Zuhause auf Zeit: Urlaub machen mit Airbnb

Luxus-Wohnungen statt Luftmatratze

Der ursprüngliche Name lautete „airbed and breakfast“, auf Deutsch: Luftmatratze und Frühstück. Doch heute gibt es auch reichlich Luxus. Die Vermietung an Touristen steht aber auch in der Kritik.

Deses Jahr feiert Airbnb sein zehnjähriges Bestehen – und kann sich über beachtliche Zahlen freuen: Laut eigenen Angaben stehen auf der Website aktuell fast fünf Millionen Inserate in 191 Ländern zum Angebot. Airbnb ist dabei eine Art Online-Marktplatz für die Buchung und Vermietung der Unterkünfte von privaten und gewerblichen Anbietern. Airbnb vermittelt, übernimmt jedoch keinerlei rechtliche Verpflichtungen.

Mehr Komfort mit Airbnb

Wem es nicht darauf ankommt, ein Schnäppchen zu machen, sondern seinen Urlaub in einer komfortablen und gut ausgestatteten Unterkunft zu verbringen, freut sich über das neue Angebot „Airbnb-Plus“. Dahinter verbirgt sich eine Auswahl von Unterkünften weltweit, die auf über 100 Qualitätskriterien überprüft wurden – von der Ausstattung über Sauberkeit bis zum besonderen Design. Aufgenommen werden in der Rubrik auch nur solche Orte, dessen Gastgeber durchschnittlich mit mindestens 4,8 Sternen von fünf möglichen bewertet werden.

Mit dem Suchfilter finden

Natürlich kann man auf der Startseite von Airbnb ganz klassisch den Namen des gewünschten Reiseziels angeben und sich alle dort vorhandenen Unterkünfte anschauen. Weiter unten auf der Seite gibt es aber auch die Möglichkeit, sich Unterkünfte speziell für Familien oder für Geschäftsreisende anzeigen zu lassen.

Inspiration für neue Reiseziele- und Unterskünfte

Zum Wegträumen ist die Rubrik „Einzigartige Unterkünfte für deine Reise“. Hier findet man zum Beispiel aktuell weltweit mehr als 9.000 Boote und knapp 2.000 Baumhäuser, in denen man seinen Urlaub verbringen kann. Und wer ganz komfortabel campen möchte, findet hier sogar knapp 2.000 Luxus-Jurten.

Sicherheit bei der Bezahlung

Der Gast zahlt den Betrag für die Unterkunft an Airbnb. Dem Gastgeber wird der Betrag dann erst 24 Stunden nach Anreise ausgezahlt, um sicherzustellen, dass der Gast die Bleibe auch so vorfindet, wie sie angeboten wurde. Gast und Gastgeber müssen sich jeweils mit einer Profilseite darstellen. Kritiker bemängeln, dass Gäste hier sehr viel mehr Informationen über sich preisgeben müssen als Gastgeber.

Selbst vermieten?

Wer Gastgeber auf Airbnb werden möchte, sollte sich vorab über Regeln in seiner Stadt informieren. Teilweise ist zum Beispiel eine offizielle Genehmigung des Vermieters nötig, oder es gibt zeitliche Beschränkungen.

Kritik an der Touristen-Vermietung

In immer mehr Metropolen sollen Wohnungen ausschließlich an Touristen vermietet werden – Vermieter würden damit höhere Einkünfte erzielen, als wenn sie an Einheimische regulär vermieten würden. Das hat zur Folge, dass Einheimische selbst kaum noch bezahlbare Wohnungen finden sollen und aus ihren eigenen Städten verdrängt würden. In Berlin beispielsweise dürfen Privatleute ihre Hauptwohnung ohne zeitliche Einschränkung weitervermieten, solange der Charakter als Hauptwohnung nicht angetastet wird. Damit wurde das Zweckentfremdungsverbot wieder gelockert, dass am 1. Mai 2014 eingeführt wurde. Das Gesetzt wurde eingeführt, um der kommerziellen Vermietung ein Riegel vorzuschieben und Wohnraumspekulationen einzudämmen.

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