einem Land kennenzulernen. Doch ein guter Roadtrip braucht vor allem eins: die richtige Planung. 

Es gibt unzählige Länder, die sich gerade mit einem Roadtrip sehr gut entdecken lassen und hier ihre gesamte Vielfalt präsentieren. Neben den osteuropäischen und skandinavischen Ländern haben sich in den letzten Jahren vor allem Schottland, Kroatien und Italien als begehrte Roadtrip-Ziele einen Namen gemacht. Selbst Slowenien kann mit dem eigenen Auto bequem bereist werden und geizt hier keineswegs mit attraktiven Zielen. 

Drei gute Gründe für einen Roadtrip

Während die einen längst die Faszination des Roadtrips für sich entdeckt haben, zögern andere oft noch und sind unsicher, ob es sich hierbei wirklich um die richtige Art des Reisens handelt. Dabei gibt es gerade drei gute Gründe, die kaum Zweifel am Roadtrip und dieser Art des Reisens zulassen. So gibt es kaum eine andere Form des Reisens, bei der man so intensiv in das Land eintauchen kann. Man ist nicht an einen Standort gebunden, sondern kann nach Belieben auf Geheimtipps von Einheimischen oder Bekannten reagieren und den Roadtrip-Verlauf anpassen. 

Diese Flexibilität zeigt sich nicht nur im Reiseverlauf, sondern auch darin, wie die zeitliche Planung gestaltet ist. So kann bei einem Roadtrip eine Etappe auch einmal spontan einen Tag länger dauern, aber natürlich auch kürzer ausfallen. Roadtrips bringen zudem ein vollkommen ungewohntes Gefühl der Entspannung mit. Da sich die Reisenden nicht an einen genauen Zeitplan halten müssen, sondern flexibel sind, wird diese Art des Reisens gern als erholsamer beschrieben. Das ist auch der größte Unterschied zwischen einem Roadtrip und einer klassischen Rundreise, die sich als Pauschalreise buchen lässt. 

Die Wahl des richtigen Fahrzeugs

Wer sich für einen Roadtrip entscheidet, muss sich neben der Wahl des Reiseziels sehr schnell mit der Frage auseinandersetzen, mit welchem Fahrzeug er aufbrechen möchte. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Am flexibelsten ist es sicherlich mit dem eigenen Auto zu reisen. In diesem Fall sollte aber auch genügend Platz vorhanden sein. Kleinwagen können zwar auch für einen Roadtrip verwendet werden, machen es dann aber auch erforderlich, in Pensionen oder Hostels zu übernachten. Dadurch entstehen natürlich weitere Kosten. 

Ist kein eigenes, passendes Auto vorhanden kann auch auf einen Mietwagen zurückgegriffen werden. Auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Am flexibelsten sind Camper und Wohnwagen. Sie bieten den Vorteil, dass man den Schlafplatz immer im Schlepptau hat und nicht nach einer Übernachtungsmöglichkeit suchen muss. Die etwas höheren Mietwagenkosten wiegen sich in diesem Fall auf, da keine Aufwendungen mehr für die Übernachtung einkalkuliert werden müssen. 

Ein Punkt, der bei der Buchung eines Mietwagens aber unbedingt beachtet werden muss, sind die Kosten für die gefahrenen Kilometer. Viele Anbieter integrieren in die Angebote ein Kilometerpaket. Wird dieses überschritten, fallen aber Zusatzkosten an und diese lassen sich nicht immer genau planen. 

Reisezeitraum und Reiseverlauf richtig planen

Steht das Gefährt für den Roadtrip fest, kann zum nächsten Punkt der Planung übergegangen werden. Hierbei handelt es sich um die Planung des Reisezeitraums und Reiseverlaufs. Natürlich fallen Roadtrips dadurch auf, dass sie flexibel sind. Trotzdem sollte ein grober Reiseverlauf geplant werden. Welche Ziele sollen angefahren werden? Wie lange sollen die einzelnen Etappen dauern? Hier ist es wichtig, sich vorab über die Gegebenheiten vor Ort zu informieren. Eine gute Hilfe sind verschiedene Reiseführer und Online-Foren, in denen sich Reisende gegenseitig austauschen. 

Wichtige Punkte, die bei der Planung des Reiseverlaufs bedacht werden müssen, sind zum einen die Tankstellennetze der Länder, mautpflichtige Strecken und natürlich auch die Beschilderung. Darüber hinaus sollte vorab geklärt werden, wie sich die Straßenverhältnisse vor Ort gestalten. Auch hier gibt es natürlich Unterschiede. So kann aufgrund schlechter Straßenverhältnisse für verschiedene Streckenabschnitte ein deutlich längeres Zeitfenster erforderlich sein. Das ist gerade dann relevant, wenn beim eigenen Roadtrip beispielsweise auch Fährüberfahrten eingeplant werden. 

Auch die Jahreszeit spielt bei der Planung eine Rolle, wird in ihrer Bedeutung aber gern unterschätzt. Bei einem Roadtrip in die Berge oder in den Norden Europas muss im Winter mit Schnee, Eis und Glätte gerechnet werden. Es ist wichtig, dass die Ausrüstung darauf abgestimmt wird. 

