Backen leicht gemacht: 10 Tipps für gutes Gelingen

Backen ist keine Kunst. Dennoch braucht es teilweise ein paar Tricks und praktisches Zubehör, damit Kuchen, Muffins und Co. sowohl optisch als auch geschmacklich begeistern. Wir haben Informatives von Rührteig bis Biskuit sowie raffinierte Tipps für kleine Herausforderungen arrangiert. Lesen Sie hier, wie Sie leckere Backwaren für Ihre Lieben zaubern!

1. Backformen – die Materialunterschiede

Bevor es ans Mischen von Teig geht, müssen Sie sich für Backformen entscheiden. Hier gibt es erhebliche Unterschiede. Allein die Auswahl an Materialien ist groß. Glas, Silikon, Emaille und Blech sind typische Vertreter. Die Vor- und Nachteile im Überblick:

Die  Webseite backformen.net hat hochwertige Backformen empfehlenswerter Hersteller zusammengestellt und erleichtert die gezielte Recherche nach individuellen Zubehörarten. Beispielsweise gibt es separate Kategorien für Silikon-, Gugelhupf- und Brotbackformen. Mit Hilfe solcher Ratgeber müssen Sie nicht auf dutzenden Internetseiten nach passenden Produkten Ausschau halten, sondern können sich einen schnellen Überblick über beliebte Artikel verschaffen.

2. Rund, eckig, kleine oder groß?

Neben unterschiedlichen Materialien gibt es Backformen in zahlreichen Größen und Formen. Da in Rezepten für runde Kuchen der Durchmesser für passende Formen angegeben wird und die Zutatenmengen eine angemessene Kuchenhöhe ergeben soll, ist es wichtig die Größe der Form entsprechend zu wählen. Bei Springformen sind 26-28 Zentimeter gängig, bei Obstkuchen meist 28 Zentimeter und beim Frankfurter-Kranz in der Regel zwischen 22 und 26 Zentimeter. Ein klassischer Guglhupf erfordert 22 bis 24 Zentimeter Durchmesser. Bei Kastenformen sind 30 x 11 und 25 x 11 Zentimeter übliche Größen. 

Sie haben gerade nicht die Größe parat, die in einem Rezept gefordert wird? Kein Problem, mit folgenden Alternativen klappt es trotzdem:

•    statt Springform (mit Rohrboden, 26 cm Ø) -> Kastenform (30x11 cm)
•    statt Springform (mit Rohrboden, 28 cm Ø) -> Gugelhupfform (24 Ø)
•    statt Blechkuchen -> 50 % der Zutaten in eine Springform (26 Ø) geben
•    statt Springform (26 Ø) -> 50 % der Zutaten in eine Springform (18 Ø) füllen

Gut zu wissen: Die Backzeit kann bei Veränderung der Backform beziehungsweise Backformgröße variieren. Beobachten Sie den Kuchen deshalb genauer als sonst!

3. Backformen richtig vorbereiten

Zum Einfetten sollten Sie kein Öl nehmen, sondern Butter oder Margarine, weil letztere Zutaten an den Oberflächen haften. Öl läuft stets nach unten in die Form sodass Ihr Kuchen am oberen Rand womöglich stark anklebt. Ein Backpinsel erlaubt auch kleine Zwischenräume einzufetten. 

Springformen nicht am Rand fetten, damit der Teig dort Halt hat! Neben Mehl eignen sich zum Einfetten zur Abwechslung gemahlene Nüsse, Paniermehl und Kakao. Nüsse und Kakao verleihen Gebäck ein tolles Aroma. Übrigens sind auch beschichtete Backformen einzufetten. Die Beschichtung ist kein Garant für leichtes Herauslösen.

Extratipp: Ist nach dem Backen möglichst schnelles Herauslösen aus Backformen ein Muss, können diese mit Backpapier ausgekleidet werden. Für Muffins eignen sich handelsübliche Papier-Muffinförmchen.

4. Nicht vollfüllen!

Sollen Kuchen, Muffins und sonstige Leckereien nicht über die Form backen, dürfen Sie diese zu maximal zwei Drittel füllen.

5. Machen Sie die Garprobe (Stäbchenprobe)!

Da Sie nicht in Kuchen und Co. hineinschauen können, ist die Garprobe mit einem Holzstäbchen (z. B. Schaschlikspieß) eine praktische Hilfe. Stechen Sie mit einem Holzstäbchen in die dickste Stelle des Kuchens! Haftet kein Teig daran, ist er fertig. Bleibt Teig kleben, lassen Sie ihn noch wenige Minuten im Ofen. Den können Sie jetzt aber schon abschalten, um die Restwärme zu nutzen!

