Was hilft bei einer Blasenentzündung?

Tipps zur Vorsorge und Behandlung der schmerzhaften Krankheit

Bei einer Blasenentzüdung kann eine Wärmflasche guttun und die Schmerzen lindern. Viel trinken hilft einer Blasenentzündung vorzubeugen. Eine Blasenentzündung ist furchtbar schmerzhaft

Was hilft? Bei einer Blasenentzündung haben viele Frauen das Gefühl, komplett machtlos zu sein, ist sie erst einmal da. Starker Harndrang und nur wenige Tröpfchen kommen beim Wasserlassen, dazu höllisches Brennen – jede zweite Frau kennt diese Symptome. Was ist dann zu tun? Wir klären Sie auf.

  1. Wie entsteht eine Blasenentzündung?
  2. Wenn der körpereigene Schutz versagt
  3. Was hilft bei einer Blasenentzündung?
  4. Wann brauche ich ein Antibiotikum gegen Blasenentzündung?
  5. Wie beuge ich einem Blaseninfekt vor?

Sie ist die weibliche Volkskrankheit Nummer eins: Blasenentzündung. Doch was hilft bei einer Blasenentzündung? Vor allem im Winter hat sie wieder Hochsaison. Denn Unterkühlung und kalte Füße begünstigen die bakterielle Infektion. Hinzu kommt, dass wir jetzt seltener Durst verspüren und weniger trinken. Für Bakterien ideale Bedingungen, um sich in der Blase zu vermehren. Hier versuchen wir die Frage, was hilft bei einer Blasenentzündung, ein für alle Mal zu klären und geben Ihnen die besten Vorbeuge- und SOS-Tipps.

Wie entsteht eine Blasenentzündung?

Selten verursachen Pilze oder Viren die Infektion. In etwa 80 Prozent der Fälle sind Kolibakterien dafür verantwortlich. Meistens stammen diese Bakterien auch noch aus dem eigenen Darm – dort sind sie nämlich natürlicher Bestandteil der Darmflora. Manchmal gelangen sie durch die kurze Harnröhre in die Blase und heften sich dort an.

Wenn der körpereigene Schutz versagt 

Normalerweise schützt sich der weibliche Körper ganz gut gegen diese Bakterien. Denn die saure Scheidenflora tötet die Erreger ab. Aber wenn die Scheidenflora durch übertriebene Hygiene, durch zu wenig Flüssigkeitsaufnahme, Medikamente, einen veränderten Hormonhaushalt oder eine generell geschwächte Abwehr gestört ist, haben die Bakterien leichtes Spiel. Und hier beginnt ein Teufelskreis. Die erste Abwehrreaktion des Körpers: Er produziert mehr Harn, um die Keime loszuwerden. Deshalb muss man so oft auf die Toilette. Leider verkrampfen sich durch die Entzündung gleichzeitig Blase und Harnröhre – es kommt kein oder nur wenig Urin. Dadurch entstehen die typischen krampfartigen Schmerzen im Unterbauch. Deshalb zögern Betroffene den Gang so lange wie möglich hinaus – aber dadurch können sich die Bakterien prima vermehren.

Was hilft bei einer Blasenentzündung?

Tipp 1: Nieren warm halten

Ziehen Sie sich dick an. Denn Kälte verschlechtert die Durchblutung der Nieren- und Blasenschleimhaut und erleichtert so Bakterien das Eindringen.

Wärme hilft auch bei einem bestehenden Infekt. Legen Sie sich einen Heublumensack oder eine Wärmflasche auf den Bauch. Tut gut und lindert die Schmerzen.

Tipp 2: Ganz viel trinken

Wenn die Blase regelmäßig durchgespült wird, können sich Keime schlechter an die Blasenschleimhaut haften und vermehren. Deshalb ist es nicht nur bei einem Infekt wichtig, viel zu trinken, sondern auch zur Vorbeugung.

Mineralwasser sowie Kräutertees und Saftschorlen sind bei einer akuten Harnwegsentzündung am besten geeignet. Auf Kaffee und Alkohol dann lieber verzichten. Denn sie reizen die Blase.

Tipp 3: Cranberrys essen

Sie sind für ihre schützende Wirkung bekannt. Ihre Inhaltsstoffe verhindern, dass sich Bakterien an der Blasenwand festsetzen.

Hoch dosierter Cranberryextrakt, kombiniert mit Granatapfel, Vitaminen und Spurenelementen (z. B. Doppelherz Cranberry + Granatapfel) ist besonders wirksam.

Tipp 4: Auf Hygiene achten

Nach dem Wasserlassen oder Stuhlgang mit dem Papier immer von vorne nach hinten wischen. So verhindert man, dass Darmbakterien in die Harnröhre gelangen.

Übrigens: Auch Sex kann die Gefahr einer Infektion erhöhen. Um sich zu schützen, danach auf die Toilette gehen und gleich Wasser lassen. Keime können sich dann nicht so schnell ansiedeln.

Wann brauche ich ein Antikiotikum gegen Blasenentzündung?

Wenn die Entzündung nach zwei Tagen nicht abgeklungen ist, Blut im Urin ist, Fieber oder Schmerzen in der Rückengegend hinzukommen, einen Arzt aufsuchen. Dann brauchen Sie ziemlich sicher ein Mittel gegen Blasenentzündung. In diesem Zustand sollten Sie es dem Arzt überlassen, die Blasenentzündung zu behandeln. Heute werden Antibiotika bei einer Blasenentzündung nur noch in schweren Fällen verschrieben, denn die Heilkraft der Pflanzen wirkt genauso gut. Hauhechel, Goldrute, Orthosiphon lindern die unangenehmen Symptome und spülen die Erreger schnell wieder aus der Blase heraus. 

Denn: Die Keime können über die Harnleiter zu den Nieren gelangen und dort eine Nierenbeckenentzündung auslösen. Daher: keine Selbstbehandlung, wenn die Blasenentzündung allzu akut ist.

Wie beuge ich einem Blaseninfekt vor?

Man kann den wiederkehrenden Blaseninfekten auch vorbeugen. Viel trinken, keine übertriebene Intimhygiene, Wärme und Sitzbäder mit Kamillenextrakt stärken die Scheidenflora und helfen, gesund zu bleiben.