Teneriffa: Reisetipps für die Insel des ewigen Frühlings

Auf Teneriffa wird Urlaub noch groß geschrieben!

01. August 2016

Wer ganz dringend Licht, Wärme und Sonne braucht, kann in rund vier Flugstunden schon am Strand von Teneriffa liegen und das Leben genießen.

Stolz streckt der Teide, Spaniens höchster Berg, seinen schneebedeckten Gipfel in die Höhe. Und heißt uns so schon im Landeanflug willkommen. Als sich die Türen öffnen, begrüßen uns milde 24 Grad und der Geruch nach Meer und Salz. Wunderbar! Willkommen auf Teneriffa – viele Sehenswürdigkeiten inklusive!

Teneriffa: Morgens baden, mittags Schneeballschlacht

Auf der Kanareninsel Teneriffa kann man morgens am Strand baden gehen, mittags eine Schneeballschlacht auf dem Vulkan machen und abends barfuß draußen sitzen. Weil wir sonnenhungrig sind, haben wir uns bei diesem Urlaub für den Inselsüden als Hauptstützpunkt entschieden, denn im Norden kann es schon mal wolkig werden. Wenig später sitzen wir in Los Gigantes schon auf dem Balkon unserer Ferienwohnung, mit einem kühlen Bier in der Hand und einem Ausblick auf das Felsmassiv, das sich majestätisch in den Ozean schiebt.

Nach zwei herrlich entspannenden Badetagen im trubeligen Urlaubsstädtchen werden wir unternehmungslustig und mieten uns ein Auto. Mit 83 Kilometer Länge und 54 Kilometer Breite ist die Insel ja wunderbar übersichtlich und bestens zu erkunden. Unser erster Trip führt uns hoch hinauf in den Teide-Nationalpark. Auf der Serpentinenstraße müssen wir erst ganz schön kurbeln, aber dann wird die Landschaft flach, und wir fahren mitten durch eine pechschwarze Mondlandschaft, wie es sie in „Star Wars“ nicht schöner geben könnte. Die erstarrte Lava aus dem – übrigens nur schlafenden – Vulkan ist verboten scharfzackig. Zu Fuß laufen ausgeschlossen. Aber dazu ist es uns auch zu kalt. Einen Besuch per Seilbahn auf den Krater verschieben wir auf den Sommer. Als wäre er einverstanden, stößt der Teide zum Abschied ein kleines Wölkchen aus.

Schon Alexander von Humboldt schwärmte von Teneriffa

Wir fahren ins fruchtbare Orotava-Tal, das eigentlich eher eine große geneigte Ebene ist, die ständig in Blüte zu stehen scheint und sanft ins Meer abfällt. Der Naturforscher Alexander von Humboldt, dem man auf Teneriffa respektvoll ein Denkmal gesetzt hat, schwärmte einst: „Ich habe nirgends auf der Welt ein so anziehendes, harmonisches Gemälde vor mir gehabt.“ Heute sind ins Gemälde eine ganze Menge Urlaubshäuschen gebaut worden, aber der Meerblick bleibt großartig.

Den genießen wir dann auch in einem kleinen Gartenrestaurant an der Straße, essen ein Paar patatas bravas (salzige Kartoffeln) mit verschiedenen Soßen (mojos), eine Tortilla nach Art der Guanchen (das waren die Ureinwohner) und sind einfach happy. Über Icod de los Vinos, wo wir den 1.000 Jahre alten Drachenbaum besuchen, geht’s dann wieder zurück in unsere Ferienwohnung im Süden.

Bummeln und Shoppen in Santa Cruz

Am nächsten Tag brausen wir die flache Küstenautobahn entlang in die Haupt- und Hafenstadt Santa Cruz. Zum Bummeln, Shoppen und Leutegucken. Rund um die Avenida Tres de Mayo geht das hervorragend. Hier finden wir nicht nur unser spanisches Lieblingskaufhaus El Corte Inglés, sondern massenhaft Boutiquen, Läden, Restaurants, Bars und Straßencafés. In der Nebenstraße Avda. Manuel Hermoso Rojas No 16 bietet die riesige Shoppingmall Centro Comercial Meridiano alles, was man sich wünschen kann. Tipp: Schuhe sind hier um einiges günstiger als bei uns. Was sich auch immer auf Teneriffa lohnt: ein Spaziergang im El Palmetum, einem wunderschönen Palmengarten, der auf einer ehemaligen Müllkippe angelegt wurde, um sie wieder zu begrünen. Von hier aus gibt’s eine herrliche Aussicht auf das Meer, die Stadt und das nahe Anaga-Gebirge.

Unser letzter Ausflug auf Teneriffa führt zum Strand: die Playa de las Américas. An diesem goldgelb aufgeschütteten Strand (ein Naturstrand ist lavaschwarz) finden Badeurlauber einen speziell für sie angelegten, lang gestreckten Ort mit allem Service. Die Preise sind scharf kalkuliert, die Auswahl an Appartements groß. Ideal für Reisende, die nur die Sonne genießen und Spaß haben wollen. Wer das urtypische Spanien sucht, wird hier nicht fündig. Teneriffa mit seinem Klima des ewigen Frühlings ist eben eine Urlaubsinsel. Und das ist auch gut so!

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