Modetrends im Kleiderschrank: Diese Faktoren bestimmen, was wir tragen!

Warum kaufen wir welche Teile?

Verschiedene Faktoren beeinflussen, was in unserem Kleiderschrank landet Trendscouts suchen auch im Internet nach neuen Trendsettern Medien spielen bei der Verbreitung von Trends eine große Rolle Mode-Blogger präsentieren ihre Lieblingsstücke online

Gemütlich durch die Läden schlendern und sich zu neuen Looks inspirieren lassen – das Shoppen gehört zu den absoluten Lieblingsbeschäftigungen vieler Frauen. Ein besonderer Anreiz ist die Jagd nach angesagten Trendteilen, die in der kommenden Saison in keinem Kleiderschrank fehlen dürfen. Doch woher kommen sie eigentlich, diese Trends? 

Was gilt als Modetrend? – Ein Erklärungsversuch

Im Bereich Mode werden bestimmte Kleidungsstücke oder ganze Kleidungsstile als Trend bezeichnet, die gerade angesagt sind und von modebewussten Menschen getragen werden. Doch um als richtiger Trend zu gelten, gehört noch mehr dazu. 

Denn manche Styles können sich nur eine Saison in den Läden und Boutiquen halten – und sind dann wieder so schnell verschwunden wie sie aufgetaucht sind. Sie gelten eher als kurzzeitige Modeerscheinungen und nicht als Trends. Richtige Trends dagegen sind Kleidungsstücke und Looks, die sich länger als ein Jahr konstant halten und weltweit von den Bekleidungsketten angeboten werden. 

Trends schaffen es also, sich langfristig zu etablieren – in den Geschäften, in den Magazinen, bei den Menschen. Sie treten auf den Laufstegen und in den Medien immer wieder auf, wenn auch in neuen Variationen. Diese leichten Abänderungen des Grundstils können sich auf den Stoff, die Farbe, das Muster und den Schnitt beziehen, sodass bei echten Trendstücken eine große Vielfalt möglich ist.

Wie lange ein Trend letztendlich anhält, ist sehr unterschiedlich und lässt sich daher nicht pauschal sagen. Zum Vergleich: Die Skinny Jeans erfreut uns schon seit über zehn Jahren, die klassische Biker-Lederjacke ist uns sogar bereits seit einigen Jahrzehnten ein treuer Begleiter. Andere Trends wie Culottes, Cordhosen oder Rucksäcke sind da sehr viel schnelllebiger.

Das Besondere an Modetrends ist, dass sie nie ganz in Vergessenheit zu geraten scheinen. Nicht selten werden alte Klassiker aus vergangenen Jahrzehnten wieder ausgepackt und erneut als Trends gefeiert. Zu den Trends, die ihr Revival schon feiern durften, gehören die Schlaghose und bauchfreie Oberteile. Aktuell erleben die Cargo-Hosen ihr Comeback in die Modewelt. 

Vom Trendscout zum Designer – Der Weg eines Modetrends

Modetrends zeigen sich oftmals zuerst auf der Straße, bevor Modedesigner sich ihrer annehmen. Trendscouts auf der ganzen Welt sind immer auf der Suche nach Männern und Frauen mit einem herausragenden Kleidungsstil, der sich vom aktuellen Mainstream abhebt. Diese Männer und Frauen finden sie in den Straßen der Großstädte oder über Streetstyle-Blogs im Internet. Anschließend geben die Trendscouts ihre Beobachtungen in Form von Büchern, sogenannten Styleguides, an die Modedesigner weiter. 

Diese schöpfen daraus ihre Inspiration für neue Entwürfe und Kollektionen, die mit neuen Stoffen, Farben, Schnitten und Mustern daherkommen und die Modewelt beeinflussen. Zu den neuen Kreationen gehören immer auch ungewöhnliche und besonders kunstvolle Varianten, die eigens für die Präsentation auf dem Laufsteg konzipiert werden.

Dieses Phänomen ist der sogenannte Bubble-up-Effekt, bei dem sich Modehäuser und Designer vom Look der Jugend- oder Subkulturen inspirieren lassen und daraus kunstvolle Kleidungsstücke mit ästhetischen Schnitten und Farben kreieren. Es geht aber auch andersherum: Beim sogenannten Trickle-down-Effekt wird ein Kleidungsstück von angesagten Modehäusern designt und präsentiert. Bekleidungsketten wie Orsay, Mango oder Vero Moda ahmen die Styles nach und machen sie alltags- und massentauglich. 

Doch egal, wie man es dreht und wendet: neue Modetrends werden immer erst über den Laufsteg getragen, bevor sie für das allgemeine Volk zu haben sind. Nicht zuletzt kann schließlich nur das zum Trend werden, was unsereins auch kaufen kann. Oder umgekehrt formuliert: Was nach einer ausgiebigen Shopping-Tour mit den Mädels im Kleiderschrank landet, hängt davon ab, was in den Boutiquen angeboten wird – mal ganz abgesehen vom persönlichen Geschmack.

Präsentation und Werbung – Die Rolle der Medien

Sobald ein neuer Trend in Sichtweite ist, schnappen ihn sich die Medien. Denn die spielen bei der Verbreitung und Vermarktung eines Mode-Trends eine maßgebliche Rolle. Die Medien stellen die Kollektionen der kommenden Saison vor, die gerade erst den Laufsteg verlassen haben und prompt danach in Hochglanz-Magazinen verschiedener Sorten auftauchen.

