TV-Tipp: Neuer Fall, neue Stadt - Kommissarin Lucas ermittelt wieder

Der beliebte Krimi jetzt aus Nürnberg

03. Februar 2021

Neue Stadt, neuer Fall – Kommissarin Lucas (Ulrike Kriener) ermittelt am Samstag, den 6. Februar in Nürnberg. Ein spannender Fall mit prominenter Gastrolle!

Kommissarin Lucas jetzt in Nürnberg

Ellen Lucas hat eine neue Stelle in Nürnberg angenommen. Noch auf dem Weg dorthin, kracht ein Auto in die Seite ihres Wagens. Dessen Fahrer flieht mit einem Jungen vom Unfallort. Im Kofferraum des Fahrzeugs entdeckt Lucas eine tote Frau. Ihre neuen Kollegen Werner Fitz und Betty Sedlacek finden schnell heraus: Der Fahrer heißt Franz Vegener (Nick Romeo Reimann), ist der Enkel der Toten und gerade aus der Haft entlassen worden. Hat er seine eigene Großmutter getötet? Ein Motiv hätte er, denn die Großmutter hatte ihn drei Jahre zuvor an die Polizei verraten – ausgerechnet die Frau, bei der er als Jugendlicher lebte, weil seine Mutter Marie (Katharina Schüttler) mit ihm überfordert war.

Kommissarin Lucas (Ulrike Kriener) muss die Herausforderung meistern, von vorn zu beginnen – gemeinsam mit ihren neuen Kollegen Werner Fitz (Sebastian Schwarz) und Betty Sedlacek (Claudia Kottal) ermittelt sie nun in Nürnberg. In den Episodenhauptrollen spielen Katharina Schüttler, Nick Romeo Reimann und Luis Vorbach. Heino Ferch ist als Gast in einer Rolle als Psychologe mit dabei.

Bereits ab Freitag, 5. Februar 2021, ist die 31. Folge der Krimireihe "Kommissarin Lucas" in der ZDFmediathek zu sehen.

Lesen Sie das Interview mit Ulrike Kriener:

Kommissarin Lucas wechselt von Regensburg nach Nürnberg. Warum wagt sie einen Neuanfang?

Ellen Lucas will Regensburg nicht verlassen, aber sie ist der Meinung, dass sie es muss. Lassen sie es mich geheimnisvoll formulieren: Es gab Vorkommnisse bei ihrer alten Arbeitsstelle, die sie zu dieser Entscheidung geführt haben. Sie muss sich diesem Neuanfang also notgedrungen stellen, und der Zuschauer erfährt im Laufe des Filmes, was die Gründe für ihre Entscheidung waren.

Welches Gefühl überwiegt bei Ihnen: Wehmut über den Abschied oder Aufregung über den Neuanfang?

Der Abschied von Regensburg ist mir tatsächlich sehr schwergefallen. Während der Vorbereitungen zum Film hat die Wehmut noch überwogen. Ich habe mich im Laufe der Jahre in Regensburg verliebt, bin auch gern und oft privat mit meiner Familie dort gewesen, und die Stadt hat uns bei den Dreharbeiten immer großartig geholfen. Besonders schmerzlich war der Abschied von den Kollegen, allen voran Michael Roll und Tilo Prückner, die von Anfang an dabei waren. Dass der Abschied von Tilo ein paar Monate später zu einem endgültigen wurde, war ein Schock für uns alle, und ich kann sagen, ohne ihn hätte die Lucas auch nicht mehr die alte sein können.

Nürnberg – was gefällt Ihnen an der Stadt?

Eine spannende Stadt, in der moderne Gegenwart und zwiespältige Geschichte aufeinanderprallen. Diese Brüche sind im Stadtbild sichtbar und für uns Filmer natürlich sehr reizvoll. Ich freue mich darauf, Nürnberg immer besser kennenzulernen.

Können Sie uns verraten, was sich alles bei "Kommissarin Lucas" ändern wird? Was ist der besondere Reiz am Neuanfang?

Der Charakter von Ellen Lucas wird sich mit Sicherheit nicht ändern: Sie wird auch in Nürnberg nicht um Sympathien buhlen oder sich klein machen, sie wird ihrem inneren Kompass folgen, auch wenn sie damit aneckt. Es ist für mich ein Riesenprivileg, mit einer Rolle, die ich so liebe, älter zu werden. Der besondere Reiz des Neuanfanges liegt darin, dass er eine Rückbesinnung einschließt, und das war für mich das spannendste an dieser Arbeit. Es war ein großes Glück, dass ich mit Thomas Berger und Christian Jeltsch die beiden Männer an der Seite hatte, die vor 18 Jahren Ellen Lucas mit mir zusammen aus der Taufe gehoben haben. Wir konnten uns darüber austauschen, wo steht eine Frau mit Anfang 60, die noch einmal ihre Koffer packen und einen Neubeginn wagen muss? Wie geht es ihr mit dem Fremdsein? Mit der Einsamkeit? Das Dilemma zwischen Abschied und Neubeginn teilen die Lucas und ich.

Claudia Kottal und Sebastian Schwarz sind die neuen Kommissare an ihrer Seite. Wie war die Zusammenarbeit in der ersten Nürnberg-Folge?

Ich habe beide schon in anderen Filmen gesehen, aber ich habe vorher noch nie mit ihnen gearbeitet. Ich kann aber sagen: Claudia Kottal und Sebastian Schwarz sind großartige Schauspieler. Mit beiden war ich sofort sehr nah, und die Arbeit war intensiv und offen. Beide sind neugierig und zu allen Schandtaten bereit. Ich sehe sehr viel Potential für die Zukunft in dieser Zusammenarbeit.

Wie ist das Verhältnis von Ellen Lucas zum neuen Team, den Polizisten Betty Sedlacek und Werner Fitz?

Lucas bleibt in der Tendenz eine Einzelkämpferin, aber die neuen Kollegen in Nürnberg geben ihr klar zu verstehen, dass man hier im Team zusammenarbeitet und auf Augenhöhe. Das geht auch gut mit Betty Sedlacek, die keinerlei Probleme damit hat, eine Chefin zu haben, die mit großem Tempo und Entschiedenheit den ersten gemeinsamen Fall übernimmt. Etwas schwieriger ist es hingegen mit Werner Fitz, dessen Art, ständig herumzuwitzeln, liegt Ellen Lucas ganz bestimmt nicht. Aber irgendwann versteht sie, dass diese vordergründige Heiterkeit etwas anderes bei ihm überdeckt.

Was erwartet uns im ersten Fall? Können Sie uns einen Ausblick geben, ohne zu viel zu verraten?

Erst einmal: Es gab kaum einen Lucas-Film, der mit einem solchen Kracher beginnt. Bei einem Verkehrsunfall entdeckt Lucas im Kofferraum eine Tote. Es geht in diesem Film um eine Familientragödie, es geht um abwesende Väter, überforderte Mütter und die daraus resultierende mangelnde Orientierung junger Menschen. Jede Familie hat ihre Geschichte, die sich über Generationen fortschreibt, und wir erzählen eine Geschichte über Lieblosigkeit und Gewalt, die von Generation zu Generation weitergegeben wird.