Bärlauch: Warenkunde und schmackhafte Rezepttipps

Das leckere Wildkraut sammeln und genießen

Hmm, wie das duftet: Die cremige Bärlauch-Suppe ist eine Wohltat für Leib und Seele Bärlauch-Pesto lässt sich bis zu einem Jahr aufbewahren. Jeder Biss ein Genuss: Veganer Brotaufstrich mit Bärlauch

Ein Hauch von Knoblauchduft liegt in der Luft. Eines der beliebtesten Frühlingskräuter ist endlich wieder da! Ob frisch vom Markt, selbst geerntet im Wald oder im eigenen Garten – Bärlauch kann nun keiner widerstehen.

Wenig pflanzen – viel ernten Pflanzen Sie Bärlauch am besten als Jungpflanze, sobald kein Frost mehr zu erwarten ist. Eine Wurzelsperre verhindert, dass die Pflanze wuchert und sich zu sehr ausbreitet. Die ersten Blätter erscheinen oft schon im Februar, und die Blütezeit ist etwa Ende April. Dann kann auch geerntet werden. Das Kraut fühlt sich im feuchten Unterholz sehr wohl und
kann daher ohne Probleme an schattigen Plätzen auf der nördlichen Seite des Hauses unter Bäumen oder Büschen gepflanzt werden.

Vorsicht: Verwechslungsgefahr

Die Blätter des Bärlauchs ähneln denen der Maiglöckchen und der Herbstzeitlosen sehr. Sollten Sie nicht sicher sein, um welches Kraut es sich handelt, zerreiben Sie die Blätter ein bisschen zwischen Ihren Fingern. Fehlt der charakteristische Knoblauchgeruch, sollten Sie umgehend Ihre Hände waschen, denn die beiden anderen Pflanzen sind giftig!

Voll im Trend

Der Genuss von Bärlauch ist wieder in Mode gekommen. Er wird in schicken Restaurants serviert und ist aus der Frühlingsküche kaum wegzudenken. 

Die richtige Verwendung

Bärlauch immer schnellstmöglich verarbeiten. Die Blätter zuvor unter lauwarmem Wasser abspülen. Beim Kochen verliert das wilde Kraut wie fast alle Kräuter wertvolle Geschmacks- und Inhaltsstoffe. Daher immer erst am Ende der Garzeit zugeben.

Leckere Rezepte mit Bärlauch

Cremiges Süppchen

Zutaten

  • 1/4 Knollensellerie
  • 2 Möhren
  • 1 Zwiebel
  • 1 Porreestange
  • 4 Kartoffeln
  • 100 g frischer Bärlauch
  • 3 EL Butterschmalz
  • 1 1/2 l Fleischbrühe
  • Salz und Pfeffer
  • Muskat
  • 1 gestrichener TL Zucker
  • 30 ml Schlagsahne

So gelingt’s für 4 Portionen:

1 Sellerie, Möhren und Zwiebeln schälen und würfeln. Porree in Ringe schneiden. Kartoffeln schälen. Bärlauch waschen und fein schneiden. 

2 Butterschmalz zerlassen, Zwiebel und Bärlauch anschwitzen. Möhren, Sellerie und Porree zugeben. Alles unter rühren ca. 15 Min. garen.

3 Mit Brühe ablöschen. Rohe Kartoffeln zugeben. Weitere 20 Min. köcheln. Mit Pfeffer, Salz, Muskat und Zucker würzen. Alles fein pürieren. Sahne zugießen und unter Rühren kurz aufkochen und abschmecken.

Zubereitung: 35 Min. 
pro Portion: 201 kcal/840kJ; KH: 10g, F: 13g, E: 9g

Veganer Brotaufstrich 

So gelingt’s für 4 Portionen:

1 50 g Bärlauch waschen, trocken schütteln und anschließend fein hacken. 

2 100 g Sonnenblumenkerne in einem Mixer fein mahlen. 75 ml Sojamilch, 50 ml Öl, 20 ml Zitronensaft und 1 TL Salz zu den Sonnenblumenkernen geben und weitermixen bis eine cremige Masse entsteht. 

3 Dann den gehackten Bärlauch dazugeben und einige Zeit weitermixen. Mit Zitronensaft und Salz abschmecken. Wer möchte, kann einige Chiliflocken unterrühren. Bis zum Verzehr im Kühlschrank aufbewahren.

Aromatisches Pesto

So gelingt’s für 4 Portionen:

1 500 g Bärlauch waschen, trocknen. 80 g geriebenen Parmesan, 80 g geröstete, gemahlene Pinienkerne und 250 ml Olivenöl zugeben.

2 In der Küchenmaschine zerkleinern. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

3 In saubere und heiß ausgespülte Schraubdeckelgläser füllen und im Kühlschrank aufbewahren. Wenn das Pesto ausgekühlt ist, kann es im Kühlschrank bis zu einem Jahr aufbewahrt werden. 

Variation: Anstatt Pinienkernen dürfen auch Cashews oder Macadamianüsse in den Mixer. Ganz wie sie mögen!