Diagnose: Bindehautentzündung

Bindehautentzündung – was tun?

Mit geröteten Augen ist nicht zu spaßen: Die Ursachen sind ganz verschieden, und manche Formen sind ansteckend. Damit sollte man immer zum Arzt!

Die schützende Schleimhautschicht liegt über dem Innenrand der Augenlider und über dem Augapfel. Sie verteilt den Tränenfilm und schützt das Auge vor Erregern. Bei einer Bindehautentzündung versucht der Körper, durch verstärkte Durchblutung, die Erreger aus dem Verkehr zu ziehen. Weitere Bindehautentzündungssymptome: verklebte und tränende Augen, Schmerzen beim Lidschlag.

Mögliche Ursachen einer Bindehautentzündung

Sind Viren die Auslöser, ist die Bindehaut rot und das Sekret wässrig. Eine bakterielle Infektion erkennt man an einem eitrig-schleimigen Sekret, welches das Auge verklebt. Dann ist die Bindehautentzündung hoch ansteckend. Kinder sind übrigens viel öfter von dieser Art der Infektion betroffen als Erwachsene. Aber auch Heuschnupfen oder ein chronisch trockenes Auge sind manchmal Ursache, und auch ein Luftzug oder eine Allergie können die Entzündung auslösen.

Bindehautentzündung: Keine Hausmittel

In den meisten Fällen geht eine bakterielle Bindehautentzündung nach einer Dauer von etwa einer Woche ohne Medikamente zurück, antibiotische Tropfen sind meist nicht nötig. Experten raten auch dringend von pflanzlichen Mitteln ab: So können Augenbäder mit Kamille das Auge nur noch zusätzlich reizen – und auch eine Allergie erst auslösen. Gut sind künstliche Tränen (Apotheke) oder Bäder mit klarem Wasser.

Weißmacher trocknen aus

Auch nicht empfehlenswert sind so genannte Weißmacher – Augentropfen, die dafür sorgen, dass sich die geweiteten Blutgefäße wieder zusammenziehen und die Rötung und Schwellung vorübergehend abklingen. Das ist nur oberflächlich, die Bindehautentzündung wird nicht geheilt, und zudem trocknen die Tropfen den Augapfel nur aus.

Nach drei Tagen zum Arzt

Bessern sich die Symptome nach drei Tagen nicht, sollte man zum Augenarzt gehen. Wenn viel Sekret da ist, bei Schmerzen und schlechter Sicht auch früher, um eine andere ernsthafte Erkrankung wie ein Glaukom oder eine Hornhautentzündung auszuschließen. Der Arzt kann sofort feststellen, um welche Art Entzündung es sich handelt.