Kopfhaut juckt: Was Sie gegen Juckreiz und Schmerzen tun können

Mit diesen Tipps kommt gereizte Kopfhaut wieder ins Gleichgewicht

20. Mai 2020

Gesunde Kopfhaut ist das Wichtigste für schönes und glänzendes Haar. Aber viele Frauen leiden unter Juckreiz oder Schmerzen. Was also tun, wenn die Kopfhaut juckt?

Juckende Kopfhaut: Ursachen können verschieden sein

Bei uns leidet jede zweite Frau unter gereizter Kopfhaut. Die Ursachen dafür können ganz verschieden sein. Eine juckende Kopfhaut ist nicht nur sehr unangenehm für die Betroffenen, das Kratzen schädigt auch die Haut und Haaroberfläche, haben Wissenschaftler herausgefunden. Die Kopfhaut ist eine der empfindlichsten Körperzonen und reagiert sofort auf Fehler in der Pflege, auf falsche Ernährung oder hormonelle Veränderungen. Deshalb ist es wichtig, sie gut zu behandeln und zu pflegen – hier helfen manchmal auch die guten, alten Hausmittel.

Juckende Kopfhaut: Auslöser Lebensmittel

Juckende Kopfhaut kann auch die Folge einer versteckten Allergie sein. Die Reaktion kann zum Beispiel aufgrund von Haarpflegeprodukten oder aber durch Lebensmittel hervorgerufen werden. Allergene Stoffe aktivieren die Ausschüttung des körpereigenen Stoffes Histamin und es kommt zu Kribbeln, Jucken oder Brennen auf der Kopfhaut.

Auch ohne Allergie kann eine einseitige Ernährung oder gewisse Vitamin- und Mineralstoffmangel zu juckender Kopfhaut führen. Stress, Hormonschwankungen und schnell fettende Kopfhaut begünstigen die Entstehung des Malassezia-Hefepilz. Dieser wiederum steigert die Produktion von ungesättigten Fettsäuren, welche die Kopfhaut irritieren können. Speziell Eisenmangel kann zu juckender Kopfhaut führen!
Manche Menschen klagen auch bei Alkoholkonsum oder nach dem Verzehr von scharfen Gewürzen über Juckreiz auf dem Kopf.

Was tun gegen trockene Kopfhaut?

Unsere Kopfhaut fängt auch an zu jucken, wenn sie extrem trocken ist. Ursachen gibt es viele: Zu häufiges Haarewaschen und tägliches Föhnen trocknen aus. Auch ein falsches Shampoo reizt die Haut.

Das hilft: Die Kopfhaut mit ein paar Tropfen Olivenöl massieren und über Nacht einwirken lassen. Nur milde Shampoos bei der Haarpflege verwenden und beim Waschen mit Wasser verdünnen. Die Shampoos sollten frei von Zusatzstoffen sein wie Farb- und Konservierungsstoffe, Parabene, Silikone oder Duftstoffe. Gerade Silikone legen sich auf die Kopfhaut und verschließen sie. Einige Silikone stehen auch unter Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein. Verzichten Sie dazu möglichst aufs Haareföhnen, das trocknet die Kopfhaut ebenfalls aus. In einigen Fällen steckt hinter einer trockenen, juckenden Kopfhaut aber auch eine Erkrankung. Wenn die Symptome nicht verschwinden, sollten Sie zum Arzt gehen.

Was tun gegen Schuppen?

Schuppen entstehen bei zu trockener oder zu fettiger Kopfhaut. Bei trockener Kopfhaut sind die Schuppen eher klein, bei fettiger Haut können sich ziemlich große Schuppen bilden. Ursache: Der Erneuerungsprozess der Haut ist stark beschleunigt. Aber auch Stress, ein feuchtwarmes Klima, ungesunde Ernährung und Veränderungen im Hormonhaushalt können Auslöser sein.

Das hilft: Spülen Sie die Kopfhaut mit einer Mischung aus Brennnesseltee und Apfelessig.

Oder Sie verwenden folgende Produkte:
Australian Bodycare 3er Kopfhautpflege-Set für ca. 29,50 Euro
Den Klassiker-Teebaum Shampoo für ca 20,60 Euro oder
oder das belebende Haartonikum von Weleda für ca. 9 Euro

Was tun beim Seborrhoischen Ekzem?

