Schwache Gelenke: Bewegung stärkt und beugt Arthrose vor

Mehr als die Hälfte der Deutschen hat Schmerzen in den Gelenken

Schwache Gelenke brauchen auch bei Schnee und Minusgraden ausreichend Bewegung. Gerade Rheumatiker und Arthrose-Patienten sollten ihre Gelenke stärken und auch im Herbst und Winter Sport treiben.

Schwache Gelenke sind keine Seltenheit. Mehr als die Hälfte der Deutschen hat Schmerzen in den Gelenken. Während anfangs die Beschwerden nur gelegentlich auftreten, zum Beispiel wenn man es mit dem Sport etwas übertrieben hat, quälen die Gelenke später auch in Ruhestellung. So wird Arthrose (Gelenkverschleiß) zum Volksleiden. Sie ist die am häufigsten auftretende Gelenkerkrankung weltweit.

Wie entsteht Arthrose? 

Gelenke sind komplizierte Gefüge aus Knochen, Knorpeln und Bändern. Dabei wirken die Knorpel wie elastische Stoßdämpfer, die die Belastungen abfedern. Doch Knorpel werden nicht durch Blutadern mit Nährstoffen versorgt, sondern von einem Sekret, das die feinen Gelenkhäute absondern. Wird zu wenig von diesem Sekret gebildet, schrumpft der Knorpel und wird brüchig. Die Oberfläche raut und fasert auf und wird immer dünner. Dieser Prozess kann bis zum kompletten Knorpelverlust führen. Im späten Stadium reibt dann Knochen auf Knochen, was starke Schmerzen verursachen kann.

Schwache Gelenke - Bewegung beugt vor

Mit ausreichend Bewegung lassen sich die Gelenke stärken: Mit jedem Schritt und jedem Griff wird Gelenkflüssigkeit in den Knorpel gepresst. Walken oder Schwimmen sind besonders geeignet, da diese Ausdauersportarten zudem die Gelenke schonen.  

Mikronährstoffe helfen 

Die drei wichtigsten Bestandteile von gesunden Gelenken und Knorpeln sind Glucosamin, Chondroitin und Kollagen. Glucosamin ist eine natürliche Grundsubstanz, die nicht nur im Knorpel, sondern beispielsweise auch in Sehnen, Bändern, Knochen und Bindegewebe vorhanden ist. Eine gezielte Versorgung mit diesem Stoff kann die Knorpelstruktur stärken und die natürlichen Temparaturmechanismen im Gewebe fördern.

Chondroitin ist ebenfalls ein natürlicher Bestandteil von Gelenkknorpeln und gilt als so genannter Wassermagnet. Es unterstützt die Nährstoffaufnahme. Das ist entscheidend, da Gelenkknorpel keine Blutversorgung erhalten und nur durch diesen Flüssigkeitsaustausch ernährt werden.

Auch Kollagen ist eine Knorpelsubstanz. Wird es von außen zugeführt, sollte man darauf achten, dass es lyophilisiert (gefriergetrocknet) ist. Dann weist es eine 3-D-Struktur auf, die sich als sehr wirksam erwiesen hat. Lyophilisiertes Kollagen gleicht nicht nur den Verlust im Knorpel aus, sondern stoppt auch Entzündungen.

 

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