Sanft gegen Pigmentflecken vorgehen: So geht’s ganz problemlos

So entfernt der Profi die ungeliebten Hautflecken

Sommersprossen finden wir alle charmant – aber was kann man tun, wenn sich größere Hautflächen verfärben? Wie kann man sanft gegen Pigmentflecken vorgehen? Wir haben den Profi gefragt.

Die Sonne zaubert uns leider nicht nur einen warmen Sommerteint oder kecke Sommersprossen ins Gesicht, manchmal hinterlässt die UV-Strahlung auch größere Pigmentflecken auf der Haut. Sie werden Chloasma oder Melasma genannt und sind ganz harmlos – werden jedoch besonders von Frauen als sehr störend empfunden. Zu deren Glück gibt es heute gute Möglichkeiten, etwas gegen diese Pigmentflecken zu tun und sie wieder loszuwerden.

Ursache ist zu viel Melanin

„Pigmentflecken entstehen, wenn die Haut an bestimmten Stellen übermäßig viel des körpereigenen Farbstoffs Melanin bildet, um sich vor der Sonne zu schützen“, erklärt Dr. Johannes Müller-Steinmann, ärztlicher Direktor des Hautarztzentrums Kiel. „Diese Pigmente lagern sich an der Hautoberfläche ab und bilden dort die unregelmäßigen, hell- bis dunkelbraunen Flecken.“

Zu viel Sonne und das Alter

Pigmentflecken bilden sich meist ab etwa 40 Jahren und sind die sichtbaren Zeichen einer langjährigen Sonnenbestrahlung – deshalb findet man sie meist im Gesicht und an den Händen. Sie können aber auch genetisch bedingt sein. Mit den Jahren wird außerdem die Pigmentbildung ungleichmäßiger. Manchmal liegt die Ursache aber auch in den Hormonen. So bilden sich die dunklen Stellen auch unter dem Einfluss der Pille oder während einer Schwangerschaft.

Laser löst Hautfarbstoff auf

Pigmentflecken sind ungefährlich – aber nicht so schön. Viele wünschen sich ein gleichmäßigeres Hautbild und suchen Methoden, gegen Pigmentflecken vorzugehen. „Wir behandeln die Flecken meist mit dem Rubin Laser oder dem Neodym-YAG-Laser“, sagt Müller-Steinmann. „Beide senden energiereiches Licht aus, das direkt in den Hautfarbstoff vordringt. Dort verwandelt es sich in Sekundenbruchteilen in Wärme und löst die Pigmente auf.“ Der Laser entfernt dabei den Farbstoff aus der Haut, ohne das umliegende Gewebe zu verletzen. Für Patienten fühlt sich das Lasern wie kleine Nadelstiche an. Danach sollte man für zwei Wochen nicht in die Sonne gehen. Die Kasse zahlt nicht, die Kosten beginnen bei ca. 60 Euro und richten sich nach Anzahl und Größe.