6. Warten und stürzen

Vor dem Stürzen von Kuchen, sollten sie nach dem Backen mindestens zehn Minuten Zeit zum Abkühlen bekommen. Im Idealfall können sie vollständig auskühlen. Kaltes Gebäck löst sich besser!  Stellen Sie Kuchen dabei in der Form auf einen Kuchenrost! Nach dem Abkühlen, Form am Rand mit einem Messer vorsichtig lösen. Rost auf die offene Seite der Form legen, gut festhalten und schnell umdrehen! Kurz warten, dann die Form vorsichtig anheben. Löst sie sich nicht problemlos, hilft ein kalter feuchter Lappen. Einfach auf die Unterseite der Form platzieren und leicht klopfen!

Gugelhupfformen machen besonders gern Ärger beim Stürzen. Nicht selten, weil die Form nicht gründlich genug gefettet oder auf das Ausstreuen mit Mehl oder Paniermehl verzichtet wurde. Das Ausstreuen ist auch deshalb wichtig, weil Sie dadurch Stellen erkennen, wo Fett fehlt. Dort können Sie anschließend gezielt Nacharbeiten. Ist überhaupt nichts zu machen, stellen Sie den Gugelhupf mit Form für 60 Minuten ins Gefrierfach.

7. Brot backen

Beim Backen von Brot gibt es einige Tricks, um für maximalen Geschmack zu Sorgen. Mehr Luft kneten Sie beispielsweise in den Teig, indem Sie ihn mehrfach falten. Diese Technik regt Backtriebmittel an und macht Brote luftiger. Stellen Sie in den ersten 15 Minuten der Backzeit eine Auflaufform mit Wasser in den Ofen unter die Backform! Der Wasserdampf erzeugt eine tolle Kruste und fördert das Aufgehen des Brotes. Im Leitfaden zum Brot backen für Anfänger im Blog baeckerina.de erklärt Ihnen Ina, worauf es bei Mehlsorten ankommt.  

8. Hefeteig

Hefeteig soll möglichst aufgehen. Das gelingt allerdings nicht immer, was an einer zu kühlen oder trockenen Umgebung liegen kann. Um das Volumen mindestens zu verdoppeln, braucht die Hefe ein feuchtfröhliches und schön warmes Klima. Stellen Sie die Schüssel mit dem Teig plus eine Tasse mit heißem Wasser direkt nebeneinander und stülpen Sie eine noch größere Schüssel oder ein alternatives Gefäß darüber. Während das heiße Wasser den Teig feucht hält, sorgt die Haube für Wärme. Ebenfalls vorteilhafte Orte für ruhenden Hefeteig: In einer Schüssel abgedeckt mit trockenem Geschirrtuch in der Nähe der Heizung oder im auf 50 Grad (Ober-/Unterhitze) vorgewärmten Backofen (gegen Überhitzen ein Holzlöffel zwischen die Tür klemmen).

Damit Hefeteig nicht in Schüsseln klebt, leicht mit Mehl ausstreuen!

9. Rührteig

Bei Rührteig können Sie (fast) nichts falsch machen. Sie sollten lediglich darauf achten, dass alle Zutaten zimmerwarm sind und sie zuerst alle feuchten Lebensmittel vermengen. Dann alle trockenen Lebensmittel wie Mehl und Backpulver mischen und zum Teig geben. Sie mögen Rührteig gern fluffig? Trennen Sie die Eier und schlagen Sie den Eischnee steif bevor Sie ihn hinzufügen!

10. Biskuit

Mehl, Zucker, Eier. Das sind die Grundzutaten jedes Biskuitteigs. Mit ihm können Sie herrliche Biskuitrollen, Torten und originelle Schicht-Desserts zubereiten. Lassen Sie sich von der Videoanleitung der YouTuberin von Sallys Welt inspirieren:

Auch beim Biskuitteig ist es vorteilhaft Eier zu trennen und das steif geschlagene Eiweiß erst hinzuzufügen, wenn alle anderen Zutaten verrührt sind. Heben Sie es mit einem Teigschaber gefühlvoll unter! Haben Sie genügend Zeit, schlagen Sie außerdem Eigelb auf hoher Stufe separat. Backen Sie Biskuitteig immer sofort und geben Sie ihn in den gut vorgeheizten Ofen, so bleibt die Luftigkeit erhalten!  

Sie möchten sich an einen Strudelteig wagen? Die Redaktion von lecker.de zeigt in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung was entscheidend ist.

Weitere Ideen zum Backen haben wir in unserer Rezeptwelt veröffentlicht.