Haarspülungen im „Öko-Test“: Bedenkliche Stoffe in mehreren Conditionern gefunden

30 Produkte getestet

25. Februar 2020

Das Verbrauchermagazin „Öko Test“ hat dreißig Spülungen für die Haare genau unter die Lupe genommen und auf ihre Inhaltsstoffe hin getestet. Dabei gibt es sowohl gute als auch schlechte Neuigkeiten für uns Verbraucher. 

Unter den von „Öko Test“ im Februar-Heft 2020 getesteten Conditionern befinden sich unter anderem Naturkosmetikprodukte, Eigenmarken von Drogerien sowie Supermärkten, plus Marken namhafter Kosmetikherstellern. Die kompletten Testergebnisse inklusive aller getesteter Produkte können Sie kostenpflichtig bei „Öko Test“ ansehen.

Die Ergebnisse des Tests

Eine gute Nachricht vorweg: 13 der getesteten Conditioner haben die Empfehlung „sehr gut“ bekommen. Darunter sind zum Beispiel die „Yven: Spülung Oil Repair" von Cosmolux für 1,49 Euro pro 200 ml, die "Lavera Repair & Pflege Spülung Bio-Rose & Erbsenprotein" für ca. 3 bis 4 Euro pro 200 ml oder die "Nature Box Spülung mit Avocado-Öl" von Schwarzkopf & Henkel für 4,95 Euro pro 385 ml. Gutes muss also nicht immer teuer sein. Aber auch teurere Conditioner, wie die "GRN Shades of Nature Spülung Reparatur Pomegranate & Olive" für ungefähr 11 Euro pro 200 ml, waren unter den Testsiegern.

Sechs Produkte wegen bedenklicher Inhaltsstoffe durchgefallen

Sechs Haarspülungen sind komplett durchgefallen und haben die Bewertung „mangelhaft“ und „ungenügend“ erhalten. Grund hierfür sind unter anderem die in den Conditionern enthaltenen schädlichen Duftstoffe, etwa der Stoff „Lilial“. Dieser soll laut „Öko Test“ fortpflanzungsschädigend sein. Auf der Verpackung können Sie den Inhaltsstoff Lilial übrigens unter der Bezeichnung „Butylphenyl Methylpropional“ erkennen. Überdies seien Moschusdüfte in fünf Conditionern enthalten, welche sich im Fettgewebe des Menschen anreichern und eventuell die Leber schädigen können. Eine Spülung im Test beinhaltet darüber hinaus „Hydroxycitronellal“, was Allergien auslösen kann. 

Zulasten der Umwelt: Enthaltene Silikone und Polymere biologisch schlecht abbaubar

16 der getesteten Haarspülungen enthalten zudem Silikone oder sogenannte synthetische Polymere, die zwar für einen tollen Glanz der Haare sorgen, biologisch aber schlecht abbaubar sind und die Umwelt belasten. Silikone in Shampoos müssen aber nicht sein, es gibt genügend Shampoos im Handel, die ohne die Kunststoffe auskommen. Und die Nachfrage steigt immer weiter. 
Generell raten die Prüfer zudem davon ab, nach jedem Haarewaschen eine Spülung zu verwenden, da diese unsere Haare mit einem Film überziehen und so beschweren. Stattdessen wird empfohlen, dass wir unsere Mähne von Zeit zu Zeit lieber mit Zitronen- oder Essigwasser behandeln. Diese neutralisieren die Seifenreste von Shampoo und Co. auf ganz natürliche Weise.