Beim Shoppen Geld verdienen: Designerstücke als Geldanlage?

Das müssen Sie beachten

20. Februar 2020

Manchmal macht sich nach dem Einkaufsbummel das schlechte Gewissen bemerkbar: Musste es wirklich die sündhaft teure Handtasche sein? Hätte nicht ein No-Name-Oberteil ausgereicht? In einigen Fällen gibt es allerdings keinen Grund zur Shopping-Reue. Schließlich kann, wer beim Einkauf auf Top-Labels setzt, auf dem Zweitmarkt oft satte Gewinne mit seinen It-Teilen einstreichen.

Mode als echte Geldanlage?

Wer Shopping zu seinen liebsten Hobbies zählt, kennt die Problematik: Bei hochpreisigen Artikeln fällt die Entscheidung für oder gegen den Kauf oft besonders schwer. Schließlich ist bei teuren Designerteilen die Angst, einen ebenso teuren Shoppingfehler zu begehen, groß. 

Nun können wir Shopping-Fans aber beruhigen: Häufig sind Sorgen oder sogar ein schlechtes Gewissen nach dem Einkauf völlig unbegründet. Insbesondere begehrte Designerstücke von Gucci, Louis Vuitton, Prada und Co. sind später nämlich gewinnbringend weiterverkaufbar, was sich besonders lohnt, wenn man sie unter anderem im Gucci Sale gekauft hat. So macht der Shoppingtrip nicht nur Spaß, sondern wird quasi zur Geldanlage. 

Allerdings haben nicht alle Designer-Handtaschen, Sneaker und Marken-Pullover einen hohen Wiederverkaufswert. Wer beim Shoppen jedoch planvoll vorgeht und auf die begehrtesten Designerstücke setzt, erzielt mit seiner Leidenschaft für Mode leicht satte Gewinne.

Auf Label und Zeitpunkt kommt es an

Mode als Investment – das ist nicht wirklich abwegig. Schließlich sind limitierte Designerstücke oft schnell vergriffen und nur noch auf dem Zweitmarkt erhältlich. Außerdem ist es im Social-Media-Zeitalter nicht unüblich, dass bereits vergessene Designerstücke durch Instagram-Stars plötzlich wieder heißbegehrt sind.

Dennoch klappt der Weiterverkauf nicht mit jedem Designerteil. Schließlich gibt es einige Artikel, bei denen ein Weiterverkauf viel Arbeit verursacht und nur einen Bruchteil des ursprünglichen Kaufpreises einbringt. Bei anderen Teilen lohnt sich ein Secondhandverkauf hingegen extrem. Nicht selten sind dann Erlöse erzielbar, die weit über dem ursprünglichen Anschaffungspreis liegen.

Besonders deutlich zeigt das beispielsweise die internationale Modesuchmaschine Lyst. Von den Betreibern wurden kürzlich Suchanfragen zu etwa 6 Millionen Luxus-Produkten aus mehr als 12.000 Onlineshops ausgewertet. Dabei zeigte sich unter anderem: Neben dem richtigen Label, kommt es außerdem auf den richtigen Kaufzeitpunkt an. Wer Designertaschen und Co. dann kauft, wenn die Nachfrage moderat und der Preis „niedrig“ ist, hat gute Chancen auf Weiterverkauf-Gewinne. Die Herausforderung liegt darin, das It-Piece zu erkennen, an dem zu einem späteren Zeitpunkt eine hohe Nachfrage bestehen wird. 

Das bedeutet aber nicht, dass der gewinnbringende Weiterverkauf nur echten Mode-Profis möglich ist. Schließlich gibt es einige Labels, die echte Garanten für hohe Wiederverkaufserlöse sind. Wer hier zugreift, kann sich darum nicht nur über ein schönes Designerstück freuen. Auch ein erfolgreicher Weiterverkauf zu einem späteren Zeitpunkt ist quasi garantiert. 

Handtaschen als Geldanlage

Bei Handtaschen ist der Wiederverkaufswert eher unberechenbar. Viele Designer bringen immer neue Modelle auf den Markt. An welcher Tasche das Interesse mit der Zeit steigen statt fallen wird, ist oft schwer absehbar. Dennoch gibt es einige Marken, deren Taschen – was einen gewinnbringenden Weiterverkauf betrifft – als „sichere Bank“ gelten können:

Hermès-Taschen als Investment

Das französische Luxuslabel Hermès wurde bereits 1837 gegründet und stellte zu Beginn Sättel und ähnliche Lederwaren her. Heute hingegen ist das Familienunternehmen insbesondere für Luxustaschen bekannt, die oft viele Tausend Euro kosten. Trotz extrem hoher Preise ist Hermès gleichzeitig auch ein Garant für lohnende Mode-Investitionen.  Selbst eine getragene Tasche des Labels bringt bei einem Wiederverkauf nämlich durchschnittlich zwischen 80 und 120 Prozent ihres Originalpreises ein. Ein Ende dieses Trends ist aktuell nicht in Sicht. Im Gegenteil: Die Nachfrage nach Hermès-Produkten steigt stetig.

Chanel-Taschen als Investment

Das Label Chanel wurde 1913 durch Coco Chanel ins Leben gerufen und kommt seither nicht aus der Mode. Insbesondere nach dem Tod von Karl Lagerfeld, dem berühmten Chanel-Chefdesigner, stieg die Nachfrage nach sämtlichen Produkten weiter. Dementsprechend gut sind die Weiterverkaufs-Chancen bei sämtlichen Chanel-Produkten. Bei Handtaschen des Labels ist durchschnittlich mit soliden 65 Prozent des ursprünglichen Kaufpreises zu rechnen. 

Louis-Vuitton-Taschen als Investment

Louis Vuitton ist eines der beliebtesten Luxuslabels im Bereich Handtaschen. Dennoch schwankt der Wiederverkaufswert der Taschen des Labels recht stark: Während sich bei einem Weiterverkauf mit manchen Modellen nur die Hälfte des Kaufpreises erwirtschaften lässt, werden andere zum Originalpreis weiterverkauft. Prinzipiell lässt sich aber sagen, dass insbesondere Tote Bags und Schultertaschen des Labels bei einem Weiterverkauf vielversprechend sind. 

Das Label Supreme als Geldanlage

Das Label Supreme startete 1994 als Kleidungs- und Skateboardmarke und damit nicht als direkter Favorit unter Luxus-Fans. Ganz anders sieht das jedoch aus, wenn es zu Kooperationen zwischen Supreme und berühmten Luxusmarken kommt: In unregelmäßigen Abständen arbeitet das Label beispielsweise mit Jean Paul Gaultier, Louis Vuitton oder Comme des Garçons zusammen.

Wer die Möglichkeit erhält, einen dieser begehrten Kooperations-Artikel zu ergattern, sollte dringend zugreifen! Schließlich werden selbst Supreme-T-Shirts mit einem einstigen Preis von rund 40 Euro heute für bis zu 750 Euro gehandelt! Insbesondere Streetwear-Artikel von Supreme, die aus einer Zusammenarbeit mit anderen Labels entstehen, sind besonders gewinnversprechend. Gewinne von mehr als 1000 Prozent des Originalpreises sind nicht unüblich.

Turnschuhe als Geldanlage

Bei Turnschuhen wird der Wiederverkauf auch „Flipping“ genannt. Aktuell erlebt „Flipping“ einen echten Boom – erfordert aber auch ein gewisses Maß an „Fachwissen“. Nicht nur gilt es, sich über angesagte Neuerscheinungen zu informieren und die Schuhe rechtzeitig zu erstehen. Auch auf den Kauf der richtigen Schuhgröße kommt es an. Schließlich erzielen insbesondere nicht gängige Schuhgrößen üblicherweise höhere Wiederverkaufspreise.

Allerdings gibt es auch im Sneaker-Bereich Labels, die Wiederverkaufsgewinne quasi garantieren. Hierzu gehören Yeezy-, limitierte Nike-, High-Top-Turnschuhe von Guiseppe Zanotti sowie Ledersneaker von Louis Vuitton.

Das Label Off-White als Geldanlage

Das Label Off-White wurde erst 2012 gegründet – löst seither aber einen regelrechten Hype aus. Sowohl die Kooperations- als auch die eigenen Off-White-Produkte gelten daher aktuell als besonders attraktive Geldanlage. Wer die Möglichkeit erhält, Off-White-Artikel „günstig“ zu erstehen, sollte unbedingt zuschlagen. Ganz besonders lohnt sich das bei Off-White-Turnschuhen oder den beliebten Handtaschen des Labels.