Yucatán: Urlaub auf Mexikos paradiesischer Halbinsel

Das türkisfarbene Meer plätschert seicht auf den weißen Sand, Palmen säumen den Strand und alle paar Meter sitzen ein paar Einheimische und Urlauber in Badekleidung in den kleinen Strandbars und genießen ein kühles Cerveza. Was nach dem absoluten Urlaubstraum klingt, gibt es auf der kleinen Insel Holbox tatsächlich. Mit ihren 2 Kilometern Breite und 42 Kilometern Länge liegt sie im Golf von Mexiko vor den Toren der Halbinsel Yucatán, Mexikos Urlaubsparadies Nummer 1. Nur 30 Minuten Fährfahrt sind es von der kleinen Stadt Chiquilá auf die Insel. Hier gibt es keine geteerten Straßen, viele Menschen laufen barfuß und die Häuser sind bunt bemalt.

Rund 40 Millionen Touristen kommen jährlich nach Mexiko, alleine auf den beliebten Badeort Cancún entfallen davon rund 4 Millionen. In Cancún machen vor allem viele Amerikaner und Pauschaltouristen Urlaub. Sie wollen am Strand liegen, feiern und in den Casinos spielen. Zwar gibt es immer wieder neue Online Casinos, bei denen man mit einem Bonus gratis wetten kann und die man einfach vom Tablet oder Laptop aus spielen kann, im Urlaub wollen aber viele ihr Glück an echten Casinotischen versuchen. Das dort gewonnene Geld, kann man gleich nebenan an der Playa del Carmen wieder ausgeben. Der Strand ist wunderschön und wer gerne Party macht, ist hier genau richtig.

Yucatán fernab des Pauschaltourismus

Wer es etwas ruhiger mag, meidet Cancún und Playa del Carmen und macht sich auf, die Halbinsel Yucatán ausgiebig zu erkunden. Um in die Kultur des Landes einzutauchen und authentisches Mexiko-Flair aufzusaugen, bietet sich dafür vor allem die Großstadt Mérida an. Mit über 830.000 Einwohnern ist die Stadt ein bunter Mix aus farbenfroher Kolonialarchitektur, Märkten, fantastischen Restaurants und jeder Menge Leben auf den Straßen. Hier spielen Abend für Abend Mariachi Bands auf den zahlreichen Plätzen und die Passanten schwingen im Vorbeigehen das Tanzbein. 

Ähnlich wie Mérida nur deutlich kleiner ist die Stadt Valladolid. Von hier aus kann die berühmte Maya-Ruinenstätte „Chichen Itzá“ besucht werden. Die Stufenpyramide „El Castillo“ ist weltbekannt und nicht umsonst ist die gesamte Anlage UNESCO-Weltkulturerbe. Um Valladolid herum befinden sich noch weitere Ruinenanlagen wie zum Beispiel Ek Balam. Dort gibt es auch eine tolle Cenote, die nach einer schweißtreibenden Kletterpartie auf die Spitze der Ruinen die nötige Erfrischung bietet. 

Schwimmen in Yucatáns Cenoten

Fast 2.500 Cenoten gibt es auf der Yucatán-Halbinsel. Cenoten sind unterirdische Höhlen, die mit Wasser gefüllt sind. Ursprünglich dienten sie als Bewässerungssystem der Maya und dienen heute primär als Naturpool. Besonders schöne Cenoten auf Yucatán sind diese:

●    Cenote Ik’kil: Sie liegt in der Nähe von Chichen Itzá und ist mit vielen hängenden Lianen bewachsen. Allerdings wird es hier auch sehr voll.
●    Cenote Calavera: Hier gibt es sogar Fische und das Wasser ist sehr klar.
●    Gran Cenote: In der Nähe des beliebten Touristenorts Tulum schwimmt man hier zum Teil in einer Tropfsteinhöhle zwischen Schildkröten und Fischen. 
●    Cenote Samula: Durch ein Loch in der Höhlendecke gelangt das Sonnenlicht und schafft sogar eine magische Atmosphäre beim Schwimmen.
●    Cenote X’Canche: Direkt neben den Pyramiden von Ek Balam befindet sich der Eingang zur Cenote X’Canche. Auch hier gibt es Lianen, Fische und klares Wasser.


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Keine Yucatán-Reise ohne einen Abstecher nach Tulum

Während einer Reise über die Yucatán-Halbinsel darf natürlich auch der Besuch der Maya Ruinen von Tulum nicht fehlen. Die alte Maya-Stätte liegt direkt am Meer und bietet atemberaubende Ausblicke. Der Ort Tulum ist zwar nicht besonders hübsch, bietet aber besonders für Rucksackreisende eine angenehme Atmosphäre. Wer es etwas gehobener mag, verbringt ein paar Tage in einem der tollen Strandresorts in Tulum. Der weiße Sand, das türkise Meer mit kräftiger Brandung und das immer warme Klima sollten keinerlei Heimweh aufkommen lassen. 

Bacalar liegt abseits der Haupt-Touristenströme

Etwas weiter südlich liegt der Ort Bacalar. Hierhin verirren sich deutlich weniger Touristen als nach Tulum oder Valladolid. Der Ort an sich hat nicht viel zu bieten, seine Umgebung macht ihn aber sehr besonders. Bacalar liegt direkt an der „Lagune der sieben Farben“ und wer diese Lagune mit eigenen Augen gesehen hat, wird nie wieder woanders hin wollen. Hell-Türkis, Dunkel-Türkis und Mittelblau sind nur einige der vielen verschiedenen Farben dieses Gewässers. Es besteht zum Teil aus Süß- und zum Teil aus Salzwasser und kann im Rahmen einer Bootstour erkundet werden.

Yucatán: Wann, wie und wie lange?

Für eine Rundreise durch Yucatán bieten sich vor allem die deutschen Wintermonate an. In den Sommermonaten wird es sehr voll und ab Juli beginnt die Hurrikan-Saison, die bis in den Oktober hinein Regen und Stürme verheißt. Die Anreise erfolgt mit dem Flugzeug aus Deutschland bis zum Flughafen von Cancún. Viele Airlines fliegen die Strecke direkt, sodass das Umsteigen entfällt. 

Von Ort zu Ort kommen Reisende entweder ganz bequem mit den lokalen Bussen, die zuverlässig und sicher verkehren. Wer gerne flexibel ist, entscheidet sich für einen Mietwagen. Diese Variante ist zwar deutlich teurer, bietet dafür aber mehr Möglichkeiten. Als Reisedauer empfiehlt es sich mindestens zwei Wochen in Yucatán zu verbringen. Auch drei oder vier Wochen können problemlos mit Programm gefüllt werden.