Typische Symptome der Entzündung sind weiß-gelbliche Schuppen, Rötungen der Haut und Bläschenbildung. Juckreiz kann, muss aber nicht dabei sein. Dieser Hautausschlag ist zwar nicht ansteckend, aber sehr unangenehm, denn die Entzündung kann sich von der Kopfhaut aus auf das Gesicht ausbreiten. Die Ursache ist noch immer unklar, man vermutet aber genetische Ursachen. Auch Pilze werden für das Ekzem verantwortlich gemacht. Eines steht aber weitehend fest: Das Seborrhoische Ekzem wird durch eine Überfunktion der Talgdrüsen hervorgerufen.

Das hilft: Hier hilft kein Hausmittel, diese Erkrankung kann nur ein Dermatologe behandeln.

Reste von Shampoos, Conditionern und Co.

Viele Haarpflegeprodukte enthalten etwa Silikone, die sich auf der Kopfhaut als Produktreste ablagern können, wenn Sie nicht richtig ausgewaschen werden. Produktreste können ebenfalls Kopfjucken verursachen, da sie die Kopfhaut austrocknen und reizen. 

Kopfjucken durch Pilzbefall oder Läuse

Sollte die Kopfhaut gerötet sein und sich abschälen, könnte es sich um einen Hautpilz handeln. Suchen Sie in diesem Fall einen Hautarzt auf, da die Gefahr besteht, dass der Pilz sich auch auf den Körper ausbreiten kann.

Auch bei einem Lausbefall juckt die Kopfhaut stark, ebenso können Milben oder Flöhe Ursache für das Jucken sein.

Hausmittel gegen juckende Kopfhaut

Wer unter Kopfhautjucken leidet, kann vorerst versuchen, sich mit einigen Hausmitteln Linderung verschaffen. Diese kleinen Helferlein haben sich dabei besonders bewährt:

1. Teebaumöl
Das natürliche Hilfsmittel ist für allerlei Hautleiden geeignet. Durch seine antibakterielle Wirkung kann es Entzündungen vorbeugen und bekämpfen. Teebaumöl gibt es in purer Form oder auch bereits enthalten in verschiedenen Pflege- und Kosmetikprodukten.

2. Apfelessig
Apfelessig hilft dabei, den natürlichen pH-Wert der Kopfhaut wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Durch seine entzündungshemmenden Eigenschaften kann der Essig Hefen und Viren bekämpfen, die eventuell das Kopfhautjucken verursachen. Dafür das Haar nass machen. Wenn es zu trocknen beginnt, eine halbe Tasse Apfelessig mit einer halben Tasse Wasser vermischen und auf die Kopfhaut geben. Den Mix etwa 10 Minuten lang einwirken lassen und anschließend die Haare wie gewohnt waschen. Die Anwendung wöchentlich wiederholen.

3. Kokosöl
Da Juckreiz auf der Kopfhaut häufig durch Trockenheit begünstigt wird, ist eine ausreichende Versorgung mit Feuchtigkeit besonders wichtig. Kokosöl ist ein hervorragender Lieferant dafür! Zusätzlich wirkt auch dieses Hausmittel antibakteriell. Etwas Kokosöl auf die Kopfhaut geben und dieses gut massieren. Anschließend etwa eine halbe Stunde lang einwirken lassen und anschließend die Haare wie gewohnt waschen. Dies kann gerne bis zu drei Mal wöchentlich wiederholt werden.

4. Backpulver
Zur Bekämpfung von Schuppen oder bei Pilzen ist Backpulver ein beliebtes Mittel. Es eignet sich aufgrund seiner antibakteriellen Wirkung besonders gut! Zur Anwendung vorerst die Kopfhaut mit etwas Olivenöl einreiben. Dann einen Esslöffel Backpulver mit einem Esslöffel Wasser vermischen und ebenfalls auf die Haut massieren. Die Paste etwa 15 Minuten lang einwirken lassen, dann gründlich mit Wasser ausspülen.

Juckende Kopfhaut: Ab wann zum Arzt?

Normalerweise ist eine gereizte Kopfhaut kein gefährliches Problem und verschwindet oft mit ein wenig Pflege nach kurzer Zeit wieder. Dauert das Kopfhautjucken aber länger als vier Wochen an, bestehen Schmerzen oder sind Symptome wie Ausschlag oder Blut zu sehen, sollten Betroffene zur Abklärung einen Hautarzt aufsuchen. Sie sollten auch zum Hautarzt gehen, wenn im Zusammenhang mit einer juckenden Kopfhaut Haarausfall auftritt. Die genaue Ursache muss dann dringend geklärt werden! Vermeiden Sie auf jeden Fall, sich ständig zu kratzen - wenn das Gewebe vernarbt, kann es passieren, dass die Haare nicht nachwachsen!

Datum: 23.04.2020

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