Auf die richtige Absicherung achten

Ein weiterer Punkt, der bei einem Roadtrip in keinem Fall in Vergessenheit geraten darf, ist ein Check der eigenen Versicherungen. Auch bei einem gut geplanten Roadtrip kann immer etwas schiefgehen. Es ist daher wichtig, dass im Zweifelsfall auf eine Versicherung ausgewichen werden kann, die den Schaden übernimmt. Wer den Roadtrip im Ausland plant, sollte sich auch für den Krankheitsfall absichern. Ansonsten kann es in einem medizinischen Notfall rasch zu Einschränkungen bei der Behandlung oder hohen Kosten kommen, die selbst getragen werden müssen.

Neben der individuellen Krankenversicherung sollte immer über eine Unfall- und Haftpflichtversicherung nachgedacht werden. Jedoch ist hierbei wichtig sich noch vor Abschluss der Verträge über die wichtigsten Begriffe zu informieren, damit auch Schäden, die im Ausland entstanden sind, von den Leistungen eingeschlossen werden. Bei Mietfahrzeugen im europäischem Ausland gibt es besonders wichtige Begriffe zu dieser Thematik, wie zum Beispiel die Mallorca-Police Haftpflichtversicherung. In den meisten Fällen ist die angesetzte Versicherungssumme für Schäden im Ausland sehr gering, was durch diese zusätzliche Versicherung erweitert wird und in ganz Europa Gültigkeit hat. Schaut genau auf die speziellen Details um zu erkennen, welche Fälle gedeckt sind, welche auf euren Kosten sitzen bleiben würden und was theoretisch zusätzlich versichert werden sollte.

Dabei gilt sowohl für das eigene Auto als auch für den Mietwagen, dass in punkto Versicherung in erster Linie die Leistungen stimmen müssen. Bei einem Mietwagen sollte immer auf eine Autoversicherung mit Vollkasko geachtet werden. Diese ist in den meisten Versicherungspaketen eingeschlossen und übernimmt eben auch Schäden, die selbst verursacht wurden. Ein Punkt, der hier nicht aus den Augen verloren werden darf, ist die Selbstbeteiligung. Diese sollte nämlich nicht zu hoch sein.

Damit der vollständige Schutz der Kfz-Versicherungen garantiert ist, müssen die Kilometer, die während des Roadtrips zurückgelegt werden, vorher so gut wie möglich abgeschätzt werden. Wer nämlich mehr Kilometer fährt als im Versicherungsvertrag angegeben wird, muss zum Schluss Abstriche beim Versicherungsschutz hinnehmen und steht im schlimmsten Fall ohne diesen da.

Packen für den Roadtrip

Sind die Fragen nach Reiseverlauf, Reisedauer und Reisegefährt geklärt, kann die ganze Aufmerksamkeit dem Gepäck gelten. Auch wenn sich die einen oder anderen Dinge bei Bedarf sicherlich leicht vor Ort erwerben lassen, sollte bei der Zusammenstellung des Gepäcks an viele Dinge gedacht werden. Kleidung und Ausrüstung müssen auf die Jahreszeit abgestimmt werden. Gerade wer sich im Winter für einen Roadtrip entscheidet, sollte in jedem Fall auf einen wärmenden Schlafsack und hochwertige Funktionskleidung achten, um Erfrierungen zu vermeiden. 

Weiterhin sollte natürlich die Reiseapotheke auf Vordermann gebracht werden. Neben einigen Erste-Hilfe-Mitteln muss unbedingt darauf geachtet werden, dass auch diverse Medikamente in der Apotheke griffbereit sind. Hierzu gehören Schmerzmittel ebenso wie beispielsweise Medikamente, die bei Magen-Darm-Beschwerden helfen können. Bei der Zusammenstellung muss darauf geachtet werden, dass die Medikamente noch verwendet werden dürfen. Ebenso sollte ein Blick auf die Einfuhrbestimmungen des jeweiligen Landes geworfen werden. So ist es durchaus möglich, dass die Einfuhr von Medikamenten in ein Land durch den Zoll eingeschränkt wird. 

Bei einem Roadtrip darf natürlich auch das eine oder andere technische Equipment nicht fehlen. Sicherlich ist es unumgänglich, sich mit aktuellem Kartenmaterial auszustatten. Darüber hinaus sollte aber auf Smartphone und Tablet nicht verzichtet werden. Über diese Geräte lässt sich problemlos Google Maps abrufen. Google Maps gehört zu den Diensten, die bei einem Roadtrip eine große Hilfe sind. Der Dienst kann nicht nur für die individuelle Navigation genutzt werden. Er zeigt auch an, welche wichtigen Adressen sich in der unmittelbaren Umgebung befinden. Google Maps kann schon bei der Planung des Trips zur Hand genommen werden, denn so lassen sich vorab Favoriten auswählen und speichern, die während der Reise angesteuert werden. Praktisch ist, dass sich dann auch direkt zusätzliche Informationen zu den Sehenswürdigkeiten und Orten abrufen lassen. 

Doch bei allen Vorteilen, die die moderne Technik bietet, darf auf klassische Straßenkarten nicht zurückgegriffen werden. Sie bieten vor allem dann Sicherheit, wenn ein Internetzugang nicht möglich ist, weil beispielsweise die Netzabdeckung nicht lückenlos ausfällt. 

Grundsätzlich sind Smartphone, Tablet und Laptop heute bei allen Roadtrips unverzichtbar. Über sie lassen sich verschiedene Apps nutzen, um sich unabhängig vor Ort zu informieren. So bieten sich Campingplatz Apps ebenso an wie eine Wetter App.