Zeitungen und Zeitschriften berichten über die aktuelle Fashion-Week und natürlich darüber, wen, vor allem aber was es dort zu sehen gab. Damit leisten sie ihren Beitrag dazu, dass die neuesten Trends schnell in aller Munde bzw. Kleiderschränke sind. Passend zur jeweiligen Zielgruppe präsentieren die Mode-Magazine die neusten Trends vom Laufsteg. Sie erklären uns, was an Farben, Schnitten, Mustern und Stoffen gerade angesagt ist, und zeigen, wie wir die neuen Trends am besten miteinander kombinieren. 

Mit Hilfe von Model-Fotos werden ganze Outfits vorgestellt inklusive Makeup und passenden Accessoires. Dabei dürfen die Angaben, wer was designt hat und wo die schicken Teile alle zu finden sind, nicht fehlen. Meist werden auch gleich günstigere Alternativen geboten, die den Laufsteg-Outfits zum Verwechseln ähnlich sind, dafür aber nur einen Bruchteil ihres Preises kosten. 

Ein weiterer wichtiger Faktor im Mediensektor sind die Werbespots im Fernsehen. Wenige Wochen nach ihrer Präsentation auf Fashion-Events bahnen sich die aktuellen Modetrends ihren Weg in die Läden jeder Innenstadt, wo sie in alltagstauglichen Designs und mit erschwinglichen Preisen für die breite Masse angeboten werden. Damit wir Kunden uns auch fleißig in den Läden tummeln und die Kassen klingeln lassen, ist gute Werbung gefragt. Neben den Artikeln in Printmedien greift die Modeindustrie auf Werbespots im Fernsehen zurück. 

Auch andere Werbemittel wie etwa die Plakatwerbung werden dazu eingesetzt, die aktuelle Mode in den Mittelpunkt zu rücken und ihr seitens der potenziellen Kunden so viel Aufmerksamkeit wie möglich zukommen zu lassen. Um das zu erreichen, werden sehr häufig Weltstars aus allen möglichen Bereichen eingesetzt, die die Mode auf Plakaten und in Werbespots tragen. Denn Stars haben einen ungemein großen Einfluss, was Modetrends betrifft

Einflüsse der VIPs – Stars als Modeikonen

Stars und Sternchen haben einen großen Einfluss darauf, was bei uns gerade „in“ ist und was nicht. Sie bestimmen maßgeblich mit, was in unseren Kleiderschränken landet – und das alleine mit ihrer Präsenz. Denn Filmstars, Models und Sportler sind für ihre Fans wahre Vorbilder, eben auch, was den Kleidungsstil betrifft. Kurz gesagt: Was die Stars anhaben, wollen wir auch tragen.

Daher haben die Modedesigner und Labels ein großes Interesse daran, ihre Mode und Looks von international bekannten Weltstars auftragen und präsentieren zu lassen. Sie machen sich deren großen Einfluss auf ihre Fans zunutze, um ihre Produkte besser zu verkaufen. 

Nicht zu vergessen sind natürlich die zahlreichen Stars aus der Musikbranche, denn sie arbeiten ebenfalls häufig mit Modelabels zusammen. Wie Stars aus anderen Branchen, bringen sie über solche Kollaborationen auch ihre eigenen Kollektionen auf den Markt. So arbeiten Musiker wie Kanye West und Pharrell Williams mit Adidas zusammen, Rihanna hat sich mit Puma verbündet. Auf diese Weise promoten die Stars mit ihren Outfits bestimmte Marken sowie ihre eigenen Kollektionen und schaffen damit neue Trends. 

Blogger und Influencer – Promotion der Modetrends

Modefanatiker, die immer auf der Suche nach angesagten Kleidungsstücken sind, nutzen die Medien gern als Quelle der Inspiration für neue Kombinationen und Besonderheiten in ihrem Kleiderschrank. Doch selbstverständlich sind Zeitschriften und Werbespots bei Weitem nicht der einzige Weg, wie sich neue Trends in der Öffentlichkeit verbreiten. 

Solche Fashion Victims schauen sich auch gerne in der Welt der Stars nach neuen Trends und Looks um. Das sind aber längst nicht mehr nur die Promis, die wir von der Kinoleinwand, der Bühne oder von Sportwettbewerben kennen. Schon seit einigen Jahren sind es auch die Blogger und Influencer im Internet, die uns stets mit die aktuellen Styles präsentieren.

Modeblogger wie Leonie Sophie Hanne, Caro Daur und Nina Suess beschäftigen sich intensiv mit den neusten Trends und schreiben auf ihren Webseiten und in den sozialen Netzwerken über ihre neuen Lieblingsteile. Das lesen ihre Fans und Follower, die sich davon wiederum inspirieren lassen und bei ihrer nächsten Shopping-Tour gezielt die angepriesenen Teile ansteuern. 

Influencer berichten in sozialen Medien wie YouTube oder Instagram über ihr Leben und ihre Aktivitäten – und präsentieren parallel dazu wie nebenbei verschiedenste Produkte und eben auch neue Modetrends. Das Ganze gegen Bezahlung. Es handelt sich bei den Influencern also gewissermaßen um indirekte Werbefiguren. Sie gelten für Unternehmen und für die Modebranche als wichtige Marketingtools.

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