Telefonieren im Ausland: Das kann richtig teuer werden!

Mal eben schnell zu Hause anrufen - das müssen Sie beim Telefonieren im Ausland beachten

24. Juni 2016

Bis 2017 müssen wir noch warten, bis es keine Roaming-Gebühren mehr für die Handy-Nutzung im EU-Ausland gibt. Eine SMS an unsere Liebsten daheim, ein Urlaubsschnappschuss für die Freundin und dann noch kurz die E-Mails checken – wer im Ausland telefonieren möchte und sein Smartphone nutzt, erlebt bei der nächsten Rechnung nicht selten ein böses Erwachen. Doch mit den richtigen Vorkehrungen haben Sie Ihre Kosten unter Kontrolle.

Telefonieren im Ausland: Wie kann ich eine hohe Rechnung verhindern?

Seit 2007 gelten in der EU feste maximale Roaming-Preise: Abgehende Anrufe aus dem Ausland kosten höchstens 23 Cent pro Minute, eingehende sechs Cent. Eine SMS schlägt mit maximal sieben Cent zu Buche, die Datennutzung über das mobile Internet höchstens mit 24 Cent. Dieser EU-Tarif gilt normalerweise automatisch für jeden Reisenden und ist für Urlauber, die sich nur ab und zu mal zu Hause melden wollen, die beste Option. Doch Vorsicht: Erkundigen Sie sich vorab bei Ihrem Mobilfunkanbieter, ob bei Ihnen nicht doch eine andere, teurere Auslandsfunktion eingestellt ist. Verlangen Sie in diesem Fall unbedingt eine Anpassung, damit das Telefonieren im Ausland nicht zu einer Kostenfalle wird.

Was, wenn ich das Handy im Urlaub viel nutzen will?

In diesem Fall sollten Sie sich nach den Auslandsoptionen bei Ihrem Mobilfunkanbieter erkundigen und ein entsprechendes Paket buchen. Die EU-Roaming-Flat bei O2 kostet beispielsweise 4,99 Euro monatlich und ermöglicht unter anderem unbegrenzte Anrufe aus dem EU-Ausland nach Deutschland und das Telefonieren innerhalb des EU-Reiselandes.

Telefonieren im Ausland: Das sind die weiteren Fallen

Deaktivieren Sie vor einer Reise ins Ausland unbedingt automatische App-Aktualisierungen – diese verbrauchen jede Menge teures Datenvolumen. Beim iPhone finden Sie diese Option unter Einstellungen/iTunes & App Store/Updates. Bei Android-Geräten öffnen Sie Google Play Store/Einstellungen/Automatische App-Updates. Es empfiehlt sich außerdem, die Mailbox im Ausland abzuschalten. Denn wer eine Sprachnachricht abhört, zahlt. Zu einer unliebsame Überraschung auf der Handy-Rechnung können zudem MMS werden: So kann der Versand einer Multimedia-Nachricht aus dem Ausland bis zu zwei Euro kosten, und sogar der Empfang ist nicht umsonst: Etwa 40 Cent verlangen die meisten Anbieter dafür.

Was gilt für Nicht-EU-Länder und Vielreisende?

Wer seinen Urlaub beispielsweise in der Türkei oder Thailand verbringt oder sich auch häufiger im Jahr für längere Zeit im Ausland aufhält, kann sich schon vor der Abreise eine entsprechende ausländische SIM-Karte kaufen und im Urlaub dann nur den jeweiligen Landestarif für Telefonate, SMS und Datennutzung zahlen. Das Gute: Sie bleiben auch unter Ihrer deutschen Nummer erreichbar. Reise-SIM-Karten kann man im Internet beispielsweise auf www.holidayphone.de bestellen.

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