Wein ohne Alkohol genießen

Mehr als simpler Traubensaft: so wird alkoholfreier Wein hergestellt

11. Dezember 2015

Gehören Sie auch zu den Leuten, die mit (viel zu) vielen guten Vorsätzen ins neue Jahr gestartet sind? Sport, den Körper wieder in Form bringen, viel Schlaf, weniger Stress und gesunde Ernährung? Nun, zumindest bei letzterem können wir Ihnen mit einem heißen Tipp unter die Arme greifen. Die gesunden Aspekte von ein bis zwei Gläschen Wein pro Tag werden immer wieder thematisiert und diskutiert. Und in der Tat: gerade Rotwein enthält viele Stoffe, die sich positiv auf mitunter Herz, Kreislauf und Gefäße auswirken können. Doch dem gegenüber steht auch immer der Alkoholgehalt. Alkohol ist für den Körper ein Gift, das er mühevoll abbauen muss. Die Frage drängt sich auf: wie praktisch wäre da ein Wein ohne Alkohol?

Was ist anders als bei Saft?

Traubensaft ist ganz augenscheinlich eine Alternative zu Wein, wenn man die Vorzüge genießen, aber auf den Alkoholgehalt verzichten möchte. In den Ohren von Weinfans klingt das allerdings nach einem schwachen Trost. Und auch beim Anstoßen mit Gästen mag vielleicht nicht die gleiche Stimmung aufkommen. Die echte, aber noch wenig bekannte Alternative lautet: alkoholfreier Wein. Der bedeutendste Unterschied zu Traubensaft besteht darin, dass die Trauben, genau wie bei der Herstellung alkoholhaltiger Weine, zunächst vergoren werden. Nur durch diesen Prozess entstehen die für Wein so typischen Aromen, die kein Traubensaft ersetzen kann.

Der Schlüssel in der Herstellung liegt also darin, den Alkohol aus dem Endprodukt wieder zu entfernen. Die klassische Destillation als wohl gängigstes Verfahren, um Alkohol zu separieren, scheidet aus, weil bei den hohen Temperaturen während dieses Prozesses nicht nur der Alkohol verdampft sondern mit ihm auch die Aromen. Die Vakuumverdampfung löst dieses Problem ebenso wie moderne Zentrifugen und trennt den Alkohol schonend von der verbliebenen, aromatischen Flüssigkeit. Das Ergebnis: ein echter Wein ohne Alkohol! Vorsicht ist allerdings geboten, wenn man es auf einen kompromisslosen Alkoholverzicht abgesehen hat. Ein minimaler Restalkoholgehalt verbleibt auch bei dieser Methode, liegt aber unter dem zur Deklaration gesetzlich vorgeschriebenen Wert von 0,5%. Das Endprodukt darf in Deutschland nicht als Wein bezeichnet werden.

Schmeckt das?

Ein angenehmer Nebeneffekt: Alkohol ist mitverantwortlich für einen Großteil der Kalorien im Wein. Kein Alkoholgehalt bedeutet also beträchtlich weniger Kalorien. Das Ergebnis klingt zu gut um wahr zu sein: Weingenuss bei Alkoholverzicht und dabei auch noch die Neujahrsdiät einhalten? Kann das schmecken? Ähnlich wie bei „normalem“ Wein auch, kommt es hier schlicht und einfach auf die Qualität an (und Ihren individuellen Geschmack an). Wenn Sie Qualität suchen, dann empfehlen Ihnen die Experten von vinoa.de die Produktlinie Natureo Free vom Spitzenweingut Miguel Torres - nicht mehr Alkoholgehalt als ein Malzbier, aber voller Weingenuss!